• 22. September 2018

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Tourismus

Touristen sind Superhelden16

  • Ja, sie sind laut, verstopfen die Innenstadt und belästigen die Bevölkerung (fragen nach dem Weg). Aber sie retten täglich Dutzende Pferdln.

Endlich kriegen sie also ihr Denkmal. War aber auch Zeit. Wieso hat man so lange damit gewartet, sie zu ehren, die wichtigste Personengruppe in dieser Stadt? Gut, jetzt wird es ja aufgestellt, das Monument. In bester Lage. Mitten auf dem Stephansplatz... weiter




Severin Groebner ist Kabarettist und Autor, Gründungsmitglied der "Letzten Wiener Lesebühne" und sein aktuelles Programm heißt "Der Abendgang des Unterlands". Spieltermine und weitere Informationen finden Sie unter: www.severin-groebner.de Alle Beiträge dieser Rubrik unter: www.wienerzeitung.at/ glossenhauer

Glossenhauer

Der Vergleich macht dich sicher14

  • Wir haben in diesem Land vielleicht die größten Experten der Vergleichswissenschaften weltweit. Im Amt und in der Straßenbahn.

Einer der großartigsten Aspekte des Kapitalismus ist es ja, alles mit allem vergleichbar zu machen. Und zwar durch Geld. Wenn etwas viel Geld kostet, ist es grundsätzlich mehr wert als etwas, das wenig kostet. Wie sehr das stimmt, lässt sich täglich an den Börsen dieser Welt beobachten. Oder am Kursverlauf des Bitcoin. Oder der türkischen Lira... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Al-Quds-Tag-Zeit12

  • Der jährliche Aktionstag gegen das Existenzrecht Israels mündet in vielen Städten, auch in Wien, immer am letzten Samstag im Ramadan in eine antisemitische Demonstration. Über ein befremdliches Schauspiel.

Kleine Buben in Uniform waren bei der Al-Quds-Tag-Kundgebung im Vorjahr in Wien zu sehen. "Zionismus ist Faschismus" wurde skandiert. Al-Quds bedeutet auf Arabisch Jerusalem. Der jährliche Aktionstag am letzten Samstag des Ramadan wurde vom Iran ausgerufen – Ziel ist die Befreiung Jerusalems von den Juden... weiter




- © privat

Übrigens

Vielleicht ist eh alles nur halb so wild5

Kaum will ich einmal was Gescheites zum Abendessen haben, nämlich die guten Pommes Frites vom Schnellimbiss in der U-Bahn-Passage, schon beginnt die Welt zu wackeln, weil dem Krobath mag das Schicksal zwar jede Menge Hirngespinste gönnen, aber dass er in aller Ruhe knusprige Kartoffel kauen kann, bis dass endlich die U4 einfährt... weiter




Beschmierungen am Denkmal am Schwedenplatz für sieben Wiener jüdische Kinder, die in Auschwitz ermordet wurden. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Gedankenlos oder antisemitisch?15

  • Beschmierungen im öffentlichen Raum: Manchmal ist die Intention sofort klar. Anderes kann so oder so ausgelegt werden. Ärgerlich ist es in jedem Fall.

Wie oft der kleine Georgy Halpern wohl in seinem kurzen Leben dort vorüber gegangen ist, wo seit vergangenem Frühjahr am Schwedenplatz das Denkmal steht, das an ihn und weitere sechs Wiener jüdische Kinder erinnert, die in der NS-Zeit vom Kinderheim im französischen Izieu nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden... weiter




Andreas Wirthensohn, geboren 1967, freier Lektor, Übersetzer und Literaturkritiker, lebt in München.

Glossen

Klingelingeling10

Eigentlich ist Wien ja eine schöne Stadt. Sie atmet den Geist imperialer Vergangenheit, steckt voller skurriler oder absonderlicher Sehenswürdigkeiten (meine persönlichen Favoriten sind - noch - der Steinhof sowie der "Friedhof der Namenlosen"), und beisl- und kaffeehaustechnisch ist es (trotz einiger Starbucks-Schandflecken) noch immer... weiter




Fühlt sich auch in der Stadt vielfach ländlich - und changiert dabei in der Selbsteinschätzung zwischen Abenteurer und Dorfdepp: Gerald Schmickl - © privat

Glossen

Das Dorf in der Stadt10

In dem lesenswerten Buch "Ich bleib in der Stadt und verreise" des Autors und Musikers Oskar Aichinger, das mäandernde Spaziergänge durch Wien sehr subjektiv und anschaulich beschreibt (siehe dazu auch Text in der "Wiener Zeitung"), findet sich eine Stelle, die auf urbane Höhenunterschiede verweist: "Man darf sich nicht täuschen... weiter




Hans-Paul Nosko, geboren 1957, lebt als Journalist und Glossist in Wien.

Glossen

Sonderbares Biotop4

Gleich neben der Redaktion der "Wiener Zeitung" liegt ein sonderbares Biotop. Ein Gebiet, das mich beim ersten Mal, als ich es betrat, an einen dieser Träume erinnerte, in dem völlig gegensätzliche Realitäten sich ineinander verschieben und ein scheinbar logisches und harmonisches Gesamtbild ergeben... weiter




Wer hinschauen will, der findet die Spuren der Vergangenheit. Tafel an der Leopoldskirche im zweiten Bezirk. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

"Hebräerhunde"77

  • Der Antisemitismus nervt viele, überwunden ist er noch nicht. In Wien hat er eine lange Geschichte.

Antisemitismus. Ja, schon wieder Antisemitismus. Wie oft habe ich in den vergangenen Monaten gehört: gibt es kein anderes Thema? Ein bisschen habe ich das Gefühl, es ist wie mit dem Holocaust, dann um 2000 den Entschädigungsverhandlungen. Der Ruf nach dem Schlussstrich. Das gilt auch für den Antisemitismus. Was wird einem dann so alles serviert... weiter




Gedenkstein auf dem Areal das ehemaligen Aspangbahnhofes. An die zehntausenden Menschen, die in der NS-Zeit von hier in ein Vernichtungslager deportiert wurden, wird künftig ein Denkmal erinnern, das derzeit entsteht (Baustelle im Hintergrund links). - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Belastete Orte35

Ich fühle mich an belasteten Orten nicht wohl. Ständig kreisen dann die Gedanken nicht unbedingt darum, was dort vorgegangen ist, sondern wie sich die Menschen, denen an diesem Ort etwas Tragisches passiert ist, gefühlt haben. Gab es Tränen? Haben Sie mit den anderen, die sich in derselben Situation befanden, über ihre Angst gesprochen... weiter




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