• 18. November 2018

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Revuegirls mit Löwenbabys um 1960 im Moulin Rouge, seit 2012 ist es ein Vapiano-Lokal. - © ullstein bild/Imagno; Kadotheum; picturedesk/Kurt Molzer

Stadtleben

Vom Cabaret zur Systemgastro1

  • Nazi-Diktatur, Vergnügungslokal, Kartencasino: die bewegte Geschichte des Moulin Rouge.

Wien. Vom Wohnhaus zum Cabaret, vom Cabaret zum Striptease-Lokal, vom Striptease-Lokal zum Systemgastro-Betrieb: Das Gebäude des Moulin Rouge in der Walfischgasse 11 im ersten Bezirk hat viel erlebt. 1884 als Wohnhaus errichtet, prägte es ab 1913 für Jahrzehnte das Wiener Cabaret und Nachtleben... weiter




Bei Weinwandern kann man gut die Besonderheiten Wiens erkunden. - © APAweb. ROLAND SCHLAGER

Wiener Weinwandertag

Prost auf!6

  • Die Wiener Weinwandertage am Wochenende rufen nicht zuletzt die Besonderheiten Wiens ins Gedächtnis.

Wandern und Wein zusammenbringen - das klingt nach einer Schnapsidee. Das Wandern hat doch eher mit einem Vorwärtsgehen zu tun, ein Schritt nach dem anderen gesetzt, zielstrebig voran. "Frisch auf!", grüßen einander die Wanderer. Das hat etwas Forsches, der Gruß fährt in den Fuß... weiter




"Das letzte Abendmahl" von Bartolomé Esteban Murillo. - © Thomas Schneider

Sevilla

Der Maler mit dem milden Blick28

  • Sevilla feiert heuer den 400. Geburtstag von Bartolomé Esteban Murillo. Eine gute Gelegenheit, Andalusiens Hauptstadt einmal anders zu entdecken.

Ganz ohne Flecken wird es bei der Unbefleckten Empfängnis wohl doch nicht gehen. Deshalb werden Ärmel hochgekrempelt, weiße Kittel übergestreift und Tische mit Zeitungspapier ausgelegt. Es ist noch früh am Morgen, aber die Warteschlange derer, die zu Pinsel, Farbrollen und Sprühdosen greifen wollen, wächst schnell... weiter




Telefonzelle in Wien, bei der Urania, um 1920. - © A1 Telekom Austria AG/Archiv

Stadtgeschichte

Akustische Rückzugsorte16

  • Die Geschichte der öffentlichen Telefonzelle verrät so manches über das Verhältnis von Intimität und Öffentlichkeit.

Im öffentlichen Raum telefonieren zu können, ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Mehr oder weniger ungeniert sprechen wir in unser stets griffbereites Handy, auf der Straße, in der Tramway oder in der U-Bahn. Ob uns jemand zuhört oder nicht, versuchen wir geflissentlich auszublenden... weiter




Rauchende Ruinen - das war alles, was von der Rotunde im Prater übrig blieb. - © Sammlung Hofmann

Stadtgeschichte

Das Ende eines Prachtbaus4

  • "Abschied von der Rotunde" nannte die "Wiener Zeitung" am 18. September 1937 ihren Bericht über die "entsetzliche Katastrophe": Am Tag davor war ein Wiener Wahrzeichen komplett verbrannt.

Es war schier unfassbar, dass Wien binnen einer Stunde eines seiner Wahrzeichen verloren hatte. "Die Rotunde niedergebrannt", schrieb die "Illustrierte Kronenzeitung" und verglich den Brand mit dem des Justizpalastes: "Das größte Feuer seit 10 Jahren". Die Betroffenheit der Wiener war groß... weiter




Blick von der Aussichtsplattform der Kaiserburg auf die Altstadt Nürnbergs. - © Villachica

Stadtgeschichte

"Auge und Ohr" Deutschlands

  • Nürnberg wurde 1525 die erste evangelische deutsche Stadt von Rang. Damit kam der "Boomtown" des Spätmittelalters eine Vorreiterrolle zu. - Eine Spurensuche.

An diesem Frühlingsmorgen ist es noch sehr ruhig rund um eine der Hauptattraktionen der Nürnberger Altstadt: Zwischen Hauptmarkt, Rathaus, Dürerhaus und Kaiserburg liegt die spätromanische Sebalduskirche inmitten mittelalterlicher Gebäude. Dass ein Großteil der Patrizierhäuser wie auch St... weiter




Verblasstes Schild in einem Wiener Hauseingang. - © Nérostrateur / Wikimedia Commons

Kulturgeschichte

Im Schattenreich der Troglodyten

  • In Heimito von Doderers weit verzweigtem Romanwerk tauchen sehr unangenehme Hausmeister und Hausmeisterinnen auf. Einige Überlegungen zu einer tiefsitzenden Antipathie des Autors.

Wer einen (beliebigen) Doderer-Roman zur Hand nimmt, gerät unversehens in die Fänge eines ausgesprochen "conciergeophoben" Autors, der den Hausmeister ins verbale Visier nimmt. Natürlich nicht den Hausbetreuer von heute oder die Gestalten, die Zenker/Patzak in den legendären "Kottan"-Folgen aufleben ließen, sondern den Portier... weiter




Ein letztes Relikt der Wiener Seidenproduktion: Der als Naturdenkmal geschützte Maulbeerbaum im Innenhof des Spitals St. Elisabeth auf der Landstraßer Hauptstraße. - © Hofmann

Stadtgeschichte

Hausherren und Seidenfabrikanten1

  • Im 18. und 19. Jahrhundert war die Produktion und Verarbeitung von Seide in Wien ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Das bekannte Wiener Lied von den "Hausherrnsöhnln" hat also einen realen Hintergrund.

". . . denn unser Vater is a Hausherr und a Seidenfabrikant": Wiener Größen wie Helmut Qualtinger und André Heller, aber auch Wolfgang Ambros haben diesen Klassiker des Wiener Liedes gesungen. Doch was hat es mit den Seidenfabrikanten auf sich? Der Refrain von "D’ Hausherrnsöhnln" ist ein Ohrwurm... weiter




Die "Haut der Stadt": Straße in Pötzleinsdorf, um 1905. - © Sammlung Peter Payer

Stadtgeschichte

Der Puls der Straße2

  • Die rasante Urbanisierung der Stadt Wien um 1900 brachte auch neue Straßenbeläge mit sich, was wiederum zu neuen großstädtischen Bewegungsmustern führte.

Schon Robert Musil wusste, "Städte lassen sich an ihrem Gang erkennen wie Menschen". Gehgeschwindigkeit der Fußgänger und Lebensrhythmus einer Stadt haben, wie der Schriftsteller treffend erkannte, ursächlich miteinander zu tun, auch wenn sich diese Verbindung schon früh ins Klischeehafte verkehrte... weiter




Stadtrandbewohner in Wien,dieser beheimatet in der Lobau.

Stadtgeschichte

Am Rand10

  • Entdeckungsreisen an die Stadtgrenze Wiens - Vegetationskontrollfahrten an die Ränder der Donaumetropole.

Es ist recht einsam, da am Ende der Großstadt. Man befindet sich zwar noch innerhalb der geografischen Grenzen der Metropole, aber die sozialen Kontakte und das gesellschaftliche Leben sind hier schon etwas ausgefranst. Außer man ist Heurigenwirt am Kahlen-, Leopolds- oder Bisamberg. Da kommen die Leute in Scharen, wenn der Buschen draußen hängt... weiter




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