• 22. September 2018

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Die rechtsnationalistische MHP sah von einem Boykott der konstituierenden Sitzung des Parlaments ab. Die Sessel der kurdischen Politiker hingegen blieben leer. Foto:reu - © REUTERS

Parlament

Vereidigung unter Boykott1

  • Oppositionsabgeordnete weigern sich, im Parlament Verfassungseid zu leisten.
  • Krise um Mandate statt Debatte um Verfassung.

Ankara. Wüste Beschimpfungen, Handgreiflichkeiten oder Haftstrafen, die auf Reden in einer ungewünschten Sprache - auf Kurdisch - folgten: All das hat es im türkischen Parlament bereits gegeben. Doch die Ereignisse bei der gestern, Dienstag, erfolgten konstituierenden Sitzung des Abgeordnetenhauses in Ankara waren eine Premiere... weiter




Mit der Türkei kann Europa die drohende Gasversorgungslücke schließen: Kompressorstation bei Samsun. Foto: epa

Türkei

Energieschub für "Bosporus-Tiger"1

  • Türkei als Brücke zu großen Öl- und Gasreserven - und mit großem Potential für Erneuerbare.
  • Istanbul/Wien. "Die Türkei ist für Österreichs Wirtschaft ein wichtigerer Partner als alle asiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländer" - Marco Garcia, österreichischer Handelsdelegierter für Istanbul und die Marmararegion, legt als Beweis für seine These beeindruckende Zahlen vor: Die österreichischen Exporte an den "Tiger am Bosporus" haben m Vorjahr erstmals die Marke von einer Milliarde Euro überschritten - und dabei gegenüber 2009 gleich um 40 Prozent zugelegt. Die Zwei-Milliarden-Marke wird bis 2015 angepeilt.

Nach der Delle im Krisenjahr 2009 ist die türkische Wirtschaft in beeindruckendem Tempo gewachsen: 2010 stieg das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) um fast 9 Prozent; für heuer und nächstes Jahr werden jeweils fast 6 Prozent Wachstum für möglich gehalten. Die Liste der österreichischen Unternehmen, die in der Türkei investieren... weiter




Die Euphorie über einen möglichen EU-Beitritt ist in der Türkei verflogen. Foto: epa/Bozoglu

EU

Der mühsame Weg nach Europa

  • Seit mehr als fünf Jahren laufen die Verhandlungen über einen Beitritt der Türkei zur EU.
  • (czar) Als die türkischen Verhandler vor sechseinhalb Jahren aus Brüssel zurückkamen, wurden sie beinahe wie Fußballstars gefeiert - und die gehören in der Türkei zu den großen Nationalhelden, solange sie erfolgreich sind. Einen Erfolg konnte auch die Mannschaft rund um Premier Recep Tayyip Erdogan vorweisen, als sie im Dezember 2004 wieder auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul landete. Soeben hatte sie dazu beigetragen, dass nach zähen Bemühungen die Europäische Union einen Termin für den Start von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei festgelegt hat. Dort war der Jubel groß: Immerhin sprachen sich damals drei Viertel der Türken für eine Mitgliedschaft in der EU aus. Seit sechs Jahren war das Land EU-Kandidat und bemühte sich gar seit 1959 um die Annäherung an die Union, die damals noch Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hieß.

Doch mittlerweile ist die Euphorie über einen möglichen EU-Beitritt längst verflogen. Die Gespräche mit Brüssel sind fast zu einem Stillstand gekommen, die Türken werfen den Europäern Hinhaltetaktik vor und wissen genau über die Skepsis einiger Staaten - wie Deutschland, Frankreich oder Österreich - zu einer türkischen Mitgliedschaft Bescheid... weiter




Istanbul ist schon längst mehr als eine Touristenattraktion: Es ist ein Zentrum für Banken und boomender Wirtschaftsstandort. Foto: epa/Okten

EU

Ein Land auf der Suche

Westliche Unternehmer schwärmen von den Investitionsmöglichkeiten in dem Land, die Zivilgesellschaft hat sich stark weiterentwickelt und zu einem eigenen Selbstbewusstsein gefunden, die Europäische Union lobt in vielen Bereichen die Fortschritte, die die Beitrittskandidatin gemacht hat... weiter




Türkei

Tausende Jahre Geschichte und junge Probleme

  • Eine Reise in den Südosten der Türkei.
  • Die Skulptur im Kreisverkehr zeigt, wofür Diyarbakir auch bekannt sein will: Wie auf einer mehrstöckigen Torte prangt dort eine steinerne Wassermelone. Denn obwohl von kargen ausgedörrten Bergen umgeben, liegt die Stadt selbst in einer fruchtbaren Ebene. Sie ist fast 700 Kilometer südöstlich von der türkischen Hauptstadt Ankara entfernt; zur Grenze mit Syrien sind es nicht einmal hundert Kilometer. Es ist Mesopotamien, dessen Kultur Jahrtausende alt ist. Der Fluss Tigris, über den eine tausend Jahre alte Brücke mit zehn Bögen führt, macht den Anbau von Melonen, Tomaten und Gurken möglich. Die Felder sind besonders gut von den Bastionen der Wehrmauern aus zu sehen.

Entlang der mächtigen Stadtmauer, die das alte Diyarbakir ringförmig umschließt, ziehen sich ärmliche Hütten. Die steinernen einstöckigen Gebäude sind hellblau, gelb oder rosa getüncht. Auf den Stufen vor den Türen sitzen plaudernd ein paar Frauen mit blütenweißen, locker um den Kopf gewickelten Tüchern... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung