• 19. November 2018

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Hitlers Balkon im Rathaus. - © Memory Gaps

Gastkommentar

Wiens Hitler-Balkone: Ein doppeltes Versäumnis10

  • Vor 80 Jahren nahm Hitler zwei Balkone in Wien "in Betrieb". Dass seither nichts mit diesen geschah, ist im Gedenkjahr zu bedauern.

Von Balkonen aus wurden nicht nur Friedensverträge freudig emporgehoben und Fahnen geschwenkt. Man rief auch totalitäre Reiche von diesen aus und erklärte Kriege. Auch das "Anschluss"-Jahr 1938 wurde maßgeblich von Wiener Balkonen aus inszeniert. Da ist zunächst jener auf dem Heldenplatz, von dem Adolf Hitler am 15... weiter




Wir sind mit unterschiedlichen Persönlichkeiten über den Heldenplatz gegangen. Sie haben uns ihre Geschichten erzählt. - © WZ-Grafik, Irma Tulek

Scroll Story

Heldenplatz - Bühne der Republik23

  • Hitler, Papst, Lichtermeer. Trauma, Euphorie, Hoffnung. Der Heldenplatz ist vielfach besetzt. Acht Spaziergänge.

Hier geht es zur Scroll Story Im Grunde ist er ein Provisorium. Eine sprichwörtliche österreichische Lösung. Im Südosten umrahmt ihn die Neue Burg im neoklassizistischen Prunk, im Nordwesten läuft er unscheinbar in die Stadtstruktur über. Er ist monumental und schäbig gleichzeitig... weiter




Karl Knell (2. V. r.) mit seinem Bruder Otto, Vater und Mutter. - © privat

"Anschluss"

Karl Knells Familie während der NS-Zeit

Karl Knell war 17, als Österreich am 13. März 1938 zum nationalsozialistischen Deutschen Reich kam. Bei der Volksabstimmung zum Anschluss stimmte er mit Ja – weil er das Elend in Österreich gesehen habe, wie er sagt. Sei Bruder Otto starb als Flak-Kanoniers in der Nähe von Vöslau mit nur 15 Jahren. weiter




Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit: Stimmzettel zum "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland. - © Votava/Imagno/picturedesk

"Anschluss"

Ein Wort auf Gänsefüßchen14

  • Die Anführungszeichen um den Anschlussbegriff transportieren viel mehr als bloß vorsichtige Political Correctness.

Heuer jährt sich der "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich bereits zum achtzigsten Mal. Zwar werden immer wieder Stimmen laut, die der Aufarbeitung müde, der Erinnerung überdrüssig sind. Aber gerade in einer Zeit, in der Populismus mit Volksnähe und Hetze mit Meinung verwechselt werden... weiter




Die Fluchtroute von Hertha Pauli durch die Pyrenäen, in einem Brief von Karl Frucht 1967. Österreichische Nationalbibliothek

1938

"Der Teufel regiert"6

  • Ungewohnte Perspektiven und
  • ein Puzzle aus Fluchtschicksalen.

Es ist kalt im Prunksaal der Nationalbibliothek. Obwohl draußen so ein schöner, sonniger Frühlingstag ist. Ein schöner Frühlingstag war es auch, als 75 Jahre zuvor, am 15. März 1938, am Heldenplatz Adolf Hitler vor der jubelnden Menge von der "größten Vollzugsmeldung" seines Lebens schwärmte: dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich... weiter





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