• 24. Mai 2018

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Nur Dumme glauben, alles zu wissen ... - © WZ/Illustration/ham

Essay

Der Wille zum Nichtwissen20

  • Von Sokrates bis Trump: Anmerkungen zur philosophischen Vorgeschichte der "alternativen Faktizität".

"Ich weiß, dass ich nichts weiß", einer der berühmtesten Sätze der Geistesgeschichte: im Grunde genommen klingt diese Aussage nach einer Dummheit. Was soll dieses Eingeständnis des Nichtwissens, angeblich geäußert vom angeblich klügsten Mann des griechischen Altertums (dem Orakel von Delphi zufolge)... weiter




Flower-Power? - © Illustration: Jugoslav Vlahovic

Das Jahr 1968

Lob der Einbildungskraft2

  • Das Jahr 1968 kam mir rascher abhanden, als es nötig gewesen wäre - ein persönlicher Rückblick auf Tage des bemühten Individualismus inmitten kollektiven und politischen Geschehens.

"Das Gedächtnis, ein Sieb", schrieb der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger mit Blick auf sein "Tagebuch aus dem Jahre 1968". Wohl wahr. Wobei sich hinzufügen lässt, dass dieses Sieb auch für andere Jahre gilt, über die wir uns rückblickend beugen: Viel bleibt da hängen, wenn man in der Begünstigung steht... weiter




Eine Mischung von Natur und Kultur, von Menschlichem und Nicht-Menschlichem: der Fushimi- Inari-Taisha-Schrein in Kyoto, wo in Emanuele Coccia die Idee reifte, das Buch "Die Wurzeln der Welt" zu schreiben. - © Wolfgang Kaehler/LightRocket via Getty Images

Interview

"Pflanzen stellen den Ursprung der Welt dar"24

  • Der Philosoph Emanuele Coccia über die einzigartige Weise, wie Pflanzen das Antlitz der Welt geformt haben, seine Kritik an Veganern - und warum er Efeu hasst.

"Wiener Zeitung": Geht Ihnen als Pflanzenfreund das Herz auf, wenn Sie Zimmerpflanzen auf der Fensterbank sehen? Emanuele Coccia: Ehrlich gesagt, kommt es darauf an, um welche Pflanzen es sich jeweils handelt. Die Philosophin Hannah Arendt sagte einmal: "Es gibt nicht die Liebe zur Menschheit, sondern Liebe bezieht sich immer auf bestimmte Personen... weiter




Der Anbruch der Nacht eröffnet einen anderen Zeitraum: "Die Toteninsel II" von Arnold Böcklin, 1880, Metropolitan Museum of Art, NY. - © wikimedia commons

Kunstgeschichte

Labyrinthe der Dunkelheit4

  • Die surrealen Welten des Schlafes, des Traumes und der Grenzüberschreitung haben Künstler stets inspiriert: Zur Kulturgeschichte der Nacht.

"Trägt nicht alles, was uns begeistert, die Farbe der Nacht?" Diese Frage stellt das poetische Ich in den "Hymnen an die Nacht" des Dichters Novalis. Das Phänomen der Nacht ist vielschichtig: Es ist die Welt der Schlafes, des Traumes, der Grenzüberschreitung. Der Anbruch der Nacht eröffnet einen anderen Zeitraum... weiter




Fachmann für Vermögensfragen: Arthur Schopenhauer. - © Daguerreotypie 1852, Wikimedia Commons

Philosophie

"Geld allein ist das absolut Gute"5

  • Der Philosoph Arthur Schopenhauer entstammte einer vermögenden Familie und war selbst ein geschickter Geschäftsmann, der seinen Besitz zu vermehren verstand.

