Nicht nur die Dinos der Kreidezeit, sondern auch die Mammuts der Eiszeit werden nicht mehr zurückkommen. Das vorhandene DNA-Material ist einfach untauglich, erklärt Britt Wray in ihrem neuen Erklärstück zum Thema Rückausrottung - ein furchtbar gestelztes Wort, an das man sich erst einmal gewöhnen muss.

Es ist aber eigentlich der einzige Negativpunkt auf 335 sehr lesenswerten Seiten zu der Frage, ob und wie es möglich sein könnte, vom Aussterben bedrohte Arten zu retten oder ausgerottete Tiere gar wieder zum Leben zu erwecken - und ob das überhaupt sinnvoll ist.

Rollenspiele

Die Antwort darauf ist durchaus erstaunlich, denn Wray betont, dass es vielleicht im Sinne des Ökosystems gar nicht so sehr darum geht, eine bestimmte Art wieder zurückzuholen, sondern bloß jemanden wieder ihre Rolle einnehmen zu lassen. Statt einer (sehr oft ohnehin unmöglichen) genetischen Kopie reichen vielleicht ihre Eigenschaften in einer anderen Art.

Trotzdem spielen das Klonen und die Genschere CRISPR/Cas9 eine große Rolle, die Wray sehr ausführlich beleuchtet und auch für Laien unter den Lesern verständlich gut erklärt.

Dabei spielt sie auch zum titelgebenden Mammut das "Was wäre, wenn"-Spiel. Eine Nummer kleiner ist bereits ein Erfolg in Sicht: Der erste echte Auerochse (bereits im Jahr 1627 ausgestorben) soll im Jahr 2020 geboren werden.