• 17. November 2018

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Konzertkritik

Die stille Größe des Wolfgang Muthspiel

Es gibt Künstler, die verströmen noch 50 Meter gegen den Wind den Stallgeruch eines Zirkuspferds. Und es gibt solche, die behalten die Aura des Manns von nebenan trotz einer Weltkarriere. Zu dieser Sorte zählt Wolfgang Muthspiel, und er hat dazu beigetragen: Der steirische Gitarrist mit dem silbrig-feinnervigen Ton hat die amerikanische Jazzszene... weiter




Konzertkritik

Im Meer der Bedeutungen

  • Olga Neuwirths Bühnenwerk "The Outcast" bei Wien Modern.

Ein Knabenchor, orchestrale Klangflächen, Orgelspiel, eine verstimmte E-Gitarre, polyphoner Chorsatz, düstere Elektronik, ein Countertenor . . . es sind ganz schön viele unterschiedliche Klang- und Assoziationsräume, mit denen Olga Neuwirth das Publikum in "The Outcast" konfrontiert... weiter




Konzertkritik

Abend mit Depotwirkung1

  • Igor Levit spielt Werke von Dmitri Schostakowitsch.

Manche Musikerlebnisse offenbare ihre ganze Tragweite erst am Tag danach. Da ist zunächst das unmittelbare Erleben des Konzertendes. Das Nachlassen der konzentrierten Spannung, der Applaus, das Aus- und Aufatmen. Darüber hinaus gibt es aber noch ein Gefühl, das, nachdem es über Nacht langsam eingesickert ist, einem in den nächsten Tagen klar macht... weiter




Konzertkritik

Ligetis Etüden, nicht nur für die Finger1

Manchen Klavierschüler hat das erzwungene Üben von Etüden ins Schwitzen gebracht. Auch wenn Komponisten wie Liszt oder Chopin die Etüde zur vollwertigen Kunstform erhoben haben, bleibt die ihr innewohnende Schwierigkeit kein bloßes Nebenprodukt der künstlerischen Aussage, sondern ist durchaus beabsichtigtes Ziel... weiter




Fesselnd: Barbara Hannigan mit neuen Tönen. - © Raphael Brand

Konzertkritik

Von der Finsternis ins warme Licht1

  • Die Bamberger Symphoniker mit einem überraschenden Programm im Konzerthaus.

Wer hätte am Anfang des Konzerts gedacht, dass der Abend so enden würde? Erdig, ausgelassen, überschwänglich. Mit zwei Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms in der Orchesterfassung von Antonín Dvořák. Allein der Programmverlauf spricht für sich bei diesem hochwertigen Gastspiel der Bamberger Symphoniker im Wiener Konzerthaus... weiter




Konzertkritik

Intensive Besonnenheit3

  • Pianist Arcadi Volodos gastierte im Wiener Konzerthaus.

Arcadi Volodos spielte im Wiener Konzerthaus Stücke von Schubert, Rachmaninoff und Skrjabin in ruhiger Besonnenheit. Das Licht im großen Saal des Konzerthauses geht aus - rückblickend sieht man damit schon angekündigt, was Arcadi Volodos an diesem Abend vermitteln möchte: Einen unverstellten Blick auf den Klang und die Musikalität der ausgewählten... weiter




Konzertkritik

Scheitern und Gelingen3

  • Rainer Honeck leitete zum Start von Wien Modern Werke von Cage und Staud.

Die Meister des Experiments, die unerschrockenen Botschafter des Neuen - dies sind nicht die Zuschreibungen, mit denen man normalerweise die Wiener Philharmoniker bedenkt. Eher steht das Traditionsorchester für das Altbewährte. Umso löblicher, dass der Klangkörper zur Eröffnung der diesjährigen Ausgabe des Festivals "Wien Modern" Neuland betrat -... weiter




Klangkollektiv Wien

Das erste Mal12

  • Gründungskonzert des Klangkollektiv Wien.

Das Knistern im Saal war spürbar. Ein Gründungskonzert findet schließlich nicht alle Tage statt. Im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses präsentierte sich am Mittwoch das Klangkollektiv Wien erstmals vor Publikum. Das Interesse des Kammerorchesters richtet sich ganz auf die Musik der Wiener Klassik... weiter




Konzertkritik

Schwere Kost als ätherische Elegie6

Mit Schreibworkshops in einem Gefängniskomplex neben der mittelalterlichen Zisterzienserabtei von Clairvaux, am Rand der Champagne, hat alles begonnen. Die Gedichte der Insassen wurden in Musik verwandelt. Etwa vom französischen Komponisten Philippe Hersant... weiter




Konzertkritik

Die Musik hinter den Noten1

  • Philippe Herreweghe mit Mozart im Konzerthaus.

Philippe Herreweghe hat seine Karriere mit Barock begonnen und allmählich ausgeweitet. Seine Gemeinde nimmt er auf diesem Weg mit, und so kommt es wohl, dass bei diesem Mozartabend zahlreiche Barockliebhaber im Publikum sitzen. Und die wissen, was sie wollen. Das ist nicht in jedem Genre so. Manchmal zählt die Show mehr als der Inhalt... weiter




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