• 15. November 2018

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Einige seiner Wesenszüge sind auch in die Figur des Dagobert Trostler eingegangen: der Journalist und Autor Balduin Groller, geboren als Adalbert Goldscheider (1848-1916). - © Ullsteinbild

Literaturgeschichte

Amateurdetektiv in Otto-Wagner-Villen4

  • Der österreichische Sherlock Holmes heißt Dagobert Trostler und hat seine Kriminalfälle im Wien des Fin de siècle gelöst. Erfunden hat ihn der vor 170 Jahren geborene Journalist Balduin Groller.

Dagobert Trostler ist nicht nur eine der originellsten, er ist auch eine der ältesten Detektivgestalten der Weltliteratur. Als "Engländer" wäre er längst berühmt. Der österreichische Journalist Balduin Groller, sein Erfinder, wäre heute fast vergessen, wenn er nicht in dem 2002 erschienen Handbuch "Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20... weiter




Die Friedfertigkeit der Meeressäuger spiegelt sich in diesem Bild wider. R. ob. Melville mit 28, drei Jahre bevor "Moby Dick" erschien.  - © Bilder: Grönlandwal in "Nature Neighbors . . ." 1914/Archiv. Repro: Ph. Aufner

Inspirationsquellen für "Moby Dick"

Die Jagd nach Ruhm und Walrat1

  • "Essex"-Untergang 1820 war Vorlage für Herman Melville.
  • Autor mit eigener Walfang-Erfahrung.

Ein 21-Jähriger heuert 1841 auf einem Walfänger an und hört dort zum ersten Mal von einem legendären Schiffsunglück, das ihn schriftstellerisch inspirieren sollte - und das in der Kartennuss der Nro. 382 rund um das Thema Wale gesucht war. Dr. Karl Beck, Purkersdorf: Das US-Walfangschiff ""Essex" . . . wurde am 20... weiter




Heinrich Böll (1917-1985), Romancier, Essayist, Linkskatholik, Polemiker. - © Ullstein/Sven Simon

Literaturgeschichte

Ein ewiger Anfänger13

  • Der Schriftsteller Heinrich Böll versuchte zeitlebens, die Erwartungen, die an ihn gerichtet waren, zu unterlaufen. Am 21. Dezember würde er 100 Jahre alt.

"Durst! Wasser! Flieger! Panzer! Jammer! Blut und Feuer! Jammer! Not, Dreck und Elend . . ." In großen Lettern schreibt der Gefreite Heinrich Böll im Mai 1944 an der rumänischen Front diese Worte in sein Tagebuch, dem er seine Träume anvertraut, in das er die Orte notiert, in die der Krieg ihn verschlägt, Titel von Filmen... weiter




Der Lyriker und Novellist Theodor Storm (1817-1888). - © Ullstein

200. Geburtstag

Freigeist im Honoratiorenfrack1

  • Am 14. September 1817 wurde der norddeutsche Dichter Theodor Storm geboren. Zu seinem 200. Geburtstag wird sein Werk in mehreren neuen Texteditionen präsentiert.

Ein Demokrat, der dazu verurteilt war, in Monarchien zu leben und als Jurist und Verwaltungsbeamter die Obrigkeit zu verkörpern; ein aufgeklärter Geist, der gerne Gespenster sah, ein Gespensterbuch führte, und nichts lieber tat als seinem Publikum mit Spukgeschichten wonnige Schauer über den Rücken zu jagen; ein literarischer Regionalist... weiter




Ein Weltmann, nicht ganz frei von Eitelkeit: August Wilhelm Schlegel. - © akg-images/picturedesk.com

Literaturgeschichte

Nationale Kunst, europäischer Geist1

  • Romantiker, Gelehrter, Shakespeare-Übersetzer: Vor 250 Jahren, am 8. September 1767, wurde August Wilhelm Schlegel geboren. Sein profundes Kulturverständnis ist bis heute bedeutsam.

Er war der Star am Vortragspult seiner Zeit. Wo immer der deutsche Gelehrte August Wilhelm Schlegel an ein Katheder trat, um über ein Thema der Geschichte, Kunst und Literatur in Europa - später auch in globaler Zusammenschau - vergleichend zu sprechen, strömten ihm die Zuhörer zu. In Wien fand ein solches Ereignis im Frühjahr 1808 statt... weiter




Charles Baudelaire, 1855 aufgenommen vom französischen Meisterfotografen Nadar. - © Wikimedia Commons

Literaturgeschichte

Der Erfinder der Modernität4

  • Am 31. August 1867, vor 150 Jahren, ist Charles Baudelaire gestorben. Sein Leben und seine Literatur sind von Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit geprägt.

Im Titel seines berühmten Bandes "Die Blumen des Bösen" kommt es zu jenem Zusammentreffen scheinbarer Gegensätze, das in der Rhetorik "Oxymoron" genannt wird. Und damit ist auch das Leitmotiv von Charles Baudelaires Leben und Wirken benannt. Die Poesie dieses Dichters lobt etwa das Reisen und das Ausbrechen in ferne Gegenden... weiter




Die wenigen Bilder, die von Jane Austen existieren, vermitteln nur einen vagen Eindruck von ihrem Aussehen. - © Ullstein

Literaturgeschichte

Akkurat belüftete Schwingungen3

  • Jane Austen, eine der meistgelesenen, vielfach verfilmten, romantisierten und verkitschten britischen Autorinnen, verstarb vor zweihundert Jahren, am 18. Juli 1817.

Kaum andres tun als lachen könne sie, streute Jane Austen in einen Brief an ihre Schwester aus London, wo sie bei diversen Gesellschaften zugange war. Ausgestattet mit einem heiteren Gemüt und einem entsprechenden Blick auf das sie Umgebende, dürfte sie insgesamt in einer Verfassung gewesen sein, die bewirkt, das Dasein vergnüglich zu finden... weiter




Zwei ungleiche Dichter: Ferdinand Sauter (1804-1854; l.) und Marcel Proust (1871-1922). - © Bilder: M. v. Schwind, 1828 (l.)/Archiv

Kraut und Rüben

Pariser und Hernalser Poeten

Dieser Roman gehört wohl zu jenen Werken, die jeder kennt und kaum jemand liest - zumindest nicht ganz: Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ("À la recherche du temps perdu"). Nur Beherzte wagen sich an das mehrere tausend Seiten umfassende Opus magnum (1913- 1927 erschienen). Hon.-Prof. Dr... weiter




Von Königin Brunhild heißt es im Epos: "vil michel (= sehr groß) was ir kraft". - © Bild: Arpad Basch (1873-1944); Repro & Bearbeitung: M. Szalapek

Nibelungenlied

Wiege der Helden aus alten mæren2

  • Die Wurzeln des Nibelungenlieds reichen etwa bis ins Jahr 436 zurück.
  • Epische Tour entlang der Donau.

Von "wîp", "degenen" und "êre", also Frauen, Helden und Ehre, und vor allem von "bluot" ist die Rede im Nibelungenlied. Was heutzutage Hollywood an blutrünstiger und märchenhafter Zerstreuung bietet, war im Mittelalter bereits perfektioniert - sogar mit dem Erfolgsrezept "Frei nach einer wahren Begebenheit"... weiter




Der Autor im Jahr 1946. - © Rosemarie Clausen/Ullstein Bild

Literaturgeschichte

"Mehr als Möwengelächter"5

  • Am 13. Februar 1947 wurde Wolfgang Borcherts Drama "Draußen vor der Tür" erstmals als Hörspiel gesendet. Borcherts Heimatstadt Hamburg ist in seinem Werk sehr präsent - eine Spurensuche.

An den Hamburger Landungsbrücken überdecken die Gerüche von Kaffee, Bier, Pommes frites und Fischbrötchen die Gerüche der Elbe. An manchen Tagen, wenn der Wind von Norden kommt, schmeckt man das Meer. Vor 70 Jahren stürzte sich der Kriegsrückkehrer Beckmann aus Wolfgang Borcherts Stück "Draußen vor der Tür" hier erstmals im Traum in die "nach Öl... weiter




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