• 18. November 2018

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Schlagwortsuche

Aufgeladene Spannung: Mauro Peter und Anja Kampe. - © T. Suter

Opernkritik

Fidele Fidelio-Collage7

"Er sterbe", mit diesen Worten aus dem Quartett im zweiten Aufzug stürzt Don Pizarro in der Rahmenhandlung zu Beethovens "Fidelio" in den grauen Einheitsbühnenraum, um seinen Widersacher Florestan zu töten. Dessen Gattin entreißt ihm die Pistole, doch noch bevor die befreiende Trompete die Ankunft des Ministers verkündet... weiter




Wiener Staatsoper

"La Bohème" oder die tragische Liebe zur Übertreibung1

(irr) Was wäre, wenn das schönste aller Opernliebespaare als schreiender Kontrast aufträte? Wenn im Herzen des Dichters Rodolfo nur Platz für ihn wäre und Mimì als kühles Wesen vor sich hinsiechte? Ohne Zweifel: Der Regisseur dieser "Bohème" würde in Wien gegrillt. Tatsächlich braucht es für ein solches Ereignis gar kein Regietheater... weiter




Im Reich, in dem der Tod die Arbeit verweigert: Brian Downen als Harlekin. - © Sara Gamarro

Opernkritik

Wenn der Sensenmann streikt5

Gewiss existiert es nicht, das "autonome Kunstwerk", das sich völlig losgelöst von seinen Entstehungsbedingungen beschreiben ließe. Doch bildet "Der Kaiser von Atlantis" hier einen Extremfall: Kurz, nachdem Viktor Ullmann die Oper für seine Mithäftlinge in Theresienstadt komponiert hatte... weiter




Mann im Mond: Alexander Waechter als Luna. - © Armin Bardel

Opernkritik

Küss den Frosch mit Rossini

Über der Bühne hängen Großmutters fleischfarbene Bustiers. Prinz Ramiro, bewaffnet mit Knickerbocker-Hose und triefendem Regenschirm, purzelt aus dem Foyer mitten ins Geschehen. Erzähler Luna umkreist im beigen Dreiteiler den Zuschauerraum. Ein Conferencier für die "Cenerentola"... weiter




Kaiserlich: Johan Botha in Strauss’ Klangwelten. - © Wilfried Hösl

Oper

Kur- und andere Schatten im Edelsanatorium6

Mit diesem Stück wurde vor 50 Jahren das im Krieg zerbombte, dann teuer rekonstruierte Münchner Nationaltheater wieder eröffnet. Da war der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski gerade ein Jahr alt. Jetzt übertrug man ihm die ehrenvolle Aufgabe, selbige "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss neu in Szene zu setzen... weiter




Tête-à-tête: Dominik Köninger und Nicole Chevalier. - © Rittershaus

Opernkritik

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Spätestens mit seinem Wiener "Platonov" im Akademietheater und mit seinen Salzburger "Soldaten" in der Felsenreitschule hat sich Alvis Hermanis (48) als Stücke-Restaurator etabliert. Der Lette ist einer, der allemal mehr auf die Faszination des Details und das Charisma der Atmosphäre, mehr auf die Stücke selbst als auf ihren Subtext setzt... weiter




Hans W. Henze Pollicino Theater Edition,

Programmpunkte

Henze, Hans Werner: Pollicino

(eb) Diese DVD mag man auch als Dokument dafür nehmen, wie mit einem Meisterwerk der Kinderoper an der Wiener Staatsoper verfahren wurde: da ein Strich, dort ein Schnitt, da ein bisserl was weg, dort eine Kürzung. Und schon passt Hans Werner Henzes "Pollicino" ins vermeintlich kindergerechte Ein-Stunden-Format... weiter




Opernkritik

Herz-Schmerz-Pasticcio5

Mit der historischen Aufführungspraxis ist das so eine Sache. Während ihre Vertreter - so der Musikwissenschafter Richard Taruskin - zu rekonstruieren behaupten, "wie es eigentlich gewesen" sei, würden sie letztendlich doch nur so musizieren, "wie es uns eigentlich gefällt." Auf die Oper "Semiramide" trifft dies vielleicht ganz besonders zu... weiter




Musikgenuss: Peter Seiffert und Linda Watson. - © Stop/M. Pöhn

Opernkritik

Liebestöten mit höchster Lust5

Was für eine Wonne, erleben zu dürfen, wie sich das Produktionsteam in die Klangwelt einlässt: sechste Aufführung des Staatsopern-"Tristan" in David McVicars statisch-grotesker Mondlandschaft; Generalmusikdirektor Welser-Möst und sein bestens disponiertes Opernorchester gingen mit Wagner auf inbrünstige und energiegeladene Konfrontation... weiter




Szenische Magie: Das Bremer Opernensemble sieht in dieser Wagner-Inszenierung aus, als wäre es dem Fluch der Karibik entronnen. Im Bild (v.l.) Marc Steven Hallock, Loren Lang, Christian-Andreas Engelhardt und der Chor. - © Jörg Landsberg

Opernkritik

Hereinspaziert, aufgepasst!

So viel Meeresgewoge, so viel Gespensterspuk und so viel Erlösungswahn wie in diesem "Fliegenden Holländer" gab es lange nicht auf einer Opernbühne. Zur Ouvertüre gibt es zunächst die Vorgeschichte des sagenhaften Seefahrers in wogenden Textzeilen. Dazwischen: Bilder in Filmplakatästhetik von Seefahrerslos und Frauentreue... weiter




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