Einem Liebhaberpublikum bekannt wurde das Produktionsduo Soulsavers mit einer Mischung aus elektronischen Downtempo-Sounds, Gospel- und Blues-Einflüssen und einer Riege an Gastsängern rund um die Jahrhundertstimme Mark Lanegans. Gemeinsam mit Depeche-Mode-Mann Dave Gahan geht es seit 2012 und auch auf dem aktuellen Werk "Angels & Ghosts" etwas klassischer zu, was neben zumindest live fantastischen Ergebnissen auch zu einem größeren kommerziellen Erfolg führen sollte. Dieser darf nun auch weniger breitenwirksame Projekte wie mit "Kubrick" die erste Instrumentalarbeit des Duos finanzieren.

Als Hommage an den für seinen Einsatz bereits bestehender klassischer Meisterwerke bekannten US-Regisseur Stanley Kubrick liefern die Soulsavers hier ihre Version orchestral arrangierter Bebilderungsmusik, die sich die Beigabe von Zupfgitarren und Heimorgeln nur zwischendurch erlaubt und es molllastig, getragen und mitunter elegisch bevorzugt. Cineasten obliegt es nun, die genaue Inspirationsgrundlage auszuforschen. Allzu schwer dürfte das zumindest bei Stücken wie "Hal" oder dem gleichfalls nach einer Odyssee im Weltraum klingenden "Clay" aber auch der Laufkundschaft nicht fallen.