• 21. Oktober 2018

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Schlagwortsuche

Der umjubelte Einzug von Tomáš Garrigue Masaryk, dem Staatengründer der Tschechoslowakei, 1918 in Prag. - © ullstein bild - Lebrecht Music & Arts Photo Libr

Geschichte

Gemeinsamkeiten und Brüche12

  • Österreicher und Tschechen teilen manch politisches Schicksal, gingen nach 1918 aber massiv getrennte, teils konfrontative Wege. Ein historischer Überblick.

Es ist mittlerweile Teil eines Narrativs geworden, Österreicher und Tschechen als ein Volk mit zwei Sprachen zu bezeichnen. Auch wenn dahinter das Bemühen steht, das des Öfteren getrübte nachbarschaftliche Verhältnis rund um die Themen "Bene" und "Temelin" zu verbessern, so teilen sich beide doch ein oft gemeinsames politisches Schicksal... weiter




"Aber heuer, wenn du irgendwo anrufst und sagst, du brauchst Birnen, fragen sie dich: zehn oder hundert Tonnen?" - © Rebhandl

Schnapsbrennen

Ein Stamperl von der Streuobstwiese9

  • "Nach zwanzig Jahren Brennen lässt du jedes Jahr einen Fehler weg, und ein neuer kommt dazu": Besuch bei einem Schnapsbrenner in Oberösterreich.

Rechtzeitig zum Ende des Sommers lädt mich ein Freund in sein kleines Voralpenhäuschen ein, auf dem "ad rem", also "auf der Sache", ein altes "Maria-Theresien-Privileg" liegt. Dies ist ein Sammelbegriff für eine Fülle von Einzelbegünstigungen aus jener Zeit, u.a... weiter




- © Cartoon: Jugoslav Vlahovic

Literatur

Verschränkte Welten4

  • Der Wechsel zwischen der deutschen Vatersprache und der kroatischen Muttersprache: ein neues Lied, das man anstimmte, um den Gesetzen eines anderen Denkens und Fühlens zu folgen.

Einmal, vielleicht, wurde ich von einer Pressefrau gefragt, was mir "auf Anhieb zum Thema Sprache" einfalle. "Auf Anhieb nichts", gab ich zur Antwort, und dachte dabei an den Filmtitel "Bei Anruf Mord", vielleicht, weil er die gleiche Silbenzahl hat, wie meine Antwort, oder weil die Antwort wie aus der Pistole geschossen kam... weiter




Ein Vorreiter für Veränderungen: Das Missionsseminar "St. Berthold" in Wels, auf einem ausgeschnittenen Erinnerungsfoto des Autors. - © privat

Sozialgeschichte

Festung unter Beschuss3

  • Der Anfang vom Ende: 1968 war das Jahr, in dem - neben anderen gesellschaftlichen Institutionen - auch das katholische Internat unter Veränderungsdruck geriet.

Wenn sich die Zeithistoriker und Medien heute mit der Chiffre "1968" beschäftigen, dann schreiben und reden sie über die "Uniferkelei" im NIG, die Anti-Borodajkewycz-Demonstrationen von 1965 oder die Aufbruchsstimmung der Kreisky-Zeit. An den Rand gedrängt wird dabei... weiter




Trafen sich in ihrer Intensität: Jacques Brel (1929-1978), links im Bild, und Édith Piaf (1915-1963). - © Jacques Citles/Roger Viollet/picturedesk.com (links), Heinz Röhnert/SZ-Photo/picturedesk.com

Musikgeschichte

Gesellschaftskritik und Liebesleid10

  • Sie wurde vom Vorstadtmädchen zum Pariser Chanson-Star, er entsprang dem belgischen Bürgertum und empfand Hassliebe für seine Heimat: Édith Piaf und Jacques Brel starben vor 55 bzw. 40 Jahren.

