• 17. November 2018

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Ausstellung

Seifenblasen und Nebelschwaden hoch über Linz

Linz. (ju) Ein buntes Riesenrad drehte 2009 noch auf einem Dach seine Runden. Das Bild der grünen Gondeln vor der Kulisse der Stadt wurde zum Symbol für die Kulturhauptstadt. Graz hatte seine Murinsel, in Linz vermissten viele ein Wahrzeichen und bekamen das Riesenrad - wenn auch nur temporär... weiter




Bach Ma aus Hans-Christian Schinks Vietnam-Serie. Foto: Schink

Ausstellung

Die andere Realität

Meistens gilt ja der Prophet im eigenen Lande wenig. Dass der Fotograf Hans-Christian Schink zu den ganz Großen der Szene gehört, wird wohl dem einen oder anderen Kunstfreund in Thüringen erst nach dem Besuch der beiden aktuellen Ausstellungen klargeworden sein... weiter




Eine Schokatzin, um 1891 von Ignác Roskovics gemalt. Foto: ÖNB

Ausstellung

Inventar der Völker

  • Den Huzulen ist man möglicherweise schon begegnet, wenn auch auf einem Umweg. Der österreichische Dichter H. C. Artmann nämlich, der keinem Maskenspiel abhold und ebenso polyglott wie verstellungsfreudig war, reihte unter die von ihm gesprochenen Sprachen fallweise auch das Huzulische ein. Aber wer (Experten für die Völker der Donaumonarchie ausgenommen) hat schon von Schokatzen gehört oder von Podluaken?

Völker waren sie der Donaumonarchie mit eigenen Trachten und eigenen Bräuchen. Doch nicht nur den Völkern selbst nähert sich die Nationalbibliotheks-Ausstellung "Altösterreich – Menschen, Länder und Völker in der Habsburgermonarchie", sondern auch der Ethnographie. Das "Kronprinzenwerk" Schon Ende des 18... weiter




Porträt eines adeligen Fatschenkindes (Ludwig XIV. ?), Kreis von Charles Beaubrun, französische Schule, Öl auf Leinwand, 17. Jh. - © Foto: Sammlung Fundacion Yannick y Ben Jakober, Mallorca

Museumsstücke

Ein hochgestelltes blaues Fatschenkind7

  • Die aktuelle Sonderausstellung in der Kunsthalle Krems bietet einen Überblick zu Kinderporträts von der Renaissance bis in die Gegenwart.

Wenn in vorindustrieller Zeit ein königliches Kind geboren wurde, so musste es in einer bestimmten Hinsicht dieselbe bedrückende Prozedur über sich ergehen lassen wie sie auch bei Neugeborenen aus dem bäuerlichen Stand zur Anwendung kam: Die Säuglinge wurden nach einer traditionellen Bandagierungsmethode vom Hals bis zu den Zehen fest gewickelt... weiter




Schöne Bilder für eine imaginierte Vergangenheit:Alfred Rollers Kostümentwurf für den Octavian im zweiten Akt von Richard Strauss "Rosenkavalier", Erstdruck von 1910. Foto: Österreichische Nationalbibliothek

Ausstellung

Ein rosiger Fluchtpunkt namens Vergangenheit

  • Wer sich Gedanken darüber macht, welche Kassenschlager Österreichs Image beflügelten, dem mag so mancherlei einfallen. Etwa die filmischen Sisis. Oder das Fernost-Lieblingsmusical "The Sound of Music". Und dann wären da noch etliche Lieder. Wie das behaglich "Vienna" von Billy Joel. Ein wonniges Wien wurde aber schon früher beworben: Als Richard Strauss, bis 1911 bekannt für fiebrige Opern vom Schlag der "Elektra", mit einer wienseligen Komödie andere Wege beschritt, erwies sich das Rezept dieses "Rosenkavaliers" - Blaublütige, Beziehungswirren und Walzer - als Erfolgsformel.

