• 21. April 2018

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Betörender Bariton: Matthias Goerne. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Konzertkritik

Eine Frage der Spannung9

  • Matthias Goerne und einige Unruhe bei einem Liederabend an der Staatsoper.

Kaum hatte der Liederabend begonnen, war es auch schon geschehen. Matthias Goerne unterbrach und machte, verärgert und fassungslos, darauf aufmerksam, dass das so nicht ginge: fotografieren mit Blitz, und das beim ersten Lied. Es ließe sich an dieser Stelle ausführlich über die Herkulesaufgabe eines Liederabends heutzutage diskutieren... weiter




Konzertkritik

Beethoven in der Manege7

  • Teodor Currentzis im Wiener Konzerthaus.

Die Dramaturgie wirkte befremdlich. Warum eine Programmierung, die einen Bühnenumbau so kurz vor der Pause notwendig macht für eine gerade einmal fünfminütige Komposition? Jedoch: Nach besagten fünf Minuten war jegliche Verwunderung vergessen. Gespielt vom Orchester MusicAeterna, war Mozarts "Figaro"-Ouvertüre durch den Saal gefegt... weiter




Konzertkritik

Ritter der Extreme7

  • Ivo Pogorelich begeistert im Wiener Konzerthaus.

Tatsächlich ist es Pogorelich, der da bereits vor Konzertbeginn am Klavier sitzt und die Finger über die Tasten gleiten lässt. Pogorelich in Wohlfühlhose und mit Haube. Als überlege er sich gerade, was er mit den Stücken denn heute anstellen könne. Erst zwei Minuten vor Beginn wird er von der Bühne geholt... weiter




Ein Traum, der zerrinnt, ein Mythos, der bleibt: Bob Dylan (hier bei einem Auftritt in Los Angeles) gastierte in Wien. - © REUTERS/Mario Anzuoni

Pop

Du sollst dir kein Bildnis machen16

  • Bob Dylan machte im Rahmen seiner Never Ending Tour in der Wiener Stadthalle Halt.

"Something is happening / but you don’t know what it is." Längst hat es sich herumgesprochen: Konzerte von Bob Dylan können außer unberechenbar sehr gerne auch rätselhaft sein. Wobei sich die vermutlich auch deshalb, also aufgrund von Erfahrungswerten nur 8500 in die Wiener Stadthalle gepilgerten Jünger seit einigen Jahren zumindest auf eine... weiter




Konzertkritik

Kurioses Menü

  • Sakari Oramo dirigierte die Wiener Philharmoniker.

Es ist schon eine seltsame Mischung, die man sich für dieses Konzert überlegt hat. Erst Jean Sibelius’ "Pohjolas Tochter", dann Rued Langgaards sechste Symphonie, ein Komponist der dänischen Moderne, den es noch zu entdecken gilt, und schließlich Edward Elgars Konzert für Violoncello und Orchester. Das ist wie Schweinsbraten mit Vanilleeis... weiter




Konzertkritik

Klangforum: Ein Abend der offenen Grenzen

Die oftmals erbittert verteidigten Grenzen puristischer Neuer Musik - sie fransen aus und werden selbst in den Hochburgen traditionsbewusster Kulturpflege beherzt überschritten. So etwa am Donnerstag durch das Klangforum Wien: Beginnend mit einem Stück aus Bernhard Langs nicht enden wollendem Zyklus "Differenz und Wiederholung" verband sich... weiter




Konzertkritik

Lodernde Nachtschatten3

  • Liederabend von Elina Garanča im Musikverein.

Ihr Weg zum Ton ist ein sehr direkter. Auf Umwege oder üppige Verzierungen verzichtet sie. Das klangliche Umgarnen ist ihre Sache nicht. Die Stimmführung von Elina Garanča ist dabei geradlinig. Ihr warm abgerundeter Mezzosopran ist mit einem zarten Vibrato durchzogen, das Garanča bei Bedarf in feinen Nuancen zu intensivieren versteht... weiter




Konzertkritik

Forsche Mitteilungen

  • Andres Orozco-Estrada dirigierte die Philharmoniker.

Der neue Chefdirigent der Wiener Symphoniker ein großes Mitteilungsbedürfnis. Musikalisch versteht sich. Ganze zweieinhalb Stunden dauert das Programm, mit dem die Wiener Philharmoniker unter dem Dirigat Andrés Orozco-Estradas statt unter dem des erkrankten Zubin Mehta auch andere Länder Europas bereisen... weiter




Marco Michael Wanda, Sänger der Wiener Band Wanda, bei einem weiteren schweißtreibenden Arbeitseinsatz vor Konzertpublikum. - © APA/Herbert Pfarrhofer

Konzertkritik

Wir sind jetzt per Schatzi31

  • Die Wiener Band Wanda gastierte in der seit Monaten ausverkauften Wiener Stadthalle.

Den Auftakt macht der Nino aus Wien. Das passt allein schon deshalb gut, weil der Mann mit dem T-Shirt einer amerikanischen Industrie-Whiskey-Brennerei erklärt, dass es heute neben Amore auch um, tschecheri, tschechera, die Sehnsucht nach Produkten der Destilleriezunft gehen wird... weiter




Konzertkritik

Weiche Wogen und ein mysteriöses Feuerwerk

Beinahe glaubt man sich auf einem Schiff. Mirga Grazinyte-Tyla steuert das City of Birmingham Symphony Orchestra durch den Abend, einmal mehr, einmal weniger wendig. Richard Wagners Vorspiel zu "Tristan und Isolde" dirigiert sie weich, ihre Hände zeichnen die Wellen, die Musiker geben Breite, das Tempo ist sehr gemäßigt... weiter




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