Diese Band hilft die Zeit bis zum nächsten regulären Vampire-Weekend-Album hervorragend überbrücken. Der von Soweto-Beats dominierte Rhythmus und der afrozentrierte, auf-und-ab-hüpfende Gesang, verbunden mit klassischen Pop-Hooklines erinnert denn doch verblüffend an die US-Band, auch wenn die Little Comets aus England stammen (und auch mancherlei mit Alt-J gemeinsam haben) - und sich dort, u.a. auf BBC 1, einen respektablen Indie-Helden-Status erspielt haben. Den wird das bereits dritte Album des Trios mit seinen zwölf erfrischend vitalen Songs festigen.

Es ist ein verblüffend durchgängig eingängiges Album. Da wird nicht viel Zeit und Energie an Vor- und Zwischenspiele vergeudet - sondern zack, rein in einen mehrstimmigen, flott gestrampelten Refrain, der sich sogleich in den Gehörgängen festsetzt. Hier wird - vom Bandnamen über jenen des Labels bis hin zu einem der besten Songs ("Fundamental Little Things") - gerne tiefgestapelt und alles auf Klein getrimmt. Dabei sind die Band und ihre neue Platte schlicht und einfach groß-artig.