• 25. September 2018

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Eindringlich: Plácido Domingo mit Irina Lungu. - © Staatsoper, Pöhn

Opernkritik

Zeitlos berührend24

  • "La traviata" mit Publikumsliebling Placido Domingo in der Wiener Staatsoper.

Eine todkranke Pariser Halbweltdame, entgleist, aber mit edlem Gemüt, verzichtet selbstlos auf die Liebe ihres Lebens. Basierend auf Alexandre Dumas’ Roman "Die Kameliendame", hielt Giuseppe Verdi diese herzzerreißend tragische Liebesgeschichte für die Ewigkeit fest: "La traviata" ist ein zeitloses Seelendrama... weiter




Adrette Eleganz: Anna Gabler als Gräfin. - © Staatsoper, Pöhn

Opernkritik

Das Wunder Gesamtkunstwerk

  • Ein rundum stimmiger Abend: Richard Strauss’"Capriccio" an der Staatsoper.

Sein Abschied von der Bühne ist Richard Strauss mit der Oper "Capriccio" wahrlich gelungen. Das raffinierte Konversationsstück lässt das künstlerische Schaffen des Tonsetzers Revue passieren, vor allem aber die Gattung Oper über sich selbst reflektieren - auch mit einem Lächeln auf den Lippen. "Eine Oper", heißt es hier, "ist ein absurdes Ding... weiter




Klangschön: Sumi Hwang, hier mit Julian Gonzalez. - © Prammer

Opernkritik

Turbulenter Partnertausch5

  • Die Kammeroper zeigt "Così fan tutte" - mit einer Überfülle an Regieideen.

Mit "Così fan tutte" liegt die Latte hoch. Seit jeher gilt diese Mozart/Da-Ponte-Oper als die schwierigste unter den drei Werk-Schwestern. Die Herangehensweise von Regisseur Valentin Schwarz: ein historisches Missverständnis soll entlarvt, "Così" als Metastück eines Theaterereignisses präsentiert werden... weiter




Opernkritik

Watschen, Chihuahuas und Spitzentöne

(irr) Da pickt sie wieder, die Ohrfeige - mitten im Gesicht des verdutzten Opfers. Im Fall des "Don Pasquale", dieser Opernkomödie von Gaetano Donizetti (1843), ist die häusliche Gewalt allerdings keine Empörung wert. Die Watschen-Verteilerin ist die Gattin und der Gemahl, nun ja... weiter




- © Reinhard Werner

Opernkritik

Heldenmut im neuen Kleid1

  • Die moderne Kinderoper "Das tapfere Schneiderlein" im MuTh.

Den lustigsten Text hat die hässlichste Figur: "Ich bin total wild und ich fress alles blind", verkündet das Wildschwein. Obacht: Dieser Grobian verfügt nicht nur über einen gesegneten Appetit, sondern auch über Bärenkräfte, er stemmt auf der Bühne nämlich eine Riesenhantel... weiter




Glänzte vokal und szenisch: Jonas Kaufmann als Poet Andrea Chénier. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Leidenschaftliche Kultiviertheit32

  • Sängerglanz bei "Andrea Chénier" mit Kaufmann und Harteros an der Staatsoper.

Dieser ernsthafte, melancholische und doch leidenschaftlich für die Liebe und die Revolution brennende Poet passt Jonas Kaufmann nicht nur als Figur wie angegossen. Auch stimmlich ist Umberto Giordanos Andrea Chénier wie gemacht für den deutschen Tenor... weiter




Geschützt im Arm des Kroko-Esel-Bären: Maresi Riegner als Waisenkind Puck im Theater an der Wien. - © Werner Kmetitsch

Opernkritik

Ein Sommernachtstrauma18

  • Erfolg für Benjamin Brittens "A Midsummer Night’s Dream" im Theater an der Wien.

Allein der Esel würde sich einen Preis verdienen. Ein naturalistisches Abbild ist das nicht, eher eine seltsame Mischung aus dem Kuscheltier-Fantasiefach: Riesig und flauschig anzusehen wie ein Zottelbär, hat dieses Wesen die freundlichen Knopfaugen eines Teddys und das Langmaul eines Krokodils unter seinen Eselsohren... weiter




Liebeshungrig: Marilyn (Rebecca Nelsen). - © Barbara Pálffy/Volksoper

Opernkritik

Männertraum als Schmerzensfrau1

  • Sanftes Jazz-Kammerspiel: "Marilyn Forever" im Kasino.

War Marilyn Monroe ihrer Lebensrolle als Sexsymbol müde? Oder ging ihr Tod, verursacht durch eine Überdosis Barbiturate, auf das Konto schleißiger Ärzte oder der Mafia? Die Kammeroper "Marilyn Forever" führt in die letzte Nacht der 36-Jährigen zurück, betreibt dort aber keine kriminellen... weiter




Stephen Gould glänzt als Siegfried. - © Michael Pöhn

Opernkritik

Ruhevolles Heldentum5

  • Spannungsreiche Darbietung von Richard Wagners "Siegfried" an der Staatsoper.

Nicht nur Szenen der Kraft und Inbrunst, sondern auch zahlreiche Momente der Ruhe bietet die Oper "Siegfried". Damit umzugehen ist Aufgabe des Orchesters, nämlich immer dann, wenn die Sänger sich zurückziehen und nur die Instrumentalmusiker bleiben, um die Stimmung weiterzutragen... weiter




Lise Lindstrom überzeugt als Turandot. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Wenn das Eis bricht

  • Lise Lindstrom und Roberto Alagna in "Turandot" in der Wiener Staatsoper.

Im Prinzip ist es die Heilungsgeschichte einer frigiden Frau, die in Giacomo Puccinis "Turandot" erzählt wird. Da ist die Eiskönigin Turandot, die sich allen Männern verweigert, weil einer Ahnin einst sexuelle Gewalt angetan wurde. Der feurige Eisbrecher Calaf allerdings scheut sich nicht davor, sich den drei Fragen... weiter




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