• 24. September 2018

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Schlagwortsuche

Martina Ebm (Lisa) und August Zirner (Frederic Trömerbusch). - © R. Newman

Theaterkritik

Kulturmacher im Almtal9

  • "Vier Stern Stunden" von Daniel Glattauer in den Kammerspielen uraufgeführt.

Ein verpatzter Literaturabend für die Gäste eines Hotels im oberösterreichischen Almtal. Bis auf eine verglaste Raucherkabine wurde hier lang nichts investiert. Zwei Polstersessel, Teak und Sparbezüge, warten auf einen vorgeblich weltberühmten Autor, eine wohlvorbereitete Kulturjournalistin als Fragetante... weiter




- © Reinhard Maximilian Werner

Theaterkritik

Teufelskerl allein zu Haus6

  • Nicholas Ofczarek marschiert durch Klaus Manns "Mephisto", die Burg-Aufführung erstarrt in Pose und Behauptung.

Nachtschwarze Bühne. Ein schmaler Streifen Licht fällt auf einen Mann in weißem Anzug. Er setzt sich an den Bühnenrand und spannt ein Blatt Papier in die Schreibmaschine, tippt, die Buchstaben leuchten im Bühnenhintergrund auf: "M e p h i s t o". Beim letzten Buchstaben, der auf das Papier schlägt... weiter




Anja Herden als Shylock und Evi Kehrstephan als Jessica. - © APAweb,HERBERT NEUBAUER

Theaterkritik

Die Büchse der Badora31

  • Shakespeares "Kaufmann von Venedig" als Wechselspiel im Volkstheater.

Klatscht, liebe Gäste, so laut ihr könnt! Ein Applaus-O-Meter, vom Bundesamt für Populismus geeicht, zählt eure Dezibel. Welcher Jude soll dem "Kaufmann von Venedig" das als Pfand für einen Kredit verfallene Herz aus der Brust schneiden? Wie Lose in einer Auktion werden drei Juden-Typen zum Messer gerufen... weiter




Schikane im Stechschritt: Rafael von Bargen als tretender Nazi-Steward, links Roman Schmelzer, rechts Sandra Cervik und Ulrich Reinthaller. - © Sepp Gallauer

Theaterkritik

Kritische Kurssetzung22

  • Politisches Kommentartheater: Daniel Kehlmanns "Die Reise der Verlorenen" in der Josefstadt.

"Und Sie, begnadet mit später Geburt, denken vielleicht gerade: ,Wer weiß, wie ich gehandelt hätte?‘ Aber ich verrate Ihnen was: Falls Sie wirklich nicht wissen, wie Sie gehandelt hätten, dann wissen Sie es schon. Dann hätten Sie gehandelt wie ich." Das sagt Otto Schiendeck (Raphael von Bargen), Ortsgruppenleiter und Nazispion auf der "SS St... weiter




Samuel Finzi im Spiel mit sich selbst. - © Bernd Uhlig

Theaterkritik

Beine breit und durch

  • Ein-Personen-Stück mit zwei Schauspielern: die Roman-Adaption "Kommt ein Pferd in eine Bar" im Akademietheater.

"Kommt ein Pferd in eine Bar" - die Pointe zu diesem Witz wird man an diesem Abend nie zu hören bekommen. Dafür eine ganze Menge andere Unterste-Schublade-Witze, die Dov Grinstein zu bieten hat. Der Stand-up-Komiker absolviert einen Auftritt in der israelischen Industriestadt Netanja... weiter




Das kultische Theater der Antike erweckt Ulrich Rasche mit modernen Mitteln zu Leben. - © Festspiele/Uhlig

Theaterkritik

Schreiten im endlosen Dreh4

  • Die Salzburger Festspiele zeigen "Die Perser" von Aischylos im Landestheater.

90 Minuten reichten Michael Thalheimer für Aischylos’ Nachspiel nach den von König Xerxes verlorenen Schlachten von Salamis und Plataiai 480/89 v. Chr. Das Akademietheater behält seine "Perser" als routiniert intimes Vater-Mutter-Kind-Trauerspiel noch im Angebot... weiter




Karl May schreibt seine alternative Biografie: Wolfgang Lesky und Mark Mayr in "Karl MayBe". - © Bettina Frenzel

Theaterkritik

Zurück bei Old Shatterhand9

  • Karl Mays Lebensreise wird im Theater im Bunker in Mödling nacherzählt.

Gewunden wie Ganglien im Hirn der Weg, 1000 Meter lang, über Beton, Bretter, Mulch, Sand und einen Lianendschungel hindurch im "Theater im Bunker" in Mödling. Ein passender, weil metaphorischer Raum. Denn Karl May hinterließ in seinen Abenteuerromanen die unbestritten gigantischste Kopfgeburt der deutschen Literatur... weiter




Gewagt - gewonnen: Einspringer Philipp Hochmair prägt auf eigene Weise den "Jedermann". - © apa/Gindl

Theaterkritik

Jedermann ist ein Partytiger22

  • Das Salzburger Festspielpublikum bejubelt den Titelrollen-Einspringer Philipp Hochmair.

Schafft er’s, oder schafft er’s nicht? Erst einmal, 1932, ist es in der Geschichte der Salzburger Festspiele passiert, dass Ersatz für einen Jedermann gefunden werden musste. Damals sprang Raul Lange für Paul Hartmann ein. Am Donnerstagabend war der historische Einzelfall notgedrungen Geschichte: Philipp Hochmair sprang für Tobias... weiter




Wenn die Psyche in Schieflage gerät: Samuel Finzi und Mavie Hörbiger. - © Salzburger Festspiele/Bernd UhligVideo

Theaterkritik

Kampf gegen Windmühlen3

  • Samuel Finzi verzettelt sich in David Grossmans "Kommt ein Pferd in die Bar".

Während das Publikum die Plätze im Republic einnimmt, einer Nebenspielstätte der Salzburger Festspiele, erklingt Barmusik. "Que será, será". Am Bühnenrand steht ein Pianino ohne Verschalung, man blickt in das Innenleben, die nackte Mechanik, symptomatisch für die bevorstehende Innenschau des Stand-up-Comedian Dov Grinstein aus David Grossmans Roman... weiter




Essen oder Nicht-Essen? Josef Ostendorf, Sophie Rois und Marc Hosemann bei McDonalds. - © apa/B. Gindl

Theaterkritik

Krankheit Leben19

  • Frank Castorf arbeitet sich auf der Perner-Insel grandios an Knut Hamsuns Roman "Hunger" ab.

"Swastika" ist das erste Wort, das an diesem Abend fällt. Swastika benennt jenes jahrtausendealte religiöse Symbol, das die Nationalsozialisten zum Hakenkreuz entstellten. Der Schauspieler Marc Hosemann brüllt das Wort ein ums andere Mal, wie von der Tarantel gestochen tigert er über die Bühne... weiter




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