• 17. August 2018

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Extrem-Dirigent Teodor Currentzis. - © Salzburger Festspiele/M. Borelli

Konzertkritik

Die "Neunte" - ohne Zweifel grenzgenial6

  • Faszinierende Bruchlandungen: Currentzis interpretiert Beethoven in Salzburg.

Teodor Currentzis ist nicht zuletzt deshalb Senkrechtstarter in der Szene, weil der Außenseiter mit seinen Ensembles "musicAeterna" (im Grundstock nach wie vor von der Oper im sibirischen Perm) das Unorthodoxe zum Markenzeichen erklärt hat. Keine Currentzis-Interpretation, die nicht Potenzial zum Polarisieren in sich trüge... weiter




Konzertkritik

Schumann ganz nahe

  • Bariton Matthias Goerne bei den Salzburger Festspielen.

Im Eichendorff-Liederkreis op. 39 fasst Robert Schumann die Motive der Romantik wie für ein tönendes Lexikon zusammen. Ein jedes Lieder ist gleichsam Spiegel für die Befindlichkeit einer Epoche, die sich im Individuum niederschlägt. Oder ist es genau umgekehrt, geht es um den Menschen als Solitär... weiter




Konzertkritik

Dem Kirchenraum weit entwachsen2

Eigentlich verwunderlich: Warum wird Franz Schuberts geistlicher Schwanengesang, die Messe Es-Dur D 950, gar so selten gespielt? Sie ist neben Mozarts c-Moll-Messe und der Missa solemnis von Beethoven ein herausstechendes Beispiel für Musik, die Kirchenraum und Liturgie weit hinter sich lässt. Und sie ist ein Solitär ihrer Gattung im 19... weiter




Gläserne Unheilsrufe: Sopran Christiane Karg. - © Gisela Schenker

Konzertkritik

Der Abgrund unter der Blumenwiese1

  • Christiane Karg mit Liedern von Tod und Verzweiflung in Salzburg.

Um das Publikum zu erschrecken, muss man nicht unbedingt auf die Pauke hauen. Es kann auch eine plötzliche Todesstille ins Mark fahren. "Warum", tönt der Sopran von Christiane Karg, "singt denn mit so kläglichem Laut / die Lerche in der Luft? / Warum steigt denn aus dem Balsamkraut / hervor ein Leichen . . ... weiter




Werken spanischer Komponisten widmete Rolando Villazón seinen Liederabend. - © apa/hkt/Neumayr/Leo

Konzertkritik

Spanischzüngige Liederfürsten6

  • Rolando Villazóns Liederabend bei den Salzburger Festspielen.

Lässt ein Sänger die "Deutschen Volkslieder" von Brahms in Madrid, Buenos Aires oder Lima hören, könnte es leicht sein, dass das Verständnis seitens der Zuhörer an Grenzen kommt. Nicht viel anders geht es uns mit dem Spanischen "aus der alten und der neuen Welt", dem Rolando Villazón seinen Festspiel-Liederabend widmete... weiter




Konzertkritik

Intime Zeichnungen

  • Starpianist Evgeny Kissin gastierte in Salzburg.

Vor 30 Jahren debütierte der damals siebzehnjährige Evgeny Kissin mit den Moskauer Virtuosen an der Salzach. Rasch zu einem Fixstern am Klavierhimmel geworden, ist er seitdem regelmäßig zu Gast im ausverkauften Großen Festspielhaus, das bei seinem Spiel zu einem intimen Konzertsaal zu schrumpfen scheint... weiter




Konzertkritik

Zu groß für das Kleine - und umgekehrt1

Arcadi Volodos reitet ein gar seltsames Steckenpferd. Er hat sich der Musik von Federico Mompou verschrieben, ihm sogar eine CD gewidmet. Volodos ist mit dieser abseitigen Vorliebe immerhin nicht ganz allein. Wikipedia weiß sogar von zwei weiteren CD-Einspielungen der "Música callada", einer Sammlung von 28 Klavierstücken... weiter




Konzertkritik

Lauterkeit allein ist nicht genug2

Von protestantischer theologischer Erbsenzählerei zu sinnlich erlebbarem Katholizismus: So könnte man den Eindruck der Aufführung von Bachs h-Moll-Messe bei den Salzburger Festspielen beschreiben. Ob’s aber so gemeint war? Das Collegium Vocale Gent, 1970 von Philippe Herreweghe gegründet... weiter




Joan Baez bleibt mit ihren Liedern politisch. - © APA/HERBERT PFARRHOFER

Konzertkritik

Joan Baez: Wenn eine Legende erzählt22

  • Die US-Sängerin machte mit ihrer Abschiedstour im Konzerthaus Halt. Sie klang anders als früher.

Als die 77-jährige Dame unter tosendem Applaus auf die Bühne kommt, nimmt sie erst einmal einen Schluck aus ihrem Becher und lächelt ins Publikum. Erst als sie den ersten Ton anstimmt, wächst sie wieder zu der Woodstock-Legende, die in einem Atemzug mit ihrem Ex-Freund Bob Dylan oder Janis Joplin genannt werden kann... weiter




Melody Gardot begleitet sich am Klavier. - © Rainer Rygalyk

Konzertkritik

Und immer wieder "Auf Wiedersehen"10

  • Melody Gardot schuf beim Jazz Fest in der Staatsoper intime Momente, Louie Austen fand es "leiwand".

Die Gerti konnte leider nicht kommen. Die Gesangslehrerin von Louie Austen ist aber auch schon 96, und er hat ihr halt gesagt: "Mocht nix, i schick dir a Postkortn." Der Sänger mit der untadeligen Garderobe - weißer Anzug, weißer Hut, weiße Schuhe - war beim Jazz Fest Wien in der Staatsoper angetreten, um sein neues Projekt vorzustellen... weiter




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