Olivier Messiaen Petites liturgies
Olivier Messiaen Petites liturgies

Olivier Messiaen ist der große Mystiker der Musik des 20. Jahrhunderts. Alles, was er geschrieben hat, ist Überhöhung, Verklärung, und es ist gleichgültig, ob es religiöse Gedanken sind oder die irdische, mit Sexualität konnotierte Liebe.

Mitunter ergeben sich auch aufregende Mischungen. Die "Trois petites liturgies de la présence divine" etwa, eines der jubilierenden religiösen Hauptwerke Messiaens, sind in den vom Komponisten selbst gedichteten Texten mit ihrem surrealen Bilderrausch, Gottesminnelieder im Sinne einer Mechthild von Magdeburg.

Marcus Creed leitet dänische Kräfte in einer Modellaufführung der klein besetzten Ur-Fassung. "Cinq Rechants" für 12 Solostimmen sind das Finale von Messiaens Tristan-Paraphrase, deren Höhepunkt die "Turangalila-Symphonie" bildet. Das im Vergleich scheinbar kleine A-capella-Werk ist dennoch von größtem Gewicht: Eine ekstatisch zuckende, tanzende und hymnisch ausschwingende Komposition. Auch hier gelingt Creed mit seinen dänischen Sängern eine Referenzaufnahme.

Olivier Messiaen: Petites liturgies