• 19. September 2018

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Paul Flora: "Die Pestdoktoren auf der Piazza", 2000, Tuschfeder / graues Papier, 31,5 x 41,3 cm. - © Foto: Peter Böttcher, Galerie Seywald und Galerie Flora

Museumsstücke

Das Dilemma der Schnabeldoktoren9

  • Das Karikaturmuseum Krems widmet dem Tiroler Künstler Paul Flora eine sehenswerte Ausstellung mit gewitzten Arbeiten aus allen Schaffensperioden.

Eine Tuschezeichnung des bedeutenden Tiroler Künstlers Paul Flora (1922 bis 2009) aus dem Jahr 2000 zeigt eine Ansammlung von "Pestdoktoren" auf der Piazza San Marco (Markusplatz) in Venedig. Der Künstler spielt hier ganz offensichtlich auf jene Schnabeldoktoren an... weiter




Rekonstruierte Arbeiterwohnung im krupp stadt museum Berndorf. - © Johann Werfring

Museumsstücke

Ein Fabrikant als Vorreiter des sozialen Wohnbaus6

  • Eine Sonderausstellung im krupp stadt museum Berndorf thematisiert den ungewöhnlichen Aufschwung der niederösterreichischen Industriestadt.

Wie kaum eine andere Stadt ist Berndorf im niederösterreichischen Triestingtal bis heute durch eine Fabrik und ihre Besitzer – die Familie Krupp – geprägt. Bis zur Ansiedlung der Berndorfer Metallwarenfabrik im Jahr 1843 waren die beiden Orte Ober- und Unterberndorf unbedeutende kleine Dörfchen gewesen... weiter




Votivbild aus Niederösterreich zu Ehren der drei heiligen Jungfrauen (Doppelvotivbild, Teil 1), Kopie aus 1899. Links: die heilige Barbara, Mitte: die heilige Margaretha, rechts: die heilige Katharina. - © Foto: Johann Werfring

Museumsstücke

Mit Hilfe der drei heiligen Maderln4

  • In vorindustrieller Zeit hatte bei schweren Krankheiten die Anrufung von Heiligen nicht selten einen höheren Stellenwert als verfügbare medizinische Mittel.

In früheren Zeiten, als sowohl die universitäre Medizin als auch die Volksmedizin im Kampf gegen schwere Krankheiten nur geringe Mittel anzubieten hatte, kam den himmlischen Helfern ein Stellenwert zu wie man ihn heute nur noch schemenhaft erahnen kann... weiter




Bruno Kreisky, Porträt von Simonis, 1956. - © Österreichische Nationalbibliothek

Museumsstücke

Wiener Prominenz, ins beste Licht gerückt8

  • In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte "Photo Simonis" zum renommiertesten Porträtstudio der österreichischen Bundeshauptstadt.

WestLicht, der "Schauplatz für Fotografie", zeigt in Zusammenarbeit mit dem Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek eine hervorragende Ausstellung mit Fotografien aus den umfänglichen Archivbeständen von "Photo Simonis". Nach Auflösung des renommierten Wiener Fotostudios im Jahr 2005 glückte der Österreichischen... weiter




Das "Losbuch": Die zwölf "Meister", also die berühmtesten Astrologen und Astronomen, unter dem Planetenhimmel (Mittelrhein/Hessen, um 1370). Foto: ÖNB

Ausstellung

Götter als Dekoration

  • "Die freien Künste (. . .) sind zum Nutzen der Wahrheit recht geeignet und enthalten nützliche moralische Vorschriften; und über die Verehrung des einen Gottes findet sich einiges Wahres bei ihnen", schreibt nach 800 der karolingische Gelehrte Hrabanus Maurus. Das von den Religionen geduldete Wissen kam aus der Antike über die arabische oder jüdische Kultur zurück ins Abendland. Ohne diesen Austausch sähe Medizin und Astronomie in Europa wohl anders aus.

Wissen als Brücke Der Wissenstransfer über alle Grenzen war - wie derzeit in der Nationalbibliothek im Bereich der Schriftkultur des Mittelalters sichtbar gemacht - ideelle Brücke zwischen den Gesellschaften. Vom gegenseitigen Respekt profitierten viele und die Beispiele der isolierten Auflehnung und Ausgrenzung vor allem des medizinischen Wissens... weiter




Ausstellung

Chronik mit Geschichte

  • Um 1585 wurden zwei Handschriften über das Leben des nach seinem Martyrium heiliggesprochenen böhmischen Königs Wenzel (etwa 907-935 n. Chr.) im Umkreis von Erzherzog Ferdinand II. von Tirol gemalt. Beide orientieren sich an den Fresken der Wenzelskapelle im Prager Veitsdom, eine stammt vom Prager Maler Matthias Hutský, die zweite wohl aus einem süddeutschen oder österreichischen Atelier. Die Österreichische Nationalbibliothek präsentiert nun eine der beiden Handschriften zum ersten Mal und stellt sie in der Schau "Wenzel von Böhmen - Herrscher und Heiliger" all jenen Chroniken gegenüber, die mit ihr mehr oder minder stark zusammenhängen.

