Das misslungene dritte Album der Jezabels.

Die ersten beiden Alben der Jezabels aus Sydney wussten mit ihrem süffigen Mix aus Melodramatik, Opulenz und eingängigen Melodien durchaus zu gefallen. Das soeben erschienene dritte Album, "Synthia", enttäuscht hingegen umso mehr. Schon das höchst eigenwillige Cover-Artwork verheißt nichts Gutes. Und hört man dann die ersten Synthesizer-Klangteppiche im Breitwandformat und die breitbeinig gespielten Überwältigungspop-Gitarren, wird einem als Hörer rasch bewusst, dass dieser Mix aus The Naked And Famous, Enya und Siouxsie & The Banshees mit seiner Vorliebe für Kitsch, falsche Gefühle, Pomp und Pathos der Cover-Gestaltung um nichts nachsteht. Das Quartett verirrt sich in einem Labyrinth aus klebrig-süßem Synthiepop von der Stange, billigem Elektrodisco-Geböller und theatralischer Inszenierung. Das ist mehr Dieter Bohlen in der Mucki-Bude als Giorgio Moroder an den Tonreglern.