• 19. November 2018

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Kerle, Krawatten und Knarren: "Tell" im Theater an der Wien, mit Tenor John Osborn. - © Moritz Schell

Opernkritik

Durch diesen hohlen Abend muss er kommen9

  • Am Ziel vorbei: die Rossini-Oper "Guillaume Tell" im Theater an der Wien.

Schweizer Wochen auf den Wiener Bühnen: Nach der Uraufführung von "Heidi", dem Melkkuh-Musical von Michael Schanze im Museumsquartier, setzte es nun einen Nachschlag im Zeichen der Eidgenossen. Seit Samstag lässt das Theater an der Wien Wilhelm Tell - oder richtiger "Guillaume Tell", wie er in der Rossini-Oper heißt - mit der Armbrust hantieren... weiter




Der Sturm mischt wild die Ideen. - © Herwig PrammerVideo

Opernkritik

Treffen einander Shakespeare und Purcell . .2

  • Die Kammeroper stülpt ein kunterbunt durchwachsenes Purcell-Best-of dem "Sturm" über.

Dass Shakespeares Stücke Bearbeitungen und Vertonungen wert sind, weiß man schon seit der 1670er Jahre, als Thomas Shadwell "The tempest" unter dem Titel "The Enchanted Island" in eine Semi-Oper umarbeitete und diese etwas später mit der Musik Henry Purcells versehen wurde... weiter




Krieg und Mord verbinden das Paar: Lisa Rombach und Paul Schweinester. - © Armin Bardel

Opernkritik

Die Anti-Avantgarde in der Vorstadt3

  • Das Sirene Operntheater zeigt "Jeanne & Gilles" von François-Pierre Descamps.

Das Sirene Operntheater ist bekannt für Neuproduktionen mit dem Charme des Selbstgemachten. Ebenso bekannt ist das Familienunternehmen dafür, auf Dogmen der Neuen Musik wie etwa Tonalitätsverbote zu pfeifen. Die Handlung der aktuellen Produktion "Jeanne & Gilles" (Libretto und Regie: Kristine Tornquist) ist schnell erzählt: Der Marschall Gilles de... weiter




Maria Nazarova überzeugte als Sophie. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Ein Liebespaar ohne Liebe4

  • "Werther" von Jules Massenet in der Wiener Staatsoper.

In der 59. Aufführung von Andrei Serbans "Werther"-Inszenierung gab es in der Wiener Staatsoper drei Rollendebüts zu feiern. In den beiden Hauptrollen waren allerdings bewährte Kräfte zu erleben. Allein die Chemie zwischen Kammersängerin Sophie Koch und Stefano Secco stimmte nicht... weiter




Eine Mesalliance mit tragischem Ende: Adrian Eröd als Diener Jean. - © Armin Bardel

Opernkritik

Ein Tanz um Sex und Tod

  • Die Neue Oper Wien zeigt "Julie & Jean" von Gerhard Schedl mit Adrian Eröd in einer Hauptrolle.

Eine Prozession aus düsteren Gestalten, die Gesichter von schwarzen Masken bedeckt, windet sich durch das Publikum. "Gloria in excelsis deo", intonieren sie in klarem Kontrapunkt. Auf der Bühne gruppieren sie sich um ein Podest, auf dem sich zwei Menschen entkleiden... weiter




Öde Leere: Marlis Petersen (Alcina), David Hansen (Ruggiero) und Katarina Bradi (Bradamante, v. l.). Herwig Prammer

Opernkritik

Ausgezaubert10

  • Saisonauftakt im Theater an der Wien mit einer musikalisch soliden, szenisch öden "Alcina".

Die Verwandlung eines öden Fleckens Erde in ein mystisches Zauberreich kann viele Gesichter und Formen haben - auch jenseits von Klischees eines blühenden, verwunschenen Gartenreiches. Eines sollte ein solches jedoch auf jeden Fall versprühen: Zauber. Den kann man in der aktuellen "Alcina"-Produktion im Theater an der Wien mit der Lupe suchen... weiter




Schallstarkes Paar: Breslik und Shagimuratova. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Stehen, singen, sterben5

  • Solide abgewickelt: Verdis "Traviata" an der Staatsoper.

Eine Mauer, vier Luster, ein paar Leinwände, Sessel, Tische: Es gab nicht viel einzupacken, als 2011 eine "Traviata" von Aix-en-Provence nach Wien übersiedelte. Die Kargheit tat dem Erfolg dieses Imports aber keinen Abbruch. Der weite Raum war ja auch dafür vorgesehen, dass ihn ein Star mit Strahlkraft befüllte, nämlich Natalie Dessay... weiter




Lebhaft: Sophie Koch (l.) und Daniela Fally. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Heiterer Strauss-Start5

  • "Ariadne auf Naxos" an der Staatsoper als besonderes Repertoireerlebnis.

Auch wenn der Salzburger Sommer intensiv für das Wiener Staatsopernorchester gewesen sein muss: Auf Richard Strauss ist es eingeschworen, und so standen über der ersten "Ariadne auf Naxos" der neuen Saison nur guten Sterne. Mit Dirigent Patrick Lange leistete außerdem ein vielversprechender Kapellmeister Dienst und meisterte bravourös die Sprünge... weiter




Opernkritik

Ein Fest der Klangfülle

  • Staatsoper: Umjubelte "Carmen" mit Erwin Schrott zum Saisonstart.

An sich ist die Geste ja im Sport zuhause. Erwin Schrott hat sie am Donnerstag einmal an der Oper vorgestellt. Von Beifall umbrandet und noch nicht ganz aus der Torero-Rolle geschlüpft, "gab er sich die Faust", wie Sportmoderatoren so sagen. Der Star-Bariton aus Uruguay ballte also eine Hand und schob den Unterarm immer wieder zackig nach vorn und... weiter




Besetzungsluxus: Aida Garifullina als Leila. - © Festspiele/Marco Borrelli

Opernkritik

Fischen nach dem Sopran15

  • Georges Bizets Oper "Die Perlenfischer" konzertant bei den Salzburger Festspielen.

Ganz so aufgelegt wie bei "Carmen" war die Sache für Georges Bizet bei "Les Pêcheurs de perles" nicht. Spanischer Lokalkolorit macht sich gleichsam von selbst. Aber jener von Ceylon/Sri Lanka? Dort spielen Bizets "Perlenfischer", die sich empfehlen für einen Spitzenplatz auf der Liste hanebüchener Opernhandlungen... weiter




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