• 21. November 2018

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Opernkritik

Mit Don Giovanni auf der Überholspur2

Das Herz pocht, der Blick ist fokussiert, der Körper angespannt. Die Welt draußen rast vorbei, das Innenleben ist in Aufruhr. Wieder ist es passiert: Die Musik Mozarts ist unaufhaltsam durch alle Poren gedrungen. Gleich mit dem ersten Akkord des "Don Giovanni" hat sie zugeschlagen, das Staatsopernpublikum umfangen und weggetragen - ohne Vorwarnung... weiter




Blüht dramatisch auf: Lianna Haroutounian. - © Pöhn/Staatsoper

Opernkritik

Neues aus dem Riesen-Holzschnitt1

  • "Madama Butterfly" stirbt an der Staatsoper zum 383. Mal in der gleichen Regie.

Wäre diese Inszenierung eine Person, sie dürfte bald in Pension gehen: Die Bühnenbilder von Tsugouharu Foujita leisten seit mittlerweile 61 Jahren rüstige Dienste an Puccinis "Madama Butterfly" an der Staatsoper. Foujita, der japanisch-französische Maler, ist 1968 verblichen, ebenso der einstige Regie-Partner Josef Gielen... weiter




Aida Garifullina bezauberte als Adina. - © Staatsoper / Ashley Taylor

Opernkritik

Liebesglut und Regiestaub9

  • Schöner Staatsopern-Belcanto mit Donizettis "Liebestrank".

Es war wie immer im Leben - und eben oftmals in der Oper. Was man nicht hat, das will man. Und zwar um jeden Preis. So agierte auch wieder erfolgreich Aida Garifullina in Donizettis Melodramma giocoso "L’elisir d’amore" als schöne Adina, die ihren lang verschmähten Verehrer Nemorino nicht mit dem Rest des Dorfes teilen wollte... weiter




Strahlendes Zentrum: Joyce DiDonato als Dido. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Staatsoper

Es braucht so wenig17

  • Ein strotzender Kraftakt: Hector Berlioz’ Mammutoper "Les Troyens" an der Staatsoper.

Eine Sängerin im Silberkleid vor dem schwarzen Vorhang an der Bühnenrampe, ein einzelner bläulicher Scheinwerfer und die unermessliche Bandbreite menschlicher Emotionen von gramvollem Sehnen über schäumende Rage bis zu verzweifeltem Schmerz. Dazu ein umsichtiger Dirigent, der all diese Nuancen mit dem differenzierten Orchester umfängt und trägt... weiter




"Winterreise": Angelika Kirchschlager, Julius Drake. - © Staatsoper/M. Pöhn

Liederabend

Angestrengte Dringlichkeit10

  • Angelika Kirchschlager mit Schuberts "Winterreise" in der Wiener Staatsoper.

Sie ist die unangefochtene Königsdisziplin des Liedgesanges: Schuberts "Winterreise". Und sie ist nicht nur technisch eine Herausforderung, sondern mindestens ebenso Charaktersache. Die 24-teilige Reise nach Gedichten von Wilhelm Müller führt durch existenzielle, schwermütige, wütende wie irrationale Seelenlandschaften... weiter




Schallstarkes Paar: Breslik und Shagimuratova. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Stehen, singen, sterben5

  • Solide abgewickelt: Verdis "Traviata" an der Staatsoper.

Eine Mauer, vier Luster, ein paar Leinwände, Sessel, Tische: Es gab nicht viel einzupacken, als 2011 eine "Traviata" von Aix-en-Provence nach Wien übersiedelte. Die Kargheit tat dem Erfolg dieses Imports aber keinen Abbruch. Der weite Raum war ja auch dafür vorgesehen, dass ihn ein Star mit Strahlkraft befüllte, nämlich Natalie Dessay... weiter




Lebhaft: Sophie Koch (l.) und Daniela Fally. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Heiterer Strauss-Start5

  • "Ariadne auf Naxos" an der Staatsoper als besonderes Repertoireerlebnis.

Auch wenn der Salzburger Sommer intensiv für das Wiener Staatsopernorchester gewesen sein muss: Auf Richard Strauss ist es eingeschworen, und so standen über der ersten "Ariadne auf Naxos" der neuen Saison nur guten Sterne. Mit Dirigent Patrick Lange leistete außerdem ein vielversprechender Kapellmeister Dienst und meisterte bravourös die Sprünge... weiter




Opernkritik

Ein Fest der Klangfülle

  • Staatsoper: Umjubelte "Carmen" mit Erwin Schrott zum Saisonstart.

An sich ist die Geste ja im Sport zuhause. Erwin Schrott hat sie am Donnerstag einmal an der Oper vorgestellt. Von Beifall umbrandet und noch nicht ganz aus der Torero-Rolle geschlüpft, "gab er sich die Faust", wie Sportmoderatoren so sagen. Der Star-Bariton aus Uruguay ballte also eine Hand und schob den Unterarm immer wieder zackig nach vorn und... weiter




Charmanter Stammgast: Thomas Quasthoff in Wien. - © Horst Kneidinger

Konzertkritik

Die Freuden der Oberfläche3

  • Ein durchwachsener Auftritt: Thomas Quasthoff und die Big Band der Vereinigten Bühnen Wien beim Jazz Fest in der Staatsoper.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne; einem Quereinstieg manchmal noch mehr. 13 Jahre ist es her, dass Thomas Quasthoff erstmals als Jazzsänger in Wien auftrat. Der Opernstar vollzog den Sprung über die Genregrenze vergleichsweise grandios. Während damanch anderer Kollege mit üppiger Stimme einen Bauchfleck hinlegt... weiter




Vom Blues bis zum Radio-Hit: Norbert Schneider. - © RygalykVideo

Konzertkritik

Jazz zum Mitklatschen12

  • Norbert Schneider in der Staatsoper beim Jazz Fest Wien.

Was zum Bebop ist eigentlich Jazz? Kenner schmeißen mit Impro-Skalen oder Blue Notes um sich. Skeptiker ärgern sich über die einlullende Musik im Fahrstuhl. Und Pop-Sternchen behaupten Jazz-Anklänge in ihren Songs, um sich interessanter zu machen. Einer, der die Genre-Vielfalt in Personalunion zelebriert, ist Norbert Schneider... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung