Ihre australischen Landsleute wussten die Musik von Boy & Bear von Anfang an zu schätzen. Hierzulande sorgte die Band 2013 mit ihrem zweiten Album, "Harlequin Dream", erstmals für Aufsehen. Die perfekt ausbalancierte Mischung aus vorzüglichen Gesangsstimmen, Pedal-Steel-affinem Lagerfeuerstoff, harmonischen Dur-Elegien und hemdsärmeligen Gitarren fand Gefallen und das Album seine Käufer.

Das soeben erschienene "Limit Of Love" wiederum wurde von Produzent Ethan Johns fast ohne Overdubs in Szene gesetzt: Das Resultat ist ein organischer Sound, der eine emotionale Tiefe evoziert, wie sie Mumford & Sons so nicht mehr hinkriegen. Den klassischen Aufbau eines guten Rock/Popsongs berücksichtigend, agiert das Quintett mit unüberhörbarer Spielfreude und der Fähigkeit, angestammtes Terrain auch einmal zu verlassen, ohne dabei beliebig zu klingen. So einnehmend wie hier klang die Band noch nie.