• 25. Mai 2018

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Schlagwortsuche

Mit Suggestivkraft: Thomas Loibl. - © Matthias Horn

Theaterkritik

Man sieht nur die im Dunkeln2

  • Am Residenztheater in München verbannt Martin Kuej Schillers "Don Karlos" in die Dunkelheit.

Seit die Würfel für den Chefsessel des Burgtheaters für Martin Kušej als künftigem Direktor des wichtigsten deutschsprachigen Theaters gefallen sind, werden auch seine Münchner Inszenierungen zu einer Wiener Angelegenheit. Wenn er sich wie heuer Schillers "Don Karlos" vornimmt... weiter




Die Orestie von Aischylos unter der Regie von Ersan Mondtag. - © Armin Smailovic

Theaterkritik

Unter Ratten5

  • "Orestie" als Thriller mit wenig Botschaft: Ersan Mondtag zeigt das antike Drama als Nager-Saga.

Der Vater hat die Tochter geopfert. Die Frau hat ihren Mann betrogen und erschlagen; der Sohn wiederum hat die eigene Mutter umgebracht und verliert darüber den Verstand. Braucht es mehr Gräuel? In einer der Vorgeschichten des berühmten Atriden-Mythos werden dem Vater seine eigenen Kinder als Schandmahl aufgetischt... weiter




- © Georg Soulek/Burgtheater

Theaterkritik

Vergnügliches Antitheater8

  • "Der Große Marsch" mit Schauspielstudenten im Burg-Kasino.

"Weg vom Gesellschafts-Aufriss-Getöse des Theaters!" Das forderte Wolfram Lotz, Jahrgang 1981, zuletzt in seiner Hamburger Poetikvorlesung im Herbst. Über die Anmaßungen, Unarten und Irrwege auf den Bühnen darf gelacht werden. In seinem Erstling "Der Große Marsch" (2011) wird ein blauäugig die Wahrheit suchender Theaterdichter von der... weiter




Arabische Sangestradition trifft auf Mittelalter-Epos. - © Janto Djassi

Theaterkritik

Kopf ab

  • Ein Kreuzzug-Epos auf Arabisch: Wael Shawky gastiert mit dem Rolandslied bei den Festwochen.

Es gibt Theaterabende, die sind theoretisch vielversprechend, erweisen sich in der Praxis aber als eher lähmende Veranstaltungen. In diese Riege ließe sich auch "The Song of Roland: The Arabic Version" einreihen. Das Gastspiel von Wael Shawky feierte nun im Rahmen der Wiener Festwochen im Theater an der Wien Premiere... weiter




Theaterkritik

Bye-Bye Bytes2

  • Tiefgründige und vielschichtige Sci-Fi-Dystopie im Schauspielhaus.

Wie verändern die schier unbegrenzten digitalen Überwachungsmöglichkeiten unser Empfinden von Wirklichkeit? Welche Überformungen gehen mit der digitalen Welt einher? Der Theaterabend "Digitalis Trojana", von Dramatiker Bernhard Studlar und Schauspielhaus-Intendant Tomas Schweigen... weiter




Die traurigen Clowns in der Kunst-Geisterbahn bleiben die Katharsis schuldig.

Theaterkritik

Endlos durch die Alarmkulisse11

  • Dries Verhoevens "Phobiarama" als Festwochen-Geisterbahn vor dem Museumsquartier.

Unschuldige Landkinder nennen sie Puff-Autos. Weil sie so schön zusammenpuffen im Autodrom. Wer dafür noch zu klein ist, wird ohne Lenkungshoheit im Kreis geführt. Auf uns, die Großen, warten im "Phobiarama" zehn Zweisitzer an einer endlosen Rollenkette... weiter




Luis Lüps, Gottfried Neuner. - © A. Friess

Theaterkritik

Schöner Scheitern14

  • Trashige Satire über Afrikas Elend als Uraufführung in der Drachengasse.

Der Autor hat zehn Jahre am Stoff gearbeitet. Hat sich Afrika, nein, nicht einem Staat, sondern dem ganzen Kontinent in all seinen Facetten gewidmet. Er hat dabei ein monströses Werk geschaffen, das nun auf knappe 1.500 Blätter gekürzt uraufgeführt wurde... weiter




Theaterkritik

Verbrechen, Versöhnung

  • Sehenswerte "Donadieu"-Produktion der Wiener Scala.

Ein ins Feuer starrender Mann in einer Halle mit langem Tisch, Stühlen, Schreibpult, Glocke und Treppe; Gesänge im Hintergrund und eine Passage aus Conrad Ferdinand Meyers Ballade "Die Füße im Feuer" - das vermittelt jene Atmosphäre, die das 1953 uraufgeführte Schauspiel "Donadieu" braucht... weiter




Tim Breyvogel und Michael Scherff im Netz des Systems. - © Landestheater/Alexi Pelekanos

Theaterkritik

Turner im korrupten Netzwerk12

  • "Der Revisor" von Gogol neu verpackt von Sandy Lopičić in St. Pölten

In der Komödie "Der Revisor" führte Nikolai Gogol einen korrupten Stadthäuptling als betrogenen Betrüger vor. Ein zeitloses und interkulturelles Thema, auf den Bühnen zumeist fein ausgestattet in russischem Kolorit. Doch im NÖ Landestheater schaukelt es sich auf zur fulminanten Mischung von Brettl-Scharfzüngigkeit und Kasperliade mit... weiter




Unterdrückte Gewalt: Michael Dangl, Judith Rosmair, Susa Meyer, Marcus Bluhm (v. l. n. r.). - © Moritz Schell

Theaterkritik

Kotze auf Kokoschka4

  • Zivilisationsverlust mit Tulpen: "Der Gott des Gemetzels" im Theater in der Josefstadt.

Knusperinchen ist tot. Der Staubsaugerroboter war es nicht, der auf der Josefstädter Bühne schon seine Runden zieht, noch bevor das Gemetzel überhaupt beginnt. Der Hamster Knusperinchen wurde von Michel (Marcus Bluhm) ausgesetzt, in einem Akt der beiläufigen Brutalität... weiter




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