• 20. Februar 2019

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Anna Wexberg-Kubesch, Initiatorin des Erinnerungsprojekts NEVER/FORGET/WHY?, in der Volkshalle des Rathauses, in dem bis Mittwoch 15.000 Karten für 15.000 nach Theresienstadt deportierte und ermordete Kinder zu sehen sind. Aufgefädelt auf Schnüre veranschaulichen sie die unvorstellbare Zahl abrupt beendeter Leben. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Authentisches Erinnern4

  • Bis Mittwoch sind die mehr als 15.000 im Rahmen des Erinnerungsprojekts NEVER/FORGET/WHY? gestalteten Karten für 15.000 nach Theresienstadt deportierte und ermordete Kinder in der Volkshalle im Wiener Rathaus zu sehen.

"Schwarzes, stummes Krematorium Höllentor, Leichenstoß. Glitschige, steife Körper schleppe ich, Grau geworden bin ich über Nacht. Hier liegt mein Sohn, mein kleiner Sohn. Die Fäustchen in den Mund gebissen. Wie kann ich dich ins Feuer werfen – hier! Deine schönen goldenen Haare. (...) Elende Sonne, warum schweigst du... weiter




Am letzten Channuka-Abend dieses Jahres eröffnete Sonntag Abend der Book Shop Singer, nun mit Café, neu am Rabensteig. Rabbiner Pardes zündete im Rahmen der Feier das letzte Licht gemeinsam mit dem Nachwuchspianisten Natan Sugar. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Jüdische Buchhandlung wiedereröffnet34

  • Aus dem Jüdischen Museum Wien musste die Buchhändlerin Dorothy Singer ausziehen – am Sonntag eröffnete sie ihre nun um ein koscher-milchiges Café erweiterte Buchhandlung Cafe Book Shop Singer neu. Touristen und am jüdischen Wien Interessierte finden am Rabensteig nun auch einen Infopoint der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien.

Full house am Rabensteig: Dorothy Singer lud am Sonntag zur Eröffnung ihres neuen Cafe Book Shop Singer, der nun in Räumlichkeiten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien neben dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) untergebracht ist. Aus dem Jüdischen Museum Wien musste Singer vergangenes Jahr ausziehen... weiter




Chanukka-Regal im koscheren Supermarkt Shefa in der Heinestraße. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Multikulti ist Realität8

  • Der erste Adventsonntag fällt heuer mit dem Beginn von Chanukka zusammen. Schön, dass man im melting pot Wien im einen Geschäft Schokoladenikolos kaufen kann und im anderen Schokolade-Chanukka-Gelt. Was macht eine multikulturelle Gesellschaft aus? Es gibt viele verschiedene Lebensentwürfe und kulturelle Zugehörigkeiten. Jeder kann leben, wie er möchte, dennoch gibt es zwischen den einzelnen Gruppen Berührungspunkte: Einer davon kann die Schule sein, in welcher sich nicht nur die Kinder anfreunden, sondern auch die Eltern miteinander ins Gespräch kommen.

Beim Bäcker war die Dekoration heute Früh rot und schwarz gehalten: Nikolos und Krampi (ja, ich wollte eigentlich Krampusse schreiben, aber der Duden sagt klar: Krampi) beherrschten die Theke. Im koscheren Supermarkt gab es dagegen alles für Chanukka: Kommenden Sonntag zünden wir heuer das erste Licht... weiter




Überlebender des Holocaust und Zeitzeuge Rudolf Gelbard im November 2016. - © APAweb/APA, GEORG HOCHMUTH

Jüdisch leben

Kein Opfer, sondern Kämpfer17

  • Rudi Gelbard (1930-2018), Holocaustüberlebender und lebenslanger Kämpfer gegen Faschismus und Rechtsextremismus, ist nicht mehr. Er starb nach langer, schwerer Krankheit in der Nacht auf Mittwoch in Wien.

