• 20. September 2018

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Martina Ebm (Lisa) und August Zirner (Frederic Trömerbusch). - © R. Newman

Theaterkritik

Kulturmacher im Almtal7

  • "Vier Stern Stunden" von Daniel Glattauer in den Kammerspielen uraufgeführt.

Ein verpatzter Literaturabend für die Gäste eines Hotels im oberösterreichischen Almtal. Bis auf eine verglaste Raucherkabine wurde hier lang nichts investiert. Zwei Polstersessel, Teak und Sparbezüge, warten auf einen vorgeblich weltberühmten Autor, eine wohlvorbereitete Kulturjournalistin als Fragetante... weiter




Mit "Lear" gegen die Bomben anspielen: Michael König als "Sir". - © Herwig Prammer

Theaterkritik

Theaterkönig im Bombenhagel6

  • Die Wiener Kammerspiele zeigen "Der Garderober" von Ronald Harwood.

Luftschlacht um England 1940/41. Die Theaterkunst trotzt in ihrer - wenigstens auf dem Papier - edelsten Blüte, nämlich mit Shakespeares "König Lear", den Luftschutzsirenen. Der altersgrantelnde Prinzipal einer Tourneetruppe will es noch einmal wissen: "Lear" heute zum 228. Mal. "Ich kann nicht, darf nicht, will nicht absagen... weiter




Beste Feindinnen: Martina Ebm und Sandra Cervik (r.). - © Sepp Gallauer

Theaterkritik

Die beige Gefahr7

  • Heitere Schlangengrube: "All about Eve" in den Kammerspielen.

"Die Karriere einer Frau ist schon komisch. All die Dinge, die man auf dem Weg der Karriereleiter runterfallen lässt, damit man schneller weiterkommt - man kommt irgendwann drauf, dass man sie noch gebraucht hätte" - das sagt die Schauspielerin Margo Channing, gespielt von Bette Davis, im Film "All about Eve" aus dem Jahr 1950... weiter




Erst Konfettiregen, dann Katerstimmung: Nentwich, MacDonald, Lohner und Schüsseleder in Schampuslaune. - © Herwig Prammer

Theaterkritik

Na dann prost11

  • Nur ein leichter Kater: Uraufführung von Thomas Vinterbergs "Suff" in den Kammerspielen.

Regina, ja Regina hat wirklich zu viel getrunken. Das ist ein Running Gag zu Beginn von Thomas Vinterbergs und Mogens Rukovs neuem Stück "Suff". Regina ist nämlich jetzt tot. Zu ihrem Begräbnis schaffen es ihre vier Freundinnen leider nicht. Zu besoffen... weiter




Die Bühne wird zum Gerichtshof: v. l.: Pauline Knof, Martina Stilp-Scheifinger, Julia Stemberger und Susa Meyer. - © Erich Reismann

Theaterkritik

Leben gegen Leben17

  • Wiener Kammerspiele zeigen Ferdinand von Schirachs Justizdrama und Bühnenhit "Terror".

"Das Gesetz stattet Sie mit der Macht aus, über das Schicksal eines Menschen zu entscheiden." Mit richtungsweisenden Worten beginnt der Theaterabend "Terror" in den Wiener Kammerspielen. Die "Richterin" spricht das Publikum als Schöffen an. Der Vorhang hebt sich, das Gericht tagt, das Spiel beginnt... weiter




Im Zug: Markus Kofler, Boris Pfeifer, Alexander Pschill. - © Rita Newman

Theaterkritik

Lasst mich die Felsspalte auch noch spielen!5

  • Gelungene Komödie vom Typus Holterdipolter: "Die 39 Stufen" in den Wiener Kammerspielen.

Vier Schauspieler sind in der neuen Produktion der Kammerspiele zugange. Das muss man sich immer wieder vor Augen halten. Denn Rollen gibt es in "Die 39 Stufen" deutlich mehr. Es handelt sich um die komödiantische Umgestaltung eines Krimis von John Buchan, den man gemeinhin in der Filmversion von Alfred Hitchcock kennt... weiter




Shakespeare ist verliebt: Dominic Oley und Swintha Gersthofer. - © Jan Frankl

Theaterkritik

Der Stoff, aus dem Viola ist8

  • Zwischen Pflichtpoesie und immergrüner Theaterseligkeit: Die Kammerspiele zeigen ein Filmremake von "Shakespeare in Love".

Was Anno 1600 vielleicht als "Comedie von Romeo und Ethel der Piratentochter und einem Hund, indes durch der Bürgerstochter Viola Lieb zum Theater und Herren William Shakespeare in die Tragedie von Romeo und Juliet verwandelt" affichiert worden wäre, ließ sich John Madden für seinen Film "Shakespeare in Love" einfallen... weiter




Wollen weiter Herren zum ewigen Frieden verhelfen: Marianne Nentwich, Martin Niedermair, Elfriede Schüsseleder. - © Herwig Prammer

Theaterkritik

Massenmord in Pastell6

  • Die "Golden Girls" als Serienkiller: "Arsen und Spitzenhäubchen" in den Wiener Kammerspielen.

Dass ältere Damen mitunter mit Vorsicht zu genießen sind, weiß man nicht erst seit Elfriede Blauensteiner. Filmfreunde wissen das schon seit der Komödie "Arsen und Spitzenhäubchen", in der Cary Grant die Leichen im Keller seiner Tantchen findet. Der Film basiert auf einem Theaterstück von Joseph Kesselring... weiter




Herzenswunden: Michael Dangl und Alma Hasun. - © Sepp Gallauer

Theater

Verführung mit Hintergedanken3

  • "Die Kehrseite der Medaille" von Florian Zeller in den Kammerspielen.

Zwanzig Jahre leben Daniel und Isabell schon zusammen. Da kann man einander gar nichts mehr vormachen. Falsch! Aus Rücksicht auf die Empfindlichkeiten des Partners wird geflunkert, und ebenso, um eigene Interessen durchzusetzen. Doppelzüngigkeit wäre ein zu hartes Wort für den Konversationsalltag zu zweit... weiter




Betriebsweihnachtsfeier auf US-amerikanische Art. - © Rita Newman

Theaterkritik

Weihnacht im Kaufhaus-Wunderland9

  • Das Jukebox-Musical "Winter Wonderettes" in den Kammerspielen.

"Man kann in diesen Tagen anscheinend in kein Regionaltheater gehen, ohne über eine Wonderette zu stolpern", witzelte das Branchenmagazin "Variety" schon vor Jahren zur Vorweihnachtszeit. Was ist eine "Wonderette"? Wonder ist klar - heißt Wunder. Dahinter schiebt sich der sündhaft süße Reiz von Midinetten, Grisetten, Soubretten ins Ohr... weiter




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