• 17. Februar 2019

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Uhren besaßen für russische Besatzer große Faszination. - © ullstein bild - Imagno / Votava

Leopoldine Lusnik

"Uhra" fürs Schießen1

Als ich in Ihrer Zeitung über die "Russen-Uhren" las, fiel mir auch eine Geschichte ein: Es war 1955, bevor Österreich von der Besatzung frei wurde. Die Russen hatten in unserer Nähe ein Lager und es waren circa zehn Panzer nebeneinander aufgereiht, direkt im Wald, neben unserem Schulweg... weiter




Zu Kriegsende verschwanden die Nazi-Symbole. - © Picture Alliance/picturedesk.com

100 Jahre Republik

Die Hitler-Bilder auf dem Scherbenhaufen der Geschichte3

Überall verschwanden sie plötzlich bei Kriegsende: die Hitler-Bilder. Zuerst in den Häusern, dann in öffentlichen Gebäuden. Man entsorgte sie, so schnell es ging, und sagte, es dürfe kein Bild von der Besatzung gefunden werden. Wo früher eines gehangen war, war an der Wand ein wahrnehmbarer Fleck so groß wie früher das Bild... weiter




Die wilde "Rasselbande" mit den kleinen Mädchen aus Penzing und ihren Puppenwagen. - © privat

100 Jahre Republik

Das Ordinations-Wartezimmer mit einem Klavier2

Nach Kriegsende und der Heimkehr meines Vaters zogen meine Eltern mit mir "auf die Siedlung" im 14. Wiener Bezirk. "Auf" hieß es vielleicht deshalb, weil man vom 49er "hinauf" gehen musste. Die Siedlung war eine Art Reihenhausanlage mit kleinen Gärtchen... weiter




Deutsche und österreichische Kriegsgefangene warten in St. Veit/Kärnten auf Entlassungspapiere der Briten. - © ullstein bild

100 Jahre Tagebuch

Der sozialistische Bürgermeister läutete persönlich die Kirchenglocken2

Ich habe in der Schule einen Witz erzählt, den ich gehört hatte. Nach Meinung des Direktors beleidigte der Witz den Führer. So forderte der Direktor meine Erschießung. Das war im April 1945. Zum Glück tötete sich der Führer bald darauf selbst, so war meine Erschießung nicht mehr so vordringlich, war doch die Rote Armee schon nahe... weiter




Buchstäblich ein Welt-Autor: Der kanadische Schriftsteller Michael Ondaatje. - © Ulf Andersen/Gamma-Rapho via Getty Images

Literatur

Das Wesentliche liegt im Dunklen

  • Michael Ondaatjes Roman "Kriegslicht" schildert das London der Nachkriegsjahre als geisterhafte Schattenwelt.

England, kurz nach Kriegsende: Die Eltern eröffnen dem (in der Ich-Form erzählenden) 14-jährigen Nathaniel und seiner etwas älteren Schwester Rachel, sie müssten wegen eines beruflichen Einsatzes des Vaters für ungefähr ein Jahr nach Singapur. Sie lassen die Kinder in London in der Obhut eines Mannes zurück... weiter




- © Gaschurnpartenen

Kaugummi

Kaugummi-Glück3

Um uns gesund zu ernähren, hatten wir einen Schrebergarten, da wurde alles angebaut - Salat Kräuter, Gemüse und auch Blumen. Denn Blumen einfach zu kaufen, war bei uns nicht üblich. Schwimmen habe ich im Polizeibad an der Alten Donau gelernt, mit einem Schlauch eines alten Reifens. Sonntags spazierte ich mit meinem Vater nach Hietzing... weiter




Waltraud Steiner (geb. Zirbs) legte 1945 einen dramatischen Weg nach Wien zurück. - © privat

100 Jahre

Vom "Sibirien-Express" in den Zug nach Wien2

Als Sudetendeutsche bin ich unter schwierigen Umständen nach Österreich gekommen. 1945 hatte man alles konfisziert, was meine Familie in Troppau besaß. Als 18-Jährige wurde ich zu drei Jahren Zwangsarbeit verpflichtet. Vater, ein geborener Wiener, tat alles, um uns drei Mädchen die Ausreise nach Österreich zu ermöglichen... weiter




Bananen waren einmal Luxusartikel. - © Adobe Stock/Aliaksandr Ivanou

Sissy Fröhlich

Teure Einzelstücke4

Ich wurde 1950 in Wien-Hetzendorf geboren. Meine erste Erinnerung mit drei Jahren war, als mein Großvater einen Schlaganfall erlitten hatte und ich als große Ausnahme mit diesem Alter meinen Opa im Spital besuchen durfte. Zu jener Zeit hatten nur Kinder ab 14 Jahren Zutritt... weiter




- © Gaschurnpartenen

100 Jahre

Der Gugelhupf6

Ich erzähle die folgende Geschichte immer im Gedenken an unseren Vater, der 1947 nach Jahren russischer Gefangenschaft zu seiner Familie heimkommen durfte. Für ihn war es der schönste Tag seines Lebens, denn was verloren schien, war wiedergewonnen und noch viel schöner... weiter




100 Jahre Tagebuch

Reminiszenzen aus der Besatzungszeit über Gurken, Gott und die Welt3

Jedes Mal, wenn ich Gurken sehe, rieche, esse, denke ich an Sascha, einen großen, schlanken Sowjetsoldaten in unserem Haus, der zusammen mit seinen Kameraden bei uns einquartiert war, nach dem "Zusammenbruch", wie die Leute das Kriegsende nannten, als endlich wieder Frieden... weiter




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