Dass es den Walzer im Rokoko noch gar nicht gab: ein Kunstgriff, der aus Hollywood stammen könnte. Und fast nur Kritiker erzürnte. Spiegel-Ringelspiel Weil die Dresdner Uraufführung nun bald 100 Jahre zurückliegt und die Nationalbibliothek im Besitz des Autographen ist... weiter




Paul Flora: "Die Pestdoktoren auf der Piazza", 2000, Tuschfeder / graues Papier, 31,5 x 41,3 cm. - © Foto: Peter Böttcher, Galerie Seywald und Galerie Flora

Museumsstücke

Das Dilemma der Schnabeldoktoren10

  • Das Karikaturmuseum Krems widmet dem Tiroler Künstler Paul Flora eine sehenswerte Ausstellung mit gewitzten Arbeiten aus allen Schaffensperioden.

Eine Tuschezeichnung des bedeutenden Tiroler Künstlers Paul Flora (1922 bis 2009) aus dem Jahr 2000 zeigt eine Ansammlung von "Pestdoktoren" auf der Piazza San Marco (Markusplatz) in Venedig. Der Künstler spielt hier ganz offensichtlich auf jene Schnabeldoktoren an... weiter




Rekonstruierte Arbeiterwohnung im krupp stadt museum Berndorf. - © Johann Werfring

Museumsstücke

Ein Fabrikant als Vorreiter des sozialen Wohnbaus6

  • Eine Sonderausstellung im krupp stadt museum Berndorf thematisiert den ungewöhnlichen Aufschwung der niederösterreichischen Industriestadt.

Wie kaum eine andere Stadt ist Berndorf im niederösterreichischen Triestingtal bis heute durch eine Fabrik und ihre Besitzer – die Familie Krupp – geprägt. Bis zur Ansiedlung der Berndorfer Metallwarenfabrik im Jahr 1843 waren die beiden Orte Ober- und Unterberndorf unbedeutende kleine Dörfchen gewesen... weiter




Votivbild aus Niederösterreich zu Ehren der drei heiligen Jungfrauen (Doppelvotivbild, Teil 1), Kopie aus 1899. Links: die heilige Barbara, Mitte: die heilige Margaretha, rechts: die heilige Katharina. - © Foto: Johann Werfring

Museumsstücke

Mit Hilfe der drei heiligen Maderln4

  • In vorindustrieller Zeit hatte bei schweren Krankheiten die Anrufung von Heiligen nicht selten einen höheren Stellenwert als verfügbare medizinische Mittel.

In früheren Zeiten, als sowohl die universitäre Medizin als auch die Volksmedizin im Kampf gegen schwere Krankheiten nur geringe Mittel anzubieten hatte, kam den himmlischen Helfern ein Stellenwert zu wie man ihn heute nur noch schemenhaft erahnen kann... weiter




Bruno Kreisky, Porträt von Simonis, 1956. - © Österreichische Nationalbibliothek

Museumsstücke

Wiener Prominenz, ins beste Licht gerückt8

  • In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte "Photo Simonis" zum renommiertesten Porträtstudio der österreichischen Bundeshauptstadt.

WestLicht, der "Schauplatz für Fotografie", zeigt in Zusammenarbeit mit dem Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek eine hervorragende Ausstellung mit Fotografien aus den umfänglichen Archivbeständen von "Photo Simonis". Nach Auflösung des renommierten Wiener Fotostudios im Jahr 2005 glückte der Österreichischen... weiter




Das "Losbuch": Die zwölf "Meister", also die berühmtesten Astrologen und Astronomen, unter dem Planetenhimmel (Mittelrhein/Hessen, um 1370). Foto: ÖNB

Ausstellung

Götter als Dekoration

  • "Die freien Künste (. . .) sind zum Nutzen der Wahrheit recht geeignet und enthalten nützliche moralische Vorschriften; und über die Verehrung des einen Gottes findet sich einiges Wahres bei ihnen", schreibt nach 800 der karolingische Gelehrte Hrabanus Maurus. Das von den Religionen geduldete Wissen kam aus der Antike über die arabische oder jüdische Kultur zurück ins Abendland. Ohne diesen Austausch sähe Medizin und Astronomie in Europa wohl anders aus.

Wissen als Brücke Der Wissenstransfer über alle Grenzen war - wie derzeit in der Nationalbibliothek im Bereich der Schriftkultur des Mittelalters sichtbar gemacht - ideelle Brücke zwischen den Gesellschaften. Vom gegenseitigen Respekt profitierten viele und die Beispiele der isolierten Auflehnung und Ausgrenzung vor allem des medizinischen Wissens... weiter




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