• 24. Februar 2019

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Heller Tenor: Bernard Richter als Idomeneo. - © Ashley Taylor/Staatsoper

Opernkritik

Eine Partie Seelenschach4

  • König Idomeneo kehrt solide an die Wiener Staatsoper zurück.

Zeitlebens meinte Mozart, wenn er von "seiner" Oper sprach, den "Idomeneo". In der Tradition der französischen Tragédie lyrique stehend und verknüpft mit Elementen der italienischen Oper, zeigt dieses Musikdrama bereits alle Facetten vom späteren Opernschaffen des Salzburgers... weiter




Brilliert mit der Wahnsinnsarie: Olga Peretyatko. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

"Lucia di Lammermoor" mit hohen Tönen und niedriger Spannung34

  • Premiere für "Lucia di Lammermoor" an der Staatsoper: Glanzvolle Sänger in einer matten Regie.

Ein Buh und ein Bravo - und das, noch während der Schlussvorhang sich senkte: Das Publikum schien es am Samstagabend eilig zu haben mit seiner Stimmenabgabe, und es räumte die Staatsoper auch schon nach nur einem Verbeugungsdurchlauf der Sänger. Jetzt hat man sie also auch gesehen, die neue "Lucia di Lammermoor"... weiter




Ein bravouröser Klangmaler: Piotr Becza a als todgeweihter Cavaradossi an der Wiener Staatsoper. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Draufgehen mit Dringlichkeit11

  • Ein Ereignis: Piotr Beczała feierte sein Weltdebüt als Cavaradossi in der Wiener "Tosca" und fand in Thomas Hampson einen reizvollen Gegner.

"Ende: 21.45 Uhr", hieß es auf dem Abendzettel. Das war spätestens dann zu vergessen, als Piotr Beczała die Bravour-Arie "E lucevan le stelle" gesungen hatte. Was folgte, war ein Perpetuum mobile in Applausform. Beifall und Jubel wogten durch den Luftraum der Staatsoper und ließen über Minuten kein Anzeichen der Ermattung erkennen... weiter




Heldenhaft: Daniel Behle als Matteo. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Der Charme der Abgeklärtheit8

  • "Arabella" an der Wiener Staatsoper.

Die Wahrsagerin der Gräfin Waldner sollte wieder einmal recht behalten: Die Karten lagen günstig, und das nicht nur für die Handlungsträger von Richard Strauss’ "Arabella", sondern insgesamtfür den Repertoire-Abend an der Wiener Staatsoper. Emily Magee verlieh der adeligen Titelheldin viel reife Dramatik in der Stimme... weiter




Schurkisch: Igor Onishchenko als Oberenako. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Die Farm der Schafe1

  • Ehrgeizig: Die Kinderoper "Was ist los bei den Enakos?" in der Walfischgasse.

Kinderoper ist, wenn sich Erwachsene viele Gedanken machen und die Knirpse dann doch ihre eigenen Eindrücke mitnehmen. Im Theater Walfischgasse, von der Staatsoper bespielt, dürfte sie derzeit vor allem die Ausstattung begeistern (Florian Angerer): Kugelige Kreaturen im Schafspelz kriechen aus putzigen Kammern und treiben Morgensport... weiter




Ägyptomagie ist angesagt bei der Inszenierung von "T.H.A.M.O.S." in Salzburg. - © Matthias Baus

Opernkritik

Eine Laserkanone bessert die Welt4

  • La Fura dels Baus inszeniert Mozart in Salzburg.

Die Felsenreitschule ist der Bühnenraum in Salzburg mit dem größten Luftraum - wie geschaffen für die Techno-Installationen und die Luftakrobaten von La Fura dels Baus. Sie ist freilich nicht zwingend auch eine Bühne, die viel heiße Luft verträgt. Was nach der wüsten Bilder- und Textorgie in der Auftakt-Premiere der Mozartwoche einigermaßen... weiter




Stephen Gould triumphiert als Siegfried. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Ein "Ring" fängt Feuer7

  • Wagners "Götterdämmerung" in der Wiener Staatsoper

So bedauerlich es ist, dass dem "Ring des Nibelungen" in der aktuellen Staatsopern-Saison nur ein Durchlauf vergönnt war: Man kann über diese Knappheit auch etwas Positives sagen. Die Wagnerianer, die den vierteiligen Zyklus in Scharen gestürmt haben, fallen während der Vorstellung durch eine Tugend auf - dass sie nämlich gar nicht auffallen... weiter




Poesie-Oase: Michael Rotschopf als nachdenklich viriler Arthur im Zauberwald. - © Theater a. d. Wien/Herwig Prammer

Opernkritik

Flüchtiger Zauber6

  • Szenischer Klamauk mit magischen Inseln bei "King Arthur" im Theater an der Wien.

Ein verzauberter Wald mit Nixen, Satyrn und Nymphen, dazu Luft- und Erdgeister sowie zwei mächtige Zauberer: Der Gegenentwurf zur martialischen Handlungsebene von "King Arthur" ist so fantastisch wie vielschichtig. Und diese hinterlistig poetische Welt ist - in der Schauspiel, Musik... weiter




Kräftiger Klang: Stephen Gould als Siegfried. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Das Fürchten nicht gelernt5

  • Glanzvoller "Siegfried" an der Wiener Staatsoper - mit einer Ehrung für Wotan.

Generationskonflikte verursachen oft unschöne Auseinandersetzungen. Das Werden und Sich-Wandeln geht selten reibungslos vonstatten. Es birgt aber auch die Möglichkeit der Neugestaltung. Wotan kennt den bitteren Geschmack der Erkenntnis gut. An der Wiener Staatsoper gestaltet momentan Tomasz Konieczny diesen sich von der Macht verabschiedenden... weiter




Ungenützte Chancen: Opolais und Grigolo. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Viel Luft nach oben in der Engelsburg27

  • Kristine Opolais und Vittorio Grigolo erstmals als "Tosca"-Paar an der Staatsoper.

"O dolci mani": Mit grandiosem Schmelz besang dieser Cavaradossi kurz vor seiner Hinrichtung die zarten Hände der Floria Tosca. Doch bis zu diesem Punkt waren am Montag viele Puccini-Glanzstellen ungenutzt geblieben in der historischen "Tosca"-Regie von Margarete Wallmann... weiter




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