Zubin Mehta - © APAweb /EPA/KOCA SULEJMANOVIC
Zubin Mehta - © APAweb /EPA/KOCA SULEJMANOVIC

Wien. Dem Wiener Musikverein stehen wahre Festspiele für Zubin Mehta bevor. Der 75-jährige Stardirigent wird für sechs Veranstaltungen ins Haus kommen. Neben den Wiener und den Münchner Philharmonikern musizieren Solistenstars wie Lang Lang oder Thomas Hampson mit dem indischen Maestro. Im Juni kehrt Mehta dann für ein monumentales Projekt in den Musikverein zurück.

Den Auftakt macht am 21. März ein gemeinsames Gespräch mit Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz im Gläsernen Saal. In diesem Rahmen erhält Mehta auch das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse aus den Händen von Staatssekretär Wolfgang Waldner.

In Zusammenarbeit mit Lang Lang

Der eigentliche Konzertreigen startet dann am Samstag mit den Wiener Philharmonikern. Für das Programm, das sich aus Werken von Paul Hindemith (Symphonie "Mathis der Maler"), Richard Strauss ("Vier letzte Lieder") und Antonin Dvorak (Symphonie "Aus der neuen Welt") zusammensetzt, hat sich Mehta die Harald-Serafin-Tochter Martina als Sopranistin an die Seite geholt. Dieses Konzert wird am Sonntag und Montag wiederholt.

Am 28. März wechselt Mehta dann nicht nur das Programm, sondern auch das Orchester und bringt mit den Münchner Philharmonikern Arnold Schönberg ("Fünf Stücke"), Ludwig van Beethoven ("Klavierkonzert Nr. 3") und Johannes Brahms ("Symphonie Nr. 1") zu Gehör. Den Klavierpart steuert hier niemand geringerer als der chinesische Pianist Lang Lang bei.

Erstaufführung

Tags darauf, am 29. März, gesellt sich zu Metha und den Münchnern ein anderer Star, Bariton Thomas Hampson, sowie Tenor Thorsten Kerl. Hier sieht das Programm Franz Schuberts Ouvertüre zu "Rosamunde, Fürstin von Zypern", Moritz Eggerts "Puls" als österreichische Erstaufführung sowie Gustav Mahlers "Das Lied von der Erde" vor.

Monumental wird es dann am 2. und 3. Juni. Im Rahmen des Jubiläums-Zyklus zum 200-jährigen Bestehen der Gesellschaft der Musikfreunde werden im Musikverein Arnold Schönbergs "Gurre-Lieder" aufgeführt. Auch hier spielen die Wiener Philharmoniker unter Mehta, wobei sich für das mächtige Werk unter anderen Sopran Violeta Urmana, Alt Daniela Denschlag, erneut Tenor Torsten Kerl und nicht zuletzt als Sprecher der vor kurzem als Bassbariton zurückgetretene Thomas Quasthoff hinzugesellen.