• 17. November 2018

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Konzertkritik

Scheitern und Gelingen3

  • Rainer Honeck leitete zum Start von Wien Modern Werke von Cage und Staud.

Die Meister des Experiments, die unerschrockenen Botschafter des Neuen - dies sind nicht die Zuschreibungen, mit denen man normalerweise die Wiener Philharmoniker bedenkt. Eher steht das Traditionsorchester für das Altbewährte. Umso löblicher, dass der Klangkörper zur Eröffnung der diesjährigen Ausgabe des Festivals "Wien Modern" Neuland betrat -... weiter




Konzertkritik

Strahlen in Bescheidenheit1

  • Herbert Blomstedt dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Ein Stück Heimat brachte Herbert Blomstedt, der ja selbst in den nordischen Weiten Schwedens zuhause ist, in den Musikverein. Franz Berwald stand auf dem Programm, ein Komponist dessen Werk man nur selten zu hören bekommt und dessen heutiges Konzert-Außenseitertum jenes zu seinen Lebzeiten widerspiegelt... weiter




Konzertkritik

Nachsommer mit Bruckner3

  • Wiener Philharmoniker unter Welser-Möst in Grafenegg.

Anton Bruckner hat seine Fünfte Symphonie nie gehört. Der Aufführung in Graz - Franz Schalk dirigierte eine von ihm selbst verfasste, arg korrumpierte (um nicht zu sagen: verschandelte) Version - musste der Komponist krankheitsbedingt fernbleiben. Erst 1935 spielten die Münchner Philharmoniker unter Siegmund von Hausegger die Originalfassung... weiter




Abendkleider auf der Bühne - tragen nicht alle Musikerinnen freiwillig. - © stock.adobe.com

Orchester

Nur nicht in Hosen!2

  • Wie sollen sich Orchestermusikerinnen auf der Bühne kleiden? Und was gilt hier als gleichberechtigt? Während bei den Wienern freiwillige Anzugpflicht gilt, kämpfen New Yorks Philharmonikerinnen für ihr Recht auf Hosen.

Julie Ann Giacobassi spielte mit ihrem Englischhorn im Ensemble der San Francisco Symphony gerade die zweite Sinfonie von Gustav Mahler, als sich eine der Tasten ihres Instruments in den Falten ihres Rocks verfing. "Ich dachte: Oh nein, das war es jetzt", erzählt die Musikerin der "New York Times"... weiter




Franz Welser-Möst interpretierte Henzes "Tristan". - © Julia Wesely

Konzertkritik

Tristan trauert um die Bachmann8

  • Franz Welser-Möst dirigierte Hans Werner Henzes "Tristan" in Salzburg.

Vor wenigen Tagen haben Edith Clever und Martin Wuttke in Salzburg aus dem reichhaltigen Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze gelesen. Am Samstag, im letzten Konzert der Wiener Philharmoniker in diesem Festspielsommer, gab’s die Musik dazu... weiter




Herbert Blomstedt in Salzburg. - © Salzburger Festspiele/Marco Borrelli

Konzertkritik

Melancholie als Antwort an die Zukunft5

  • Herbert Blomstedt, der 91-Jährige, dirigierte die Wiener Philharmoniker grandios.

Aus dem finnischen Halbdunkel beobachtete Jan Sibelius Anfang des 20. Jahrhunderts den Gang der neuen musikalischen Dinge - aber das war nicht seins. Also schrieb er die "Vierte", aufs erste Hinhören 40 Minuten Melancholie pur. Herbert Blomstedt hat den Wiener Philharmonikern in Salzburg dieses Werk vorgelegt, das sie zuvor noch nie gespielt hatten... weiter




Konzertkritik

Dem Kirchenraum weit entwachsen6

Eigentlich verwunderlich: Warum wird Franz Schuberts geistlicher Schwanengesang, die Messe Es-Dur D 950, gar so selten gespielt? Sie ist neben Mozarts c-Moll-Messe und der Missa solemnis von Beethoven ein herausstechendes Beispiel für Musik, die Kirchenraum und Liturgie weit hinter sich lässt. Und sie ist ein Solitär ihrer Gattung im 19... weiter




Feine Lieddramaturgie: Diana Damrau und Jonas Kaufmann. - © Salzburger Festspiele, Marco Borrelli

Salzburger Festspiele

Große Namen, fein verknüpft8

  • Festspiele begeistern mit einem virtuos feinfühligen Pianisten und einem beinahe szenischen Liederabend.

Um so etwas wie eine Salzburger Dramaturgie im diesjährigen Festspielprogramm auszumachen, lohnt ein Blick in das Konzertprogramm. Am Wochenende ließen sich dabei einige spannende Rote Fäden aufgreifen, mit denen Intendant Markus Hinterhäuser seine zweite Saison durchzogen hat... weiter




Die Wiener Philharmoniker zeigten sich am Wochenende besonders vielseitig.  - © Salzburger Festspiele / Anne Zeuner

Salzburger Festspiele

Klanggemälde im Angesicht des Todes10

  • Die Wiener Philharmoniker zeigten unter Andris Nelsons, dass sie auch als Jazzband agieren können.

Salzburg. Ein Konzert als Bindeglied und Staffelübergabe: Zugleich als letzten Programmpunkt der Ouverture spirituelle und als das erste Philharmonische des Salzburger Festspielsommers zeigten sich die Wiener am Wochenende mit Musiken von Bernd Alois Zimmermann und Gustav Mahler besonders vielseitig... weiter




Begeisterte ein Rekordpublikum: Anna Netrebko. - © apa/Oczeret

Schönbrunn-Konzert

Kaiserwetter mit Opernkönigin3

  • Edles Entertainment: das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker mit Anna Netrebko.

Die Klassikwelt steht auf keinen Fall mehr lang, sagen die Schwarzmaler. Die Popmusik, die Sozialen Medien, der Spektakel-Rummel der Gegenwart: Das alles werde der alten Dame Kunstmusik das Wasser abgraben. Für einen Tag im Jahr lösen sich diese Bedenken aber in milde Luft auf - wenn die Wiener Philharmoniker ihr Sommernachtskonzert veranstalten... weiter




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