• 26. September 2018

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Wetzt das Messer: Jongmin Park als Hunding. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Im Wagner-Kraftwerk17

  • Ein Ereignis: "Die Walküre" an der Staatsoper.

Wer meint, "Der Ring des Nibelungen" brauche singende Kraftlackel auf der Bühne, hat nur zum Teil recht. Zwar stimmt es: Das Riesenorchester Richard Wagners verlangt nach Stimmen von fast panzerbrechender Wucht. Doch sollten die sich auf noch etwas verstehen: eine feine psychologische Klinge... weiter




Unverkennbar: Konieczny als Göttervater. - © Wiener Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Goldrichtig begonnen10

  • "Der Ring des Nibelungen" an der Wiener Staatsoper.

Glücklich, wer nur solche Probleme hat: Am Mittwochabend sind ausreichend Menschen gekommen, um die volle Kapazität der Staatsoper auszureizen - aber ausnahmsweise waren nicht genug Programmhefte zur Hand. "Sie wissen schon, wie viel Leute da reingehen?", pflaumt ein glückloser Interessent den Billeteur an... weiter




Im OP der Blumenmädchen: Christopher Ventris. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Ein Kunstfehler9

  • Der Staatsopern-"Parsifal" bleibt ein Ärgernis: Semyon Bychkov zerdehnt die Musik, Alvis Hermanis setzt das Werk in den Sand des Wirrsinns.

Unter den Comic-Helden gibt es eine Figur namens "Roter Blitz": Der Mann mit den Wunderfüßen bewältigt eine Marathonstrecke, während ein Normalsterblicher gerade ein paar Meter schafft. Dank dieses Tempos ist der "Blitz" praktisch unsichtbar; er agiert quasi in seiner eigenen Zeit-Dimension... weiter




Ein Hieb zu wenig für den Bühnenmord: Tosca (Harteros) metzelt Scarpia (Tézier) nieder. - © apa/Gindl

Opernkritik

Bestechende Tosca2

  • Salzburg: Christian Thielemann begeistert mit ungewohnten Tönen - und Anja Harteros als Heldin.

Am Ende stimmt sie, die Opferzahl. Der Erzverbrecher Scarpia, der gefolterte Maler Cavaradossi, seine Geliebte, die Operndiva Floria Tosca: Alle liegen sie in ihrem Blut. Der Weg zum Herzstillstand verläuft diesmal aber anders, als ihn Giacomo Puccini und sein Librettist Luigi Illica vorgezeichnet haben... weiter




- © Staatsoper/Rathkolb/Bankl

Opernkritik

Im Spiegel der Geschichte17

  • In der Wiener Staatsoper inszenierte Josef Ernst Köpplinger "Dantons Tod" von Gottfried von Einem.

Allein, dem Wahnsinn nahe ob all dem Blutvergießen, singt Lucile, eingehüllt in einen Mantel herb verfremdeter Streicherbegleitung, tränenerstickt das Lied vom Schnitter Tod. Dann liefert sie sich mit dem Ruf "es lebe der König" den Revolutionären aus. Doch niemand ergreift sie... weiter




Eine schrecklich stille Familie: "A Quiet Place". - © Armin Bardel

Opernkritik

Späte Hilfe für ein Problemkind6

  • Die Kammeroper zeigt eine kurzweilige Fassung von Leonard Bernsteins "A Quiet Place".

Und das Meisterwerk von Leonard Bernstein heißt..? Natürlich "West Side Story". Bernstein selbst hat das im höheren Alter jedoch anders empfunden. Er wollte sein Künstlerleben nicht von einem Broadway-Hit gekrönt sehen, sondern einem würdevollen Musiktheater, das es noch zu schreiben galt... weiter




Der Besuch der grellen alten Dame: Katarina Karnéus an der Wien. - © Foto: Werner Kmetitsch

Opernkritik

Glitzerhölle Gegenwart9

  • Musikalischer Sog und szenischer Klamauk beim "Besuch der alten Dame" im Theater an der Wien.

Seine Klangsprache ist insistierend und pochend, die Instrumentierung komplex und dicht mit überraschenden Akzenten durchzogen, die oft schwebenden vokalen Linien sind klar als solche erkennbar. Gottfried von Einem hat Musik geschrieben, die seine komponierenden Zeitgenossen in ihrer Tonalität als verstaubt kritisierten... weiter




Valentina Nafornita gestaltete facettenreich die Musetta.

Opernkritik

Nach allen Regeln der Kunst10

  • Speranza Scappucci dirigierte "La Bohème" an der Wiener Staatsoper.

Das alte Verismo-Problem: Entweder verliert man sich im Bestreben, alle Details einer Partitur hörbar zu machen, oder man gibt sich großzügig dem schwelgerischen Klang-Pathos hin. Da kann man schon fast von einem Glücksfall sprechen, dass bei Puccinis "La Bohème" an der Wiener Staatsoper gewissermaßen beides gelang... weiter




Opernkritik

Ein paar Missverständnisse5

  • "Le nozze di Figaro" mit Valentina Nafornita.

Misstrauen und Missverständnisse, Verkleidungen und Entscheidungen: Es gab wieder, ganz stückkonform, einige Verstrickungen zu klären in der 44. Aufführung dieser Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts "Le nozze di Figaro", bevor alle ausgesöhnt vom Bühnenrand trällern konnten... weiter




Matteo Loi (Golaud), Anna Gillingham (Mélisande). - © Herwig Prammer

Opernkritik

Die Elfe pfeift drauf3

  • "Pelléas et Mélisande", politisch korrekt gedeutet an der Kammeroper.

Das Thema Schrumpfen ist groß im Kommen: Nicht nur sind dazu zwei neue Kino-Filme entstanden, auch die Wiener Kammeroper weiß um den Reiz. Dort bescheidet man sich seit längerem nicht mehr mit Werken, die für kleine Bühne erdacht wurden; man experimentiert mit Mini-Fassungen von Repertoirestücken... weiter




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