• 17. Februar 2019

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Arm an Lichtblicken: Boesch (r.), Wey. - © apa/Styriarte/Kmetitsch

Opernkritik

Ein Chor feiert Pyjamaparty

  • Vater und Sohn Harnoncourt zeigen Henry Purcells "Fairy Queen" bei der Styriarte.

Wir kommen ermüdet aus einer Aufführung, in der es behänd spuken sollte, die uns lustvoll irritieren will und vielleicht sogar hintersinnig bespaßen. Aber irgendwie will eben diese Leichtigkeit nicht in Gang kommen. Das Vergnügen scheint bei der diesjährigen Opernproduktion der Styriarte auf Sommerschlaf gegangen zu sein... weiter




Panoptikum der Putzigkeit: "Das schlaue Füchslein", erstmals an der Staatsoper. - © Pöhn/Staatsoper/apa

Opernkritik

Streichelzoo statt Lebensmystik5

  • Erstaufführung des "Schlauen Füchsleins" an der Staatsoper: Die Klänge sind leicht, Otto Schenks Bilder kitschschwer.

Marty McFly hatte einen Traum. Er fuhr darin einen merkwürdigen Sportwagen. Das Auto beschleunigte, Blitze sprühten - dann spuckte es ihn in einer seltsamen Gegend aus. Den Menschen dort klebte Pomade im Haar, Ronald Reagan war noch Schauspieler, und aus den Radios säuselte "Mr. Sandman". Auch seine Mutter sah Marty dort, in der Blüte ihrer Jahre... weiter




Tausche Jungfrau gegen Feuer: Dietrich Henschel als Heißsporn Kunrad. - © Volksoper/Pálffy

Opernkritik

Der Übermensch hat ein Recht auf Sex2

  • Die Volksoper gräbt zum 150. Geburtstag von Richard Strauss dessen bizarren Einakter "Feuersnot" aus.

Wie hält es die Oper mit dem Sexualtrieb? Welche Epoche hat ihn ins Rampenlicht gerückt, welche in der Unterbühne versenkt? Man könnte ein reizvolles Kapitel Kulturgeschichte darüber schreiben, und das Ergebnis wäre wohl erstaunlich: Wie es aussieht, trieb das Thema erstmals gegen Ende des 18... weiter




Opernkritik

Großes Geburtstags-Spiel für Dr. Strauss2

Ariadne: "Es gibt ein Reich .. .", unglaublich vollmundig die Auftritte, erstmals gestaltete Emily Magee die geheimnisvolle Edle und gleich wie aus einem Guss. Patsch, das hatte gesessen. 1:0 für die alleingelassene Primadonna auf der wüsten Insel Naxos. Gegenschlag Zerbinetta: "Groooß-mächtige Prinzessin .. ... weiter




Opernkritik

Energische Drachenkämpfer im bunten Bild1

Bedächtig ging Constantin Trinks sein gelungenes Dirigierdebüt im Haus am Ring an: Mozarts "Zauberflöten"-Ouvertüre braucht einiges Pathos. Manch diffizilem Einsatz stand ein gewisses Maß an Geduld gut. Dazwischen tat sich die Freimaureroper durch rasante Geschwindigkeitswechsel hervor, die noch einiges an Perfektionierungspotenzial haben... weiter




Opernkritik

Apartheid im Palast der Männer-Seilschaften

  • Salzburger Pfingstfestspiele enden mit Rossinis "Otello", Intendantin Cecilia Bartoli sang selbst die Desdemona.

Viele Sessel stehen herum, andere sind auf dem Billardtisch gestapelt. Der Kühlschrank scheint schon in Betrieb zu sein, das Bier ist kalt. Desdemona alias Cecilia Bartoli greift sich eine Flasche und schleudert ihrem Vater Elmiro, der sie ob ihrer Mésalliance mit Otello verflucht hat, selbstbewusst ihre Rabiat-Koloraturen entgegen... weiter




Jetzt schrubbt ihr! Bartoli als Prinzessin. - © Salzburger Festspiele/Lel

Pfingstfestspiele

Erfolg, der sich gewaschen hat

  • Cecilia Bartoli triumphiert als Aschenputtel bei den Salzburger Pfingstfestspielen.

"Alles ist möglich", heißt es auf den Plakaten. Die Doppelbilder darauf kennt man zur Genüge: Schau her!, sagen sie dem Betrachter: Die Glücksfee kann auch dein Leben vergolden. Dann schwillt dir das Moperl zum Chopper, oder ein krummer Radreifen wächst sich zum Jacht-Steuerrad aus. Ja, alles ist möglich, wenn die Lottokugel richtig rollt... weiter




Vokales Machtgefälle: Kulman als dominante Fricka, Konieczny als Göttervater. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Wotan im Stresstest

  • Die Staatsoper widmet sich wieder Wagners "Ring" - zuletzt mit gemischten Resultaten.

Schon das muss man loben: Tomasz Konieczny ist über die "Walküre"-Runden gekommen. Und: Er krönte die Langstreckenpartie des Wotan, indem er den Feuerzauber unverhofft wuchtig entfachte. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht: Im Jahr 2007 ist dem Premieren-Wotan (freilich viral bedingt) frühzeitig die Stimme weggebrochen; der Ersatzmann wurde... weiter




Mönche im Vorgarten? Der neue "Fidelio" beginnt gewöhnungsbedürftig. Im Vordergrund (v.l.n.r.) Stefan Cerny (Rocco), Sebastian Holecek (Don Pizarro) und Marcy Stonikas (Leonore). - © apa/Barbara Palffy/Volksoper

Opernkritik

Gartenzaun und Guillotine4

  • Durchwachsen, aber ambitioniert: Die Wiener Volksoper zeigt seit Sonntag "Fidelio".

Wer Filmparodien mag, der kennt vielleicht auch diese Szene: In "Hot Shots!", Teil zwei, kämpft eine Elitetruppe mit einem ungewöhnlichen Hindernis. Ein Gartenzaun hemmt den Vormarsch. Der ist zwar so niedrig, dass ihn auch ein Chihuahua überspringen könnte. Dennoch: Der eine Soldat resigniert ("Von innen abgeschlossen... weiter




Grandios: Christian Rieger und Barbara Hannigan. - © Wilfried Hösl

Opernkritik

Düster strahlender Musiktheater-Solitär1

  • Besser geht’s nicht: Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten" an der Bayerischen Staatsoper.

Ein Solitär ist dieses Stück, das lange als unaufführbar galt und bis heute immense Anforderungen stellt. Wohin man auch blickt, lauern Risiken. Wie behält ein Dirigent die Fäden bei dieser mehrdimensionalen Partitur in der Hand? Wie schlagen sich die Sänger... weiter




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