Die Finanzkrise, die vor einiger Zeit, nicht ganz unverschuldet, über uns gekommen ist, hätte Arthur Schopenhauer zum Anlass genommen, einmal mehr als Philosoph aufzutreten, der nicht nur über Gott und die Welt Bescheid weiß, sondern auch Fachmann für Vermögensfragen ist... weiter




Raffaels berühmtes, 7,70 m breites Fresko "Die Schule von Athen" (1510 bis 1511 im Vatikan für Papst Julius II. verfertigt), das im Sinne der Renaissance das antike Denken als Ursprung der europäischen Kultur, ihrer Philosophie und Wissenschaften verherrlicht. - © gemeinfrei

Philosophie

"Du kannst alles, was du willst"12

  • Die Philosophie des italienischen Humanismus gehört zu den Grundlagen des modernen Denkens. Denker wie Petrarca oder Pico della Mirandola entwickelten eine neue Vorstellung von der Würde des Menschen.

"In der Renaissance erhebt sich in Italien mit voller Macht das Subjektive, der Mensch wird geistiges Individuum und erkennt sich als solches", schrieb der Historiker Jacob Burckhardt in seinem Standardwerk "Die Kultur der Renaissance in Italien". Mit dieser Hinwendung zum Individuellen vollzog sich der Epochenbruch zum "dunklen Mittelalter"... weiter




Gleißnerische Raubtierschönheit: Das Meer, bevorzugter Bildspender der Philosophie. - © Robert Bressani

Kulturwissenschaft

Chiffren der Entgrenzung1

  • Das Meer, die Wolken, der Turm: Drei mitreißende Bücher loten die philosophische Dimension und Symbolik von Natur und Technik aus.

"Wohlauf! Hier ist mein Vorgebirg und da das Meer: das wälzt sich zu mir heran, zottelig, schmeichlerisch, das getreue alte hundertköpfige Hunds-Ungethüm, das ich liebe." Also sprach Nietzsches Zarathustra. Faszinierend und zugleich furchtbar sei dem Menschen das Meer in seiner gleißnerischen Raubtierschönheit... weiter




Professor Michel Maffesoli in seiner Pariser Wohnung. - © Maffesoli

Philosophie

Soziologie der Ekstase9

  • Seit Jahrzehnten arbeitet der französische Soziologe Michel Maffesoli an einer Theorie des Dionysischen. Porträt eines Wissenschafters, der die Zweckrationalität der Moderne ablehnt.

Michel Maffesoli gilt als Enfant terrible der französischen Soziologie. Sein Forschungsgebiet bezieht gesellschaftliche Randzonen mit ein, die von der universitären Soziologe sonst kaum betreten werden. Für ihn zählen konkrete Intensitätserlebnisse, die er bei Rave Parties, in Diskotheken oder bei Demonstrationen macht... weiter




Der polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz war ein intellektueller Störenfried par excellence. - © Ullstein Bild/Garthe

Philosophie

Unangenehme Zeitgenossen6

  • Der intellektuelle Störenfried mag seiner Umgebung unsympathisch sein, sein nonkonformes Verhalten trägt jedoch zur kritischen Belebung und Weiterentwicklung des Denkens bei.

Im Alltag sind Störenfriede nicht sehr erfreulich. Als entfesselte politische Extremisten oder Hooligans, die randalieren, Autos anzünden und wahllos Passanten attackieren, verbreiten sie Angst und Schrecken. Sie wüten in rituellen Zerstörungsorgien - etwa am 1... weiter




Adolf Frohners "Hommage an eine Jungfrau" ist derzeit in der Kremser Ausstellung "Abenteuer Wirklichkeit" zu sehen, die Wolfgang Müller-Funk mit dieser Rede eröffnet hat. - © Peter Böttcher/ forum frohner

Philosophie

Hunger nach Realität

  • In der Kunst, der Philosophie und der technisierten Lebenswelt artikuliert sich immer wieder neu die Sehnsucht nach jener unmittelbaren "Wirklichkeit", die uns zugleich verloren zu gehen droht.

Wörter und Worte wie Realität, Wirklichkeit, real, wirklich oder auch Realismus sind sprachliche Fallen, in die wir beim Denken hineinstolpern. Wie viele ähnliche Begriffe sind sie sowohl deskriptiv als auch normativ. So ist der realistische Mensch eben einer, der nah an der Wirklichkeit und kein Träumer oder keine Träumerin ist... weiter




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