Eine Kompilation mit Songs von Cass McCombs.

Eine sanfte Rüge kommt sogar von der eigenen Plattenfirma: Bisweilen, so klagt sie, möchte man Cass McCombs übers Knie legen für die Anmaßung, einen Song wie "Evangeline" auf einer Split-Single mit den Meat Puppets zu verstecken. Ja, das hat etwas für sich - aber wohin bloß mit dem ganzen Überschuss an tollem Material, wenn die regulären LPs bereits mit gleicher oder gar noch höherer Güteklasse vollgeräumt sind?

Nun, man sammelt irgendwann einfach alles zusammen, was auf diversen Singleformaten als A- oder B-Seite erschienen oder als Demo der Öffentlichkeit vorenthalten worden ist. Überwiegend zeigt die Kompilation "A Folk Set Apart" den US-Musiker dabei von seiner geradlinigen, rockigen Seite. Im finalen Teil allerdings wird es einigermaßen exzentrisch. Das auch textlich recht eigenartige "Texas" etwa gleitet in Wüstenimpressionen, die glatt an Carla Bleys Jazz-Oper "Escalator Over The Hill" erinnern, und unterlegt am Ende eine hohl deklamierte Huldigung des Lone Star State mit einer jaulenden Schweine-Gitarre . . .