• 21. April 2018

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Isolde Charim ist Philosophin und Publizistin und arbeitet als wissenschaftliche Kuratorin am Kreisky Forum in Wien. Foto: Daniel Novotny

Gastkommentar

"Sag Schibbolet!"10

  • Über Grenzen, die wir alle im Mund tragen.

Das Jüdische Museum in Vorarlberg, in dem wunderschönen Ort Hohenems gelegen, macht seine geografische Lage - aus Wiener Perspektive könnte man sagen: seine Abgelegenheit - immer wieder durch hervorragende Ausstellungen wett. Zurzeit läuft gerade wieder so eine Ausstellung... weiter




Ein Fön wäre handlicher: Haartrockner um 1935. - © Wien Museum

Ausstellung

Dauerwelle und Hitlerbart2

  • Das Wien Museum untersucht in der Schau "Mit Haut und Haar" die Kulturtechnik Körperpflege.

Schon beim Eingang kann man überprüfen, ob die Frisur eh sitzt. Und zwar immerhin im dreiteiligen Spiegel eines Toilettetischs von Oswald Haerdtl aus den 1950er Jahren. Nur passend, stammt doch das ganze Wien Museum, in dem die Schau "Mit Haut und Haar" gezeigt wird, von Haerdtl... weiter




Adriana Czernin: Untitled, 2017. - © Courtesy Galerie Martin Janda, Wien

Ausstellung

Beschwörung unendlicher Netze

  • Die MAK Galerie zeigt einen Dialog der Künstlerin Adriana Czernin mit Moschee-Fragmenten.

Im Zuge der Forschungen zum Ornament hat MAK-Kurator Johannes Wieninger 2014 nach längerer Beobachtung der Arbeiten Adriana Czernins zu in Ornamenten verstrickten Figuren einen Beitrag für das Design-Labor erbeten. Dabei stieß die Künstlerin auf eine Rosette aus Fragmenten... weiter




Der Holocaust, in einer kompakten Schau von Yad Vashem zusammengefasst. Derzeit zu sehen im Bibliotheksgang der Universität Wien. - © Alexia Weiss

Jüdisch leben

Unbelehrbar7

  • An der Uni Wien ist aktuell die Schau "Shoah. Wie war es menschlich möglich?" zu sehen. Die nüchterne Antwort: Es war möglich. Und es kann wieder passieren.

"Bist Du mit der am 13. März 1938 vollzogenen Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich einverstanden und stimmst Du für die Liste unseres Führers Adolf Hitler?" Die Nationalsozialisten ließen im Nachhinein über den bereits vollzogenen "Anschluss" Österreichs an NS-Deutschland abstimmen und die Österreicher und Österreicherinnen sagten... weiter




Persönliche Freunde (v. l. n. r.): Helmut Zilk, Dagmar Koller und Teddy Kollek - © Jerusalem Foundation

Ausstellung

Ein Leben für Jerusalem1

  • Das Jüdische Museum erinnert an den Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek, der starke Verbindungen zu Wien hatte.

An der Decke hängt ein Boot. Es symbolisiert die erste der vielen nachfolgenden Spendensammlungen, die dem Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek den Spitznamen "Kollekte" eingetragen haben. Teddy Kollek war schon zu Lebzeiten eine Legende. Nach seinem Tod 2007 bleibt die Erinnerung an ihn unverblasst... weiter




Betrachtungen der US-amerikanischen Identität jenseits des klischeebeladenen "American Way of Life": Harold Otto und eine Tierfigur aus New Mexiko, entstanden um 1890. - © KHM/Aleksandra Pawloff

Ausstellung

Der Ort, an dem niemand war5

  • In "Out of the Box" erforschen Menschen das Depot des Weltmuseums - und ihre eigene Herkunft.

"Es ist gut möglich, dass Heimat ein Ort ist, an dem wir noch nie waren", sagt Fadi Haddad. Lächelnd hält er eine Kuchenmodel aus Holz in den Händen. Die speckige braune Teigmodellierform mit dem geschnitzten sternförmigen Blumenmuster stammt aus der Heimat seiner Kindheit Syrien... weiter




Tausend Jahre Byzanz. - © Schallaburg/Klaus Pichler

Ausstellung

Schätze, Kreuze und alte Socken

  • "Byzanz": Die Schallaburg lockt heuer mit ihrer bislang wertvollsten Ausstellung.

Melk. Das Mittelmeer als Begenungsfläche der Kulturen - Ost und West, Nord und Süd. Als Konfliktzone, aber auch Handelsweg, als Kriegsschauplatz und Ort des Zusammenwachsens. Wohl nicht zufällig hat die Schallaburg in der aktuellen Ausstellung "Byzanz & der Westen" nach dem Islam-Schwerpunkt des letzten Jahres wieder ein Thema gewählt... weiter




"Entspannter" Weihnachtseinkauf von William Klein, 1954. - © W. Klein

Ausstellung

Kürlauf durch die Fotografie-Geschichte

  • Klaus Albrecht Schröder hat für "The Director’s Choice" seine Favoriten aus der Albertina-Fotosammlung ausgewählt.

Es schien ihm doch fast ein bisschen peinlich zu sein. Bei der Präsentation von "The Director’s Choice" entschuldigte sich Klaus Albrecht Schröder beinahe für die "Anmaßung", eine subjektive Auswahl aus der großen Fotosammlung der Albertina getroffen zu haben. 120 Meisterwerke aus dem rund 100... weiter




Freud erklärt Schnitzler seine "Doppelgängerscheu" (1922). - © Sigmund Freud Privatstiftung

Literatur

Doppelgänger und "Psychoanale"1

  • Das Freud Museum erzählt von den Beziehungen des Psychoanalyse-Begründers mit den Literaten des Jungen Wien.

Arthur Schnitzler schenkte einst Hugo von Hofmannsthal eine Ausgabe von "Der Weg ins Freie" mit Widmung. Die vergaß Hofmannsthal im Zug. Schnitzler, vom Missgeschick unterrichtet, verlangte eine Erklärung, und Hofmannsthal fand sie bei Sigmund Freud: ein "Schwebezustand des Willens", "zwischen Unbewusstem und Bewusstem"... weiter




Frühe Kritik an der Digitalisierung: Keith Harings düsterer Blick auf den noch jungen Computer als gierige Raupe, die den Menschen kopflos und sich untertan macht aus dem Jahr 1983. - © Keith Haring Foundation

Ausstellung

Der doppelte Boden der Einfachheit7

  • Grelle Blicke in ein Meer von Abgründen: Die Albertina würdigt den Zeichner Keith Haring.

Die abgegrenzten Schutzzonen der Museen und Galerien hat Keith Haring nie angestrebt. Die Straße, genauer die Subway-Stationen von New York waren viele Jahre sein künstlerisches Labor. Dort entwickelte der US-amerikanische Ausnahmekünstler Anfang der 1980er Jahre die für ihn typische Zeichensprache... weiter




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