• 16. November 2018

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Bedrohliche, heterogene Töne: Olga Neuwirth. - © Lukas Beck

Konzertkritik

Erbarmungslose Gemütlichkeit1

  • Der Stummfilm "Die Stadt ohne Juden", mit neuer Musik von Olga Neuwirth.

Im Land herrscht Krisenstimmung: Die Armut greift um sich, die Mittelschicht fühlt sich vom Abstieg bedroht. Wie praktisch, dass man die Schuld dafür einer Minderheit in die Schuhe schieben kann, die der populistische Bundeskanzler auf Druck radikaler Kräfte prompt des Landes verweist... weiter




Die Leidenschaften lodern vor allem in der Musik: Olivia Vermeulen (Saiko) und Andrè Schuen (Josuke). - © Bregenzer Festspiele/Anja Köhler

Opernkritik

Aus einem Schneckenhaus4

  • Große Momente: Uraufführung von Thomas Larchers Oper "Das Jagdgewehr" bei den Bregenzer Festspielen.

Es gibt Geschichten, die lassen sich fast so einfach auf eine Bühne stellen wie ein Fertigteilhaus auf eine grüne Wiese. Thomas Larcher, der 54-jährige Tonsetzer aus Tirol, hat es sich für sein Operndebüt aber nicht leicht gemacht - und den Briefroman "Das Jagdgewehr" gewählt... weiter




Oper

Aus der Zeit gefallen

  • Klaus Lang-Uraufführung als Prolog in Bayreuth.

Eine Uraufführung in Bayreuth - das gab es seit "Parsifal" nicht mehr. Zum (maßvollen) Erneuerungsehrgeiz von Katharina Wagner gehört auch, die Aufforderung ihres Ahnen, "Macht Neues!" wörtlich zu nehmen. Leider nicht im Markgräflichen Opernhaus - gegen den notwendigen Probenbetrieb im barocken Baukunstwerk haben die Betreiber ihr Veto eingelegt... weiter




Festival

Bregenz: Mit dem "Jagdgewehr" zur "Carmen"-Reprise

Bregenz. (irr) Es war einer ihrer ersten Schritte am neuen Dienstort: Noch bevor Elisabeth Sobotka 2015 offiziell als Bregenzer Festspiel-Chefin begann, stellte sie die Weichen für eine Uraufführung am Bodensee. Das Herzensprojekt erblickt nun in diesem Sommer das Licht der Bühne... weiter




Widrige Umstände: Krzysztof Penderecki wird keine "Phädra" schreiben. - © apa/Marek Beblot

Staatsoper

Penderecki sagt ab

  • Die Staatsoper muss "Phaedra"-Uraufführung streichen.

Wien. (eb) Ein bitterer Schlag für Staatsoperndirektor Dominique Meyer: Er muss die Uraufführung der Oper "Phädra" absagen. Der polnische Starkomponist Krzysztof Penderecki (84) hat wegen "widriger Umstände" um Entbindung von der Vereinbarung für das Auftragswerk gebeten... weiter




Ein Prosit der Gemütlichkeit: zoologisches Zusammensein bei Wien Modern. - © Armin Bardel

Wien Modern

Feiern wie die Bürohengste4

  • Firmenparty am Gipfelpunkt der Peinlichkeit: die hanebüchene Oper "Die Antilope" bei Wien Modern.

Keine Frage: Firmenfeiern sind eine heikle Sache. Beginnt der Abend meist mit einer verspannten Chefrede, schlägt er unter Beimischung des Teufelchens Alkohol rasch ins Gemütvolle um und endet nicht selten in Fällen von Zwischenmenschlichkeit, die am Folgetag für Bürotratsch bürgen... weiter




Eine mit Folklore gespickte Revue. - © Wonge Bergmann

Performance-Kritik

Identität aus der Museumslade7

  • Jan Fabre zeigt die Uraufführung von "Belgian Rules/Belgium Rules" beim Impulstanz-Festival.

Wer sich vor dem Gang zum Impulstanz im Leopold Museum auf die Konzepte und Relikte aus 40 Jahren dargestellter Kunst einlässt, weiß sich von Jan Fabre live enttäuscht. Die knapp vier Stunden lange, pausenlose Nummernrevue "Belgian Rules/Belgium Rules" zwingt den Zuschauer in eine mit Folklore gespickte, nationale Nabelschau... weiter




Nein, das ist kein Hitler-Gruß: Vulkanier bei ihrer rituellen Grals-Enthüllung. - © Jan BauerVideo

Opernkritik

Sternstunde des Stümpertums54

  • Sinnfrei, planlos und spannungsarm: Die Festwochen erreichten mit Jonathan Meeses "Parsifal" einen weiteren Tiefpunkt.

Würde jener Herr Klingsor, den man am Sonntag kennengelernt hat, sein Leben niederschreiben, das letzte Kapitel klänge womöglich so. "Liebes Tagesbuch! Wie ich gehört habe, will mir wieder jemand den heiligen Speer stehlen. Der Mann heißt Zed und hat 1974 den Helden in dem Science-Fiction-Film ‚Zardoz‘ gespielt... weiter




"Spannender, manchmal schweißtreibender" Job: Volksoperndirektor Robert Meyer. - © Robert NewaldInterview

Robert Meyer

"Wir gehen nicht auf Nummer sicher"5

  • Volksoperndirektor Robert Meyer über seine Programmpolitik und die Uraufführung der "Fünften Jahreszeit" am Samstag.

Wien. Die Volksoper hebt wieder einmal ein Werk aus der Taufe: Morgen, Samstag, zeigt sich am Währinger Gürtel erstmals "Die fünfte Jahreszeit", eine "BaRockoper" von Christian Kolonovits. Der heimische Komponist, Dirigent und Arrangeur zwischen E- und U-Musik hat dem Haus mit seinem Kinderstück "Antonia und der Reißteufel" schon einen Erfolg... weiter




Im Clinch mit dem Onkel: Andrè Schuen (Hamlet) und Bo Skovhus (Claudius). - © Monika Rittershaus

Opernkritik

Eine schrecklich böse Familie3

  • Das Theater an der Wien bringt zum Saisonstart eine Oper von Anno Schreier zu Uraufführung: ein praktikables Werk, das an Shakespeares "Hamlet" anknüpft - aber auch an die Klangwelt von Benjamin Britten.

Es ist etwas faul im Staate Dänemark. Um es hier zu riechen, muss man kein Spürhund sein. Unter hohen Blümchentapeten sind die Sitten verrottet. Das Verhältnis des Prinzen Hamlet zu seinem Onkel ist nicht nur darum belastet, weil Letzterer das Leben des Königs ausgelöscht hat und sich nun anschickt, die Witwe Gertrud zu heiraten... weiter




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