Durch die Ereignisse der jüngsten Zeit hat die Geschichte der Handschrift eine pikante Bereicherung erfahren: Sie war in Besitz von Robert Lehman, jenem 1969 verstorbenen Bankier, dessen Nachfolger mit der Pleite der Investment-Bank Lehman Brothers eine Finanzkrise auslösten. Umwege nach Prag Die Handschrift war Teil der Lehman-Kunstsammlung... weiter




"Die drei köstlichsten Dinge" (1838) von Friedrich von Amerling, Porträtist der schönen Frauen. - © Wien Museum

Biedermeider

Augenschmaus mit Hintersinn

  • Auch am Wien Museum zieht die Hochkonjunktur der Biedermeierkunst nicht unbemerkt vorüber – gerade durch die Fülle an Leih ansuchen, die im Haus eintrudeln. Nun hat Direktor Wolfgang Kos kurzfristig selbst eine Präsentation seiner Schätze initiiert.

Dabei liegt die Latte niedrig: Die "Malerei des Biedermeiers", so der Titel der Eigenveranstaltung, soll "nur die Freude am Schauen" vermitteln – und verweist bewusst auf die Ausstellungen anderer Häuser, vor allem jene über Ferdinand Georg Waldmüller im Belvedere... weiter




Ausstellung

Nicht nur Amazonen und Kannibalen

  • Nachdem das Wien Museum im Winter mit dem "Zauber der Ferne" gelockt hat, stößt die Nationalbibliothek (ÖNB) in das gleiche Horn: Eine "Annäherung an die Ferne" gewähren seit dem heutigen Freitag - so der Untertitel der Schau - "geografische Kostbarkeiten" des Hauses.
  • Gewiss: In wirtschaftlich angespannten Zeiten wird da eine kostengünstige Variante zur exotischen Urlaubsdestination geboten - durch fiktive Reisen über alte Landkarten. Doch um Müßiggang geht es eigentlich nicht, sondern um die ersten Versuche, nach Entdeckungsreisen des 16. und 17. Jahrhunderts exakte Berichte, Land- und Seekarten zu erstellen. Der koloniale Blick, die Irrtümer und Fantasien vermengen sich da mit sachlichen Messungen, ethnologischen und biologischen Betrachtungen.

Die barocke Welt hatte sich ein eigenes, eurozentristisches Weltbild geschaffen - verkörpert durch das absolute Highlight der Ausstellung: Der kostbar illustrierte, vielbändige Atlas Blaeu-Van der Hem, entstanden in Amsterdam um 1670, fasst das damalige Wissen zusammen... weiter




Die Österreichische Nationalbibliothek im Ball-Fieber: Das Plakat einer Redoute im Jahr 1924 nach einem Entwurf von Bernd Steiner. Foto: Nationalbibliothek

Ausstellung

Feine Damen und böse Buben

  • Die Tradition der Ballsaison in Wien kommt aus dem 19. Jahrhundert und hat an touristischer Relevanz nichts verloren. Auch wenn es damals schon hieß: "Der Kongress tanzt, kommt aber nicht vorwärts" und Karl Kraus in der Zwischenkriegszeit gegen einen Ballveranstalter prozessierte und in seiner "Fackel" ätzte, es ginge nur um Mode und Society, hält die Faszination an.

Die Sammlung der Flugblätter, Plakate und Ex-Libris der Nationalbibliothek bietet nun die Aufarbeitung der Zwischenkriegszeit in Sachen Ballplakaten als besondere Winterausstellung im Prunksaal an. Kurator Christian Maryka hat dabei kulturgeschichtliches Neuland betreten, was in einem begleitenden, angenehm kleinen Buch dokumentiert ist... weiter




Ausstellung

Erlaubte Geschenkannahme

  • Nur die katholische Kirche oder die Jagdvereine schenkten zu Jubiläen, Hochzeiten und anderen Festivitäten des Kaiserhauses keine in feinstes Kunstgewerbe verpackte Huldigungen - sie konnten sich der Gunst des Herrschers ohnedies sicher sein.

Damit sind die Geschenke auch ein Spiegel einer Geschichte der Toleranz in der Spielart der österreichisch-ungarischen Monarchie: 1861 hatte Kaiser Franz Joseph die Evangelischen, 1867 die Juden gleichgestellt. Gerade Letztere schenkten dem Kaiserhaus bis zur Thronbesteigung von Karl I... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung