• 18. November 2018

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Miniaturpuppen im Dokumentartheater. - © Festwochen/Leo van Velzen

Wiener Festwochen

Großes Sterben im kleinen Format1

  • Die Theatergruppe Hotel Modern aus Rotterdam gastierte mit ihrer eindringlichen Produktion "Kamp" bei den Wiener Festwochen.

Aufgestapelte Schuhe von Damen, Herren, Kindern. Hunderte Brillen auf einem Haufen. Die Öfen! Die Geleise zu den Dead-End-Prellböcken! Lochkarten zur mechanischen Bearbeitung von Personendaten! Die Kinderzeichnungen! Sehr verschiedene Eindrücke bezeichnen Besucher des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau als ihre stärksten, furchtbarsten... weiter




Video: Regierung gedachte des Endes des NS-Regimes

Diktatur

"Demokratie ist eine zarte Pflanze"46

  • Österreich gedachte der Befreiung vom NS-Regime mit einem Festakt im Bundeskanzleramt, am Abend gibt es ein Konzert der Wiener Symphoniker.

Wien. Mit einem Festakt im Bundeskanzleramt und dem "Fest der Freude" am Wiener Heldenplatz gedenkt Österreich der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa. Am 8. Mai 1945 hatte die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapituliert... weiter




Am 08. Mai 2013 fand das "Fest der Freude" mit einem Konzert der Wiener Symphoniker zum ersten Mal statt. - © APAweb / Georg Hochmuth

Gedenken

Fest der Freude auf dem Wiener Heldenplatz12

  • Zum sechsten Mal feiert das Mauthausen Komitee das Ende des Nationalsozialismus. Die Wiener Symphoniker konzertieren.

Am 8. Mai vor 73 Jahren kapitulierte die Deutsche Wehrmacht unter dem Druck der alliierten Truppen. Das nationalsozialistische Regime war besiegt, der verbrecherische Angriffs und Vernichtungskrieg beendet, der größte Völkermord in der Geschichte der Menschheit endlich gestoppt... weiter




Vor dem Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am heutigen Sonntag. - © APAweb,HERBERT P. OCZERET

Geschichte

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus5

  • Kranzniederlegung und Reden von Bundespräsident, Kanzler und Vizekanzler vor dem Mahnmal gegen Krieg und Faschismus in Wien.

Wien. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Kanzler Sebastian Kurz  und Vizekanzler Heinz Christian Strache haben Sonntagfrüh mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus in Wien den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. Neben Mitgliedern der Regierung nahmen Zeitzeugen, Vertreter von Glaubensgemeinschaften... weiter




Israel

Abbas gibt Juden Schuld an Holocaust5

Ramallah. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat in einer phasenweise antisemitischen Rede dem jüdischen Volk die Schuld am Holocaust gegeben, der Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis. Der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden, sondern durch das "soziale Verhalten" der Juden, wie das Verleihen von Geld... weiter




Franz Rogowski und Paula Beer spielen in "Transit" zwei Menschen auf der Flucht vor den Nazis. - © StadtkinoInterview

Interview

"Das Kino ist ein Transitraum"7

  • Christian Petzold im Gespräch über seinen neuen Film "Transit" und die Gleichzeitigkeit von gestern und heute.

Die Atmosphäre bedrückend, die Menschen ohne Hoffnung: Auch wenn in diesem Marseille, das uns Christian Petzold in seinem neuen Film zeigt, zumeist die Sonne scheint, beherrscht doch Ausweglosigkeit die Szenerie. "Transit", ab nächstem Freitag im Kino, ist ein neues, großes Werk des deutschen Ausnahmeregisseurs... weiter




Werner Stanzl ist Publizist und Dokumentarfilmer.

Gastkommentar

Verlassen, verraten, verkauft und bedroht5

  • 1933 zitterte Adolf Hitler vor dem 1. Mai und einem Funkenflug ins Arbeiterheer, das ihm bis zuletzt die kalte Schulter gezeigt hatte.

Es gibt eine Fülle von gewaltigen Maifeiern, mit Bonzen auf den Tribünen und Marschierenden im Staub der Straßen. Als historisch entscheidend ging wohl keine in die Geschichte ein. Und doch hätte eine das Zeug dazu gehabt. Sie jährt sich heuer zum 85. Mal als jener Tag, vor dem Adolf Hitler zitterte... weiter




"Früher habe ich nicht gewusst, wie ich erzählen soll." Lucia Heilman im April 2018 in einer kurzen Pause während ihres Besuchs in einer 7. Klasse des "Borg3" in Wien Landstraße. - © Gunnar Landsgesell

Schule 18/19

"Konnten Sie den 'Judenstern' nicht zudecken?"32

  • Es leben nicht mehr viele Shoa-Überlebende, die von der Barbarei des Nationalsozialismus erzählen können. Lucia Heilman ist eine von ihnen. Im heurigen Gedenkjahr 1938 besucht sie jede Woche eine Schule und trifft dort auf interessierte Jugendliche.

Als die Familie Heilman von den Nationalsozialisten aus ihrer Wohnung in Wien vertrieben wurde, hatte die achtjährige Lucia eine Idee. Sie werde einen Hammer holen und damit in die Wände ihres Kinderzimmers schlagen. Sie wollte dafür sorgen, dass die Nachfolger nicht so ein schönes Zimmer bekämen... weiter




Der Neonazi und Holocaustleugner Gerd Honsik, wie ihn wohl die meisten Österreicher kennen: vor Gericht. - © apa/Georg Hochmuth

Rechtsextremismus

Neonazi Gerd Honsik ist tot28

  • Der Holocaustleugner und Publizist verstarb am Wochenende 76-jährig in Ungarn.

Wien. (rei) Er gehörte quasi zur alten Garde des europäischen Neonazismus. Seine Bücher, Zeitschriften und vor allem sein internationales Netzwerk machten ihn ab Mitte der 70er Jahre zu einem der wichtigsten Symbolfiguren für das revisionistische Lager sowie für Rechtsextreme und Neonazis im In- und Ausland... weiter




Einst NS-Multifunktionär, später Parteiobmann der FPÖ: Anton Reinthaller. - © APAweb

Zeitgeschichtetag

Erster FPÖ-Chef war ein "überzeugter Nazi"67

  • Die Historikerin Margit Reiter hinterfragt die Selbstdarstellung des NS-Funktionärs Reinthaller nach 1945.

Wien. Im Nationalsozialismus hat Anton Reinthaller eine steile Karriere hingelegt, wurde nach 1945 verurteilt, begnadigt und 1956 zum ersten Parteiobmann der FPÖ gewählt. Seine nachträgliche Selbstpräsentation und auch die mythisierende Darstellung in der FPÖ hinterfragt die Historikerin Margit Reiter am "Österreichischen Zeitgeschichtetag"... weiter




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