• 17. Oktober 2018

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Schlagwortsuche

Fast bedrohlich, in angedeuteter Folklore tanzen die Performer in Richtung Publikum. - © Hubert Marz

Performance-Kritik

Tarnen und Täuschen1

  • Amanda Piña lenkt den performativen Blick an die Grenze der USA und Mexikos.

Es ist eine Sandlandschaft im orangefarbenen Dämmerlicht. Langsam kommt ein Performer nach dem anderen aus dem schwarzen Bühnenhintergrund in einer Art Wiege- und Wechselschritt frontal auf das Publikum zu - musikalisch getragen von Trommeln. An der Bühnenfront angekommen, verschwinden sie wieder im Schatten... weiter




Louise Lecavalier beim Impulstanz Festival. - © Andre Cornellier

Performance-Kritik

Die Bühne, eine Tanzarena3

  • Louise Lecavalier und Fou Glorieux sind ein furioses Duett mit speziellem Bewegungsrepertoire.

Es ist ein Ritter ohne Körper, der Louise Lecavalier zur Tänzerin ohne Emotionen werden lässt. Zumindest in ihrem Stück "Battle-ground", das zurzeit im Rahmen von Impulstanz zu sehen ist. Die 59-jährige Kanadierin und die La-La-La-Human-Steps-Tänzerin wurde von Italo Calvinos Buch "Der Ritter... weiter




Fran ois Chaignaud tanzt und singt en travestie zu spanischen Liedern. - © Nino Laisné

Performance-Kritik

Der Heilige Michael und ein Turmbau zu Babel3

  • Spanische Melodien und Sprachen-Gebrabbel: François Chaignaud und Chris Haring beim Impulstanz-Festival.

Es ist wahrlich ein Kontrast: Melodien aus dem Spanien des 16. und 17. Jahrhunderts, gespielt von einer Liveband, dazu vier simple Prospekte, die im Lauf des Abends hochgezogen werden, um neue Bilder zu schaffen, und Spitzenschuhe, Stelzen sowie folkloristische Kostüme, aber mit modernem Touch... weiter




Cie Willi Dorner, Int. tanzwochen Wien, Schauspielhaus, Juli, 2018 - © Lisa Rastl, Adnan Popovic

Performance-Kritik

Doppelgänger im Selfie-Stress4

  • Willi Dorner zeigt seine jüngste Arbeit "many" im Schauspielhaus.

"Gut Ding braucht Weile", weiß auch der heimische Choreograf Willi Dorner: International bekannt für seine Performances im öffentlichen Raum stellt er sich mit seiner jüngsten Arbeit "many" - diesmal jedoch im Schauspielhaus - im Rahmen des Impulstanz-Festivals dem Selfiewahn und der omnipräsenten Flut von digitalen Bildern... weiter




Nachhallend setzt Dorothée Munyaneza Schicksale in Performance um. - © C. Raynaud de Lage

Performance-Kritik

Die Stimme der Opfer5

  • Dorothée Munyaneza erinnert aufwühlend an den Genozid in Ruanda.

"Unwanted" - unerwünscht: missbraucht, vergewaltigt, verstümmelt, gedemütigt, vernichtet: Performerin Dorothée Munyaneza spricht aus, was man hierzulande zwar weiß, aber in dieser erschütternden Deutlichkeit nicht zu hören oder zu sehen bekommt. Die ruandische Komponistin, Sängerin, Autorin und Choreografin hat es sich zur Aufgabe gemacht... weiter




Catherine Dagenais-Savard und Sacha Ouellette-Deguir in "Crying-Laughing Duet". - © Sylvie-Ann Pare

Performance-Kritik

Pinkeln und Busseln4

  • Marie Chouinard blickt mit 30 Miniaturen auf ihre Laufbahn zurück.

In einem weißen, simplen Kleid betritt eine Tänzerin die Bühne. In der linken Hand ein Glas Wasser, in der rechten einen Metallkübel. Im Profil stehend stellt sie diesen ab, trinkt fast schon majestätisch das Glas Wasser in einem Zug aus. Sie dreht sich ohne sichtbare Emotion zum Publikum, stellt sich über den Kübel und pinkelt hinein... weiter




Beim Choreografen-Doktor. - © Law Kian Yen

Performance-Kritik

Keine Heilung für Choreografen3

  • Choy Ka Fai versucht sich in "Dance Clinic" an Satire.

Man stelle sich vor: Es gibt eine Dance-Clinic, also ein Tanz-Gesundheitszentrum, in dem Choreografen sich kurieren lassen können. Heilung für künstlerische Defizite sozusagen, die dem Erfolg im Weg stehen. Per Wissenschaft und Technologie natürlich, Kunst der Kunst wegen ist hier kein Thema... weiter




Performance-Kritik

Schule des Flirtens5

  • Christine Gaigg sensibilisiert mit "Meet".

Christine Gaigg lud in ihren roten Salon - ein mit paravanähnlichen Wänden abgegrenztes kleines Zimmer auf der Bühne des Tanzquartiers. "Meet" - jemanden kennenlernten oder treffen - nennt die oberöstereichische Performerin ihr experimentelles Format, bei dem alles möglich sein kann, aber nichts zwingend sein muss... weiter




Performative Erkundigungen von Gebrauchsgegenständen. - © Stöcher

Performance-Kritik

Tanz der Dinge1

  • Choreografin Saskia Hölbling sinnentfremdet Dinge des Alltags.

Eine Rodel, ein Autoreifen, ein Stück Abflussrohr, ein Pokal, ein Koffer, Stofffetzen, ein roter Kübel . . . Dinge des Alltags, denen man, hat man sie einmal irgendwo verräumt, keine weitere Beachtung schenkt. Im geordneten Chaos und beleuchtet in melancholischem Schein hat die Performerin und Choreografin Saskia Höbling diese "Things" im... weiter




Intensiv und kraftvoll:

Performance-Kritik

Wir sind wir

  • Anne Teresa de Keersmaeker zeigt Erfolgsstück "Rosas danst Rosas" rund 35 Jahre nach dem ersten Wiener Gastspiel.

Sich mit der Hand durch die Haare fahren, das Kinn auf die Hand stützen oder auch eine zackige Kopfdrehung: Alltagsbewegungen, die jedermann schon ausgeführt hat. In Kombination mit Armschwüngen, Drehungen, gleitenden Erhebungen auf die Fußspitzen entsteht Tanz... weiter




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