• 21. April 2018

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Betreibt die älteste Tantra-Schule Europas in Berlin: Saranam Mann. - © privat

Interview

"Meine Sichtweise ist für viele eine Provokation"10

  • Saranam Mann, der Enkel von Heinrich Mann, über Tantra, freie Sexualität, das Erbe von 1968, die Visionen seines Großvaters - und über sein Verhältnis zu den Nachkommen von Thomas Mann.

"Wiener Zeitung": Herr Mann, Sie sind der Sohn der Heinrich Mann-Tochter Leonie und des tschechischen Schriftstellers Ludvik Askenazy. Ihre Kindheit haben Sie in der Tschechoslowakei verbracht, später haben Sie an der Berliner Filmhochschule studiert. Wie kamen Sie zu Tantra? Saranam Mann: Ich war inspiriert von den 68ern... weiter




Eine Mischung von Natur und Kultur, von Menschlichem und Nicht-Menschlichem: der Fushimi- Inari-Taisha-Schrein in Kyoto, wo in Emanuele Coccia die Idee reifte, das Buch "Die Wurzeln der Welt" zu schreiben. - © Wolfgang Kaehler/LightRocket via Getty Images

Interview

"Pflanzen stellen den Ursprung der Welt dar"20

  • Der Philosoph Emanuele Coccia über die einzigartige Weise, wie Pflanzen das Antlitz der Welt geformt haben, seine Kritik an Veganern - und warum er Efeu hasst.

"Wiener Zeitung": Geht Ihnen als Pflanzenfreund das Herz auf, wenn Sie Zimmerpflanzen auf der Fensterbank sehen? Emanuele Coccia: Ehrlich gesagt, kommt es darauf an, um welche Pflanzen es sich jeweils handelt. Die Philosophin Hannah Arendt sagte einmal: "Es gibt nicht die Liebe zur Menschheit, sondern Liebe bezieht sich immer auf bestimmte Personen... weiter




Pionier auf dem Gebiet der Sterbebegleitung: Frank Ostaseski. - © Flatiron Books, New YorkInterview

Sterbebegleitung

"Mit dem Tod eine Tasse Tee trinken"13

  • Der Amerikaner Frank Ostaseski begleitet seit vier Jahrzehnten Menschen auf ihrer letzten Reise. Seine Erfahrungen hat er jetzt in Buchform veröffentlicht.

Er hat tausende Menschen buchstäblich in den Tod begleitet: Frank Ostaseski, 67, internationaler Bestsellerautor und Leiter des von ihm gegründeten Metta Institute in Sausalito, Kalifornien, das für Pflegekräfte und Laien aus der ganzen Welt Seminare über Sterbebegleitung anbietet... weiter




"Etwas zu sehen ist der erste Schritt . . .": Jo-Anne McArthur mit "Fanny". - © Farm Sanctuary

Interview

"Es ist schwer, ihre Blicke zu vergessen"3

  • Die kanadische Fotografin Jo-Anne McArthur über den Einsatz von Bildern im Tierschutz, ihre Ansichten über Zoos - und warum sie Gnadenhöfe für Tiere bevorzugt.

"Wiener Zeitung": Warum rückt man als Fotojournalistin Tiere in den Fokus? Jo-Anne McArthur: Nachdem ich lange Menschenrechts- und Reisegeschichten fotografiert habe, bin ich über das gestolpert, was ich die "unsichtbaren Tiere" nennen würde. Tiere, die trotz ihrer Masse in den Medien völlig unterrepräsentiert sind: Alle sehen gerne Bilder von... weiter




"Es geht um das Bedürfnis nach Nähe.": Monika Wogrolly. - © Luiza Puiu

Interview

"Die Therapeutin will eine gute Fee sein"17

  • Die Schriftstellerin und Psychotherapeutin Monika Wogrolly über moderne Pseudobeziehungen, Märchen als Hilfe bei Problemen - und darüber, wie der frühe Tod ihres Mannes ihr weiteres Leben geprägt hat.

