• 23. Juni 2018

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Schlagwortsuche

"Kompromissfindung in der Politik erfordert mehr Geduld", meint Philippe Narval, und dass "Entwicklungsprozesse einfach Zeit brauchen." - © Apa/Georg Hochmuth

Demokratie

"Mit Emotion alleine kommen wir nicht weiter"11

  • Philippe Narval, Geschäftsführer des "Europäischen Forum Alpbach", über die Krise der Demokratie - und wie man sie seiner Meinung nach durch eine vermehrte, gut organisierte politische Bürgerbeteiligung überwinden könnte.

Wiener Zeitung: Herr Narval, Sie sind 1977 geboren. Die Revolte der 1968er haben Sie nicht miterlebt. Wäre das eine spannende Zeit für Sie gewesen? Philippe Narval: Spannend war sie gewiss und wichtig, denn sie erbrachte große reformatorische Leistungen und erfüllte viele legitime Forderungen der gesellschaftspolitischen Mitte... weiter




Die öffentliche Verwaltung und Beamte als tragende Säulen der Demokratie... - © Cartoon: Jugoslav Vlahovic

Beamte

Die unterschätzten Beamten30

  • Die öffentliche Verwaltung wird heutzutage vor allem zum Thema, wenn von Einsparungen die Rede ist. Dabei ist eine funktionierende Administration ein wesentlicher Garant für die Demokratie.

Wiederholt sich die Geschichte? Bereits Max Weber hatte festgestellt, dass der Untergang des antiken Römischen Reichs nicht etwa durch die Völkerwanderungen, den luxuriösen Lebensstil der Eliten oder durch Wirtschaftskrisen hervorgerufen wurde, sondern erst dadurch, dass das besoldete Beamtentum abgebaut worden ist... weiter




Werte-Philosoph Andreas Urs Sommer im imaginären Dialog mit Friedrich Nietzsche.

Interview

"Werte sind ein Findelkind der Aufklärung"57

  • Der Philosoph Andreas Urs Sommer über die Entstehung des Werte-Diskurses im 18. und 19. Jahrhundert - und warum er im Rechtspopulismus keine Gefahr für die Demokratie sieht.

"Wiener Zeitung": Herr Professor Sommer, jeder spricht über Werte, jeder glaubt an Werte, kurz: Werte sind uns wichtig. Wozu dienen sie? Andreas Urs Sommer:Wir nehmen Werte dadurch wahr, dass wir über sie reden, sie dienen uns als Mittel der Kommunikation und der Selbstverständigung... weiter




"Es gibt heute keinen Unterschied mehr zwischen Mitte-Links und Mitte-Rechts. Österreich ist da ein gutes Beispiel", meint Chantal Mouffe - und plädiert für schärfere Kontraste. Foto: Blatakes

Interview

"Konsens gefährdet die Demokratie"55

  • Die Philosophin Chantal Mouffe kritisiert die Sozialdemokratie als Komplizin des Neoliberalismus und plädiert für einen Linkspopulismus mit repräsentativem Anspruch.

"Wiener Zeitung": In ihrem neuesten Buch, "Agonistik - Die Welt politisch denken", schreiben Sie, dass Konsenskultur zu Politikverdrossenheit und Rechtspopulismus führe. Sind Konsensdemokratie und Sozialpartnerschaft keine Erfolge für pluralistische Gesellschaften? Chantal Mouffe: Mit Konsens meine ich die Übereinstimmung in der Mitte... weiter




Das Schloss der Kreisstadt Jever. - © Foto: Hans P. Szyszka/NA/Novarc/Corbis

Demokratie

Digitale Demokratie3

  • Der deutsche Landkreis Friesland hat als weltweit erste Kommune die Beteiligungsplattform "Liquid Feedback" eingeführt. Seitdem kann sich jeder Bürger rund um die Uhr in die regionale Politik einmischen.

Jever, Kreisstadt des Landkreises Friesland, im nordwestlichen Zipfel Deutschlands: Wenn man im ersten Stock des Backstein-Kreishauses Landrat Sven Ambrosy (SPD) bei einer Tasse Tee gegenüber sitzt, sprudelt es aus ihm heraus. Wie es war, damals am Ostersonntag 2012, als er Muße hatte... weiter




Die Politik von Ungarns Premier Viktor Orbán provoziert die Wertegmeinschaft der EU. - © epa/Tamas Kovacs

EU

Verteidigung der Demokratie25

  • Wie das Beispiel Ungarn zeigt, tut sich die EU schwer damit, Verstöße einzelner Mitglieder gegen allgemeingültige Werte und Normen angemessen zu sanktionieren. - Das müsste nicht so sein.

In Viktor Orbán hat Brüssel ein neues Enfant terrible gefunden, das die "Wertegemeinschaft EU" zwingt, Farbe zu bekennen. Waren im Jahr 2000 bilaterale diplomatische Unhöflichkeiten der 14 EU-Mitglieder gegen den Regierungseintritt der Haider-FPÖ gesetzt worden, bevor das Kabinett Schüssel überhaupt etwas Wertbrüchiges getan hatte... weiter




Der hinter bzw. wie hier vor Aktenbergen verschwindende Mensch ist ein beliebter Topos der Bürokratiekritik. Gerade die Gefühllosigkeit eines technokratischen Apparats ist es aber, die am Ende seine Menschenfreundlichkeit ausmacht. Denn ohne Bürokratie ist weder politische noch wirtschaftliche Freiheit denkbar. - © Foto: dpa/Arne Dedert

Extra

Lob der Bürokratie7

  • Kaum etwas ist im öffentlichen Diskurs so billig zu haben wie Kritik an formalisierten Verwaltungsverfahren. Dabei sind sie die Garanten für stabile Demokratien und eine funktionierende Marktwirtschaft.

Kaum eine bürokratische Maßregel rief in der Geschichte Österreichs einen derartigen Widerstand hervor wie die Reform des Bestattungswesens, die Kaiser Joseph II. am 23. August 1784 verfügte. Wie die gesamte Politik des Kaisers, folgte auch diese Verordnung einer Logik der reinen Zweckmäßigkeit... weiter




Karl Kumpfmüller. - Foto: Andreas Pessenlehner © Wiener Zeitung

Friedensforschung

Karl Kumpfmüller5

  • Der österreichische Friedensforscher Karl Kumpfmüller sieht zwar Fortschritte in der Friedenserziehung, hält aber die akademische Forschung auf diesem Gebiet für ebenso krisenanfällig wie die gegenwärtige Form der repräsentativen Demokratie.

"Wiener Zeitung": Bei einer Demonstration gegen FPÖ-Chef Strache an der Uni Graz waren Sie in eine Auseinandersetzung mit einem Polizisten involviert. Ist Österreich eigentlich ein friedliches Land? Karl Kumpfmüller: Natürlich ist Österreich jetzt ein friedliches Land, und im Vergleich zum 19... weiter