Als "the most underrated songwriter in music today" hat ihn ein US-Musikmagazin kürzlich bezeichnet - und mit dieser Einschätzung absolut Recht. Pete Yorn, der (1974) in New Jersey geborene, heute in L.A. lebende Sänger und Gitarrist, vereint und verdichtet in seinem mehr als 15 Jahre währenden Solo-Schaffen nahezu alle Ingredienzien großer und größter US-Musik - als da sind: Dylan, Springsteen, R.E.M., Drugs On War, Kurt Vile oder Ryan Adams - zu einem eigenständigen, unaufgeregten, aber doch stets klassisch und meisterlich anmutenden Gemisch.

Das zeigt auch sein sechstes Studioalbum, "Arranging Time", auf exemplarische Weise. Dass darauf wenig erbauliche Sachverhalte verhandelt und erzählt werden, verrät so mancher der zwölf Songtitel, wie etwa "Lost Weekend" oder "She Was Weird". Allerdings werden die schwarzrandigen Inhalte allesamt einem folkig-souligen Waschgang unterzogen - und kommen als lupenreine Songperlen aus dieser musikalischen Veredelungsmaschine.