Die Trauer in der Wiener jüdischen Gemeinde ist groß. Viele wussten, dass er schwer erkrankt war. Viele vermissten ihn bei Veranstaltungen, zu denen er, wäre es ihm gut gegangen, selbstverständlich gekommen wäre. Und dennoch ist es dann niederschmetternd, wenn die Nachricht eintrifft, er ist nicht mehr. Nun ist es so weit... weiter




Die Historikerin Shoshana Duizend-Jensen spürt in einer Ausstellung im Wiener Stadt- und Landesarchiv der Geschichte von Gebäuden nach, in denen einst Synagogen oder jüdische Einrichtungen untergebracht waren. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Supermarkt in der Synagoge15

  • Die Ausstellung "Geplündert, verbrannt, geräumt, demoliert" im Wiener Stadt- und Landesarchiv zeigt, welche Gebäude heute stehen, wo einst Synagogen sowie jüdische Einrichtungen ihren Platz in Wien hatten. Eine bedrückende Rückschau, die auch den Umgang mit dem, was bis 1938 war, nach 1945 beleuchtet.

Wenn EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker heute mittags den Stadttempel in der Seitenstettengasse besucht, dann ist er in der einzigen Synagoge Wiens zu Gast, welche die NS-Zeit überdauert hat und nach 1945 wieder als solche genutzt wurde und wird... weiter




Tourismus

Touristen sind Superhelden16

  • Ja, sie sind laut, verstopfen die Innenstadt und belästigen die Bevölkerung (fragen nach dem Weg). Aber sie retten täglich Dutzende Pferdln.

Endlich kriegen sie also ihr Denkmal. War aber auch Zeit. Wieso hat man so lange damit gewartet, sie zu ehren, die wichtigste Personengruppe in dieser Stadt? Gut, jetzt wird es ja aufgestellt, das Monument. In bester Lage. Mitten auf dem Stephansplatz... weiter




Severin Groebner ist Kabarettist, Autor und Gründungsmitglied der "Letzten Wiener Lesebühne". Sein neues Buch mit zahlreichen Kolumnen (unter anderem auch aus der "Wiener Zeitung") heißt "Lexikon der Nichtigkeiten" und ist im Satyr-Verlag (Berlin) erschienen.

Glossenhauer

Der Vergleich macht dich sicher14

  • Wir haben in diesem Land vielleicht die größten Experten der Vergleichswissenschaften weltweit. Im Amt und in der Straßenbahn.

Einer der großartigsten Aspekte des Kapitalismus ist es ja, alles mit allem vergleichbar zu machen. Und zwar durch Geld. Wenn etwas viel Geld kostet, ist es grundsätzlich mehr wert als etwas, das wenig kostet. Wie sehr das stimmt, lässt sich täglich an den Börsen dieser Welt beobachten. Oder am Kursverlauf des Bitcoin. Oder der türkischen Lira... weiter




Alexia Weiss - © Paul Divjak

Jüdisch leben

Al-Quds-Tag-Zeit12

  • Der jährliche Aktionstag gegen das Existenzrecht Israels mündet in vielen Städten, auch in Wien, immer am letzten Samstag im Ramadan in eine antisemitische Demonstration. Über ein befremdliches Schauspiel.

Kleine Buben in Uniform waren bei der Al-Quds-Tag-Kundgebung im Vorjahr in Wien zu sehen. "Zionismus ist Faschismus" wurde skandiert. Al-Quds bedeutet auf Arabisch Jerusalem. Der jährliche Aktionstag am letzten Samstag des Ramadan wurde vom Iran ausgerufen – Ziel ist die Befreiung Jerusalems von den Juden... weiter




- © privat

Übrigens

Vielleicht ist eh alles nur halb so wild5

Kaum will ich einmal was Gescheites zum Abendessen haben, nämlich die guten Pommes Frites vom Schnellimbiss in der U-Bahn-Passage, schon beginnt die Welt zu wackeln, weil dem Krobath mag das Schicksal zwar jede Menge Hirngespinste gönnen, aber dass er in aller Ruhe knusprige Kartoffel kauen kann, bis dass endlich die U4 einfährt... weiter




Beschmierungen am Denkmal am Schwedenplatz für sieben Wiener jüdische Kinder, die in Auschwitz ermordet wurden. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Gedankenlos oder antisemitisch?15

  • Beschmierungen im öffentlichen Raum: Manchmal ist die Intention sofort klar. Anderes kann so oder so ausgelegt werden. Ärgerlich ist es in jedem Fall.

Wie oft der kleine Georgy Halpern wohl in seinem kurzen Leben dort vorüber gegangen ist, wo seit vergangenem Frühjahr am Schwedenplatz das Denkmal steht, das an ihn und weitere sechs Wiener jüdische Kinder erinnert, die in der NS-Zeit vom Kinderheim im französischen Izieu nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden... weiter




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