Ihre Wege kreuzten sich nicht, und auch musikalisch haben sie, abgesehen von der vagen Definition des "Chanson", nicht viel gemein. Sie, das von Schicksalsschlägen gebeutelte Skandalmädchen, das der Liebe hinterherlief. Er, der exaltierte Realist, stets darauf bedacht, der Gesellschaft kritisch erhobenen Hauptes gegenüberzutreten... weiter




Probesitzen für den Mondflug: Die Männer der Apollo 8 in einem Kapselmodell ohne Innenausstattung ("Boilerplate" genannt). - © NASA

Raumfahrt

Schiffe für die Mondreise7

  • 1968 war auch ein wichtiges Jahr in der Raumfahrt: Vor 50 Jahren begann die Apollo-Ära - mit einer kleinen Meuterei und einem legendären Foto.

Eineinhalb Jahre lang war das Wettrennen zum Mond unterbrochen. Die beiden Weltraummächte USA und UdSSR mussten sich erst von den Katastrophen des Vorjahrs erholen: Im Jänner 1967 verbrannten drei Astronauten bei einem Bodentest der nagelneuen Apollo 1. Nun hat man die Verkabelung des Schiffs verbessert, entzündbares Material reduziert... weiter




Gegenentwurf zu Machiavelli: Baldassare Castiglione (hier im Porträt von Raffael). - © Wikimedia Commons

Literatur

Renaissance der Innovationskultur190

  • Baldassare Castiglione lieferte mit seinem Werk "Il Libro del Cortegiano" im Jahr 1528 ein frühes Zeugnis der wirtschaftskulturellen Geistesgeschichte. Seine Ideen des offenen Diskurses gelten bis heute.

Man redet derzeit viel von den neuen Machiavellisten, in der Politik und vor allem in den Elite-Etagen der Unternehmen. Das ist meist nicht einmal kritisch gemeint, eher bewundernd: Denn immerhin, sie scheinen erfolgreich. Und die Zahl der Bücher und Traktate, die im Windschatten dieser Idee mitlaufen, steigt... weiter




Der Japaner Masazo Nonaka ist mit 113 Jahren aktuell der älteste Mann der Welt. - © ullstein bild - Jiji Press Photo

Ewiges Leben

Auf der Suche nach Unsterblichkeit183

  • Ein Leben ohne Ende gilt als utopische Idee, an deren Umsetzung im Silicon Valley aber schon gearbeitet wird.

Von Abraham Lincoln ist der Satz überliefert: "Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: der Tod und die Steuer." Doch die Utopisten aus dem Silicon Valley wollen sich mit diesen Gewissheiten nicht abfinden. In den kalifornischen Gentechnik-Schmieden tüfteln Forscher an der Betriebsanleitung zum ewigen Leben... weiter




"Wir müssen wieder lernen, unterschiedlicher Meinung zu sein. Es ist zwar der erste Impuls, nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Doch dann entdeckt man plötzlich Unterschiede – und das ist gut so!" - © Bernard GalewskiInterview

Interview

"Ich will keine Revolution, sondern Experimente"16

  • Oxford-Historiker und Philosoph Theodore Zeldin über Rebellentum und unnütze Achtsamkeitsübungen.

"Wiener Zeitung": Herr Zeldin, sind Sie ein Rebell? Theodore Zeldin: Ja. Ich habe gegen die traditionelle Bildung an der Universität rebelliert. Zu viel Spezialisierung tut den Hochschulen nicht gut. Junge Menschen gehen an die Universität, um das Leben besser zu verstehen... weiter




Eigentlich gibt es keinen Grund, sich auf dem langen Tanz ins Alter über Gebühr beunruhigen zu lassen; wir bekommen nur, was uns zusteht . . . - © Christopher Furlong/Getty Images

Lebensphilosophie

Nachspielzeit5

  • Die denkwürdigen Freuden des Alterns. - Eine poetisch-philosophische Erkundung.

In einer Zeit, die es insgesamt nicht so gut mit mir meinte, wie ich es verdient hätte, beschloss ich, einen Roman zu schreiben, der "Die Altenplage" heißen sollte. Ich hatte mich über einige ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger geärgert, die, dachte ich damals, nur die Speerspitze einer Bewegung waren, in die wir uns, früher oder später... weiter




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