Wer hofft schon (zumindest in unseren Breitengraden) auf mehr Regen? Mehr Musik von M. Ward hingegen wird sich wohl jeder wünschen, der je eine Platte des amerikanischen Sängers gehört hat. Denn dieses nostalgische Timbre in der Stimme, dieser unverkennbar idiosynkratische, dabei nie aufgesetzte Stil, in dem er Gesang und Gitarrenspiel zusammenbringt, hat einen eminenten Wiedererkennungswert.

"More Rain" ist sein achtes Soloalbum und fängt mit "Pirate

Dial" bewährt an, um mit "Time Won’t Wait Up" ordentlich an Fahrt zu gewinnen. Und zwischen kontemplativer Americana und eher pumpender Gitarrenarbeit geht es weiter, wobei nicht nur das schöne Beach-Boys-Cover "You’re So Good To Me" zu erwähnen ist, sondern insbesondere das nach R.E.M. klingende "Tempta- tion", bei dem tatsächlich Peter Buck aushilft. "Confession" besticht durch das perfekte Zusammenspiel von Melodie, Background-Vocals und Trompeten-Solo und der Stampfer "I’m Going Higher" ist zum Ausklang noch so ein M.-Ward-Klassiker, der einen dazu bringt, das Album erneut von vorne anhören zu wollen.