Seit 2011 gibt es Fijuka, diese quicklebendige deutsch-österreichische Paarung, bestehend aus Ankathie Koi (Gesang, Keyboard, die "Blonde" aus Burghausen) und Judith Filimónova (Bass/Gesang, die "Dunkle" aus Wien). Auf ihrem nunmehrigen zweiten Album, "Use My Soap", setzen die beiden, die sich von der Wiener Angewandten her kennen, ihren vielgestaltigen, vollmundigen Disco-Elektro-Pop vom Debüt ("Fijuka", 2013) nahtlos fort. Gleich der Opener, "Dark Day", vermittelt - ganz paradox zum Titel - beste Laune: ein hüpfernder Funky-Bass, eine aufbrausende Plastikorgel und Anakathies Stop-and-go-Gesang.

Diese Nummer hätte weiland auch dem unvergessenen Hansi Lang gut angestanden! Solche dunklen Tage lässt man sich jedenfalls gefallen. Und erst recht die hellen, durch die sich das Duo in den restlichen sieben Songs melodiesatt und frohgemut schunkelt. Noch zwingender wird das Ganze in synästhetischer Darbietung, sprich verbildlicht, etwa in Videoclips (siehe unten den hinreißenden Space-Pop-Ausflug in "Ca Ca Caravan"), oder überhaupt live, wozu man in Wien bald Gelegenheit hat.