"Wiener Zeitung": Sie sind Psychotherapeutin und haben gerade ein Sachbuch zum Thema glückliche Beziehungen veröffentlicht. Befolgen Sie eigentlich in Ihrem Privatleben Ihre eigenen Ratschläge? Monika Wogrolly: Gute Freunde haben schon in zynischer Laune zu mir gesagt: Da gibt es ein gutes Buch, das du vielleicht mal lesen solltest... weiter




- © Peter Jungwirth

Interview

"Hitlers Expansion war eine Flucht nach vorne"24

  • Der Historiker Kurt Bauer über die Vorgeschichte der dunklen Jahre Österreichs, die ambivalente Rolle von Kanzler Schuschnigg und der Kirche - und wie die intensive Beschäftigung mit NS-Gräueln einen belastet.

"Wiener Zeitung": Herr Bauer, Sie haben ein Buch über die "dunklen Jahre" Österreichs in der NS-Zeit geschrieben und kürzlich veröffentlicht. Was war Ihre Motivation, sich mit dieser doch sehr intensiv erforschten Zeit nochmals ausführlich zu beschäftigen... weiter




Konstatiert einen massiven Trend weg vom Standardisierten: Andreas Reckwitz. - © Jürgen BauerInterview

Interview

"Es gibt eine Krise des Allgemeinen"34

  • Der deutsche Soziologe Andreas Reckwitz erklärt den Strukturwandel der Moderne anhand seines Konzepts einer "Gesellschaft der Singularitäten".

"Wiener Zeitung": Herr Reckwitz, Ihr neues Buch, "Die Gesellschaft der Singularitäten", ist eine Generaltheorie unserer Epoche. Was bedeutet der zentrale Begriff "Gesellschaft der Singularitäten"? Andreas Reckwitz: Die Grundthese in meinem Buch ist, dass wir einen Strukturwandel in der Moderne erleben, dass die klassische, industrielle Moderne... weiter




"In meinem Leben gibt es eine Überschrift, die man über alles setzen könnte: ,Es ist mir passiert.'": Hans Schmid - © Robert Wimmer

Interview

"Viele Dinge haben sich zufällig ergeben"12

  • Er war Inhaber einer Werbeagentur und Zeitungsverleger, ist u.a. Eigentümer des Kaufhauses "Steffl", Eishockey-Präsident und Verehrer der Werke von Christine Lavant: Hans Schmid über seine vielen Leben und Interessen.

"Wiener Zeitung": Herr Schmid, Sie haben in Ihrem Leben bisher in den unterschiedlichsten Sparten Erfolgsgeschichten geschrieben . . . Hans Schmid: Auch Misserfolgsgeschichten . . . Beginnen wir mit einer vielleicht weniger bekannten Facette Ihrer Persönlichkeit... weiter




"Das Leben ist ein Anpassungsprozess. Das gilt auch für das Alter." - © luizia puiu

Alter

"Jeder Mensch hat das Recht auf Unvernunft"33

  • Der Gerontopsychologe Gerald Gatterer über geistige Fitness im Alter und Auswirkungen von Demenz auf das Sexualleben.

"Wiener Zeitung": Die neuen Alten werden gern fit, sonnengebräunt und mit strahlenden Gesichtern dargestellt. Geht so glückliches Altern? Gerald Gatterer: Nein. Das Wichtigste ist Lebenszufriedenheit. Ich muss nicht überall mitmachen. Ich kann auch ein traditionelles altes Ehepaar sein... weiter




Unser heutiges Leben ist ohne Lebensmittelkonservierung nicht denkbar. - © SalomT Fresco Barbeito/Getty Images

Interview

"Konservieren hat mit Beziehungspflege
zu tun"
1

  • Der Sozial- und Wirtschaftshistoriker Uwe Spiekermann über die Geschichte der Haltbarmachung von Lebensmitteln - und wie Einweckapparate, Konserven und Tiefkühlkost unser Leben verändert haben.

"Wiener Zeitung": Herr Spiekermann, wie sähe unser Leben ohne Lebensmittelkonservierung aus? Uwe Spiekermann: Unser heutiges Leben ist ohne Lebensmittelkonservierung nicht denkbar. Sie ist die Grundlage für jede arbeitsteilig agierende Gesellschaft. Ohne Konservierung müssten 80 bis 85 Prozent der Bevölkerung im Lebensmittel-... weiter




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