Frühjahr 2017 also. So lange müssen sich Tui T. Sutherlands Fans gedulden, bis der nächste Band von "Wings of Fire" erscheint - und die letzte Seite in Band vier lässt vermuten, dass es dann ins Reich der Sandflügler geht, nachdem die Drachenstämme der Himmelsflügler, der Meeresflügler, der Regenflügler und nun eben auch Nachtflügler bereits von den fünf Drachlingen der Prophezeiung besucht wurden. (Wer jetzt keine Ahnung hat, wovon die Rede ist, muss sowieso bei Band eins "Die Prophezeiung der Drachen" beginnen, weil die Handlung fortläuft.)

In Band vier jedenfalls wurde der Nachtflügler Starflight durch einen magischen Tunnel vom Regenwald der Regenflügler auf die Vulkaninsel seines Stammes entführt und somit von seinen Freunden Glory, Clay, Tsunami und Sunny getrennt. Letztere vermisst er besonders, wird er sich doch seiner Liebe zu dem kleine Sandflügler bewusst. Gleichzeitig stellt Starflight fest, dass die Nachtflügler, die er bisher aufgrund ihrer Heimlichtuerei für etwas Besonderes gehalten hat, im Grunde nicht viel besser als die anderen Drachenstämme sind - wenn überhaupt. Und vor allem haben sie das Problem, dass der Vulkan auf ihrer Insel diese jederzeit vernichten kann, weshalb sie den Regenwald erobern wollen. Und dann finden Starflight und seine Freunde, die er dann doch noch wieder trifft, auch noch etwa Beunruhigendes über die Prophezeiung heraus und über die Rolle, die der alte, grimmig Nachtflügler Morrowseer dabei spielt.

Es wird jedenfalls wieder sehr spannend und auch wieder ordentlich brutal. Denn auch diesmal kommen einige Drachen gewalttätig zu Tode. Tui T. Sutherland hat da keine Scheu und tobt sich ein weiteres Mal ordentlich aus in ihrer Fantasy-Welt. Großartig wie schon Band eins bis drei.

Tui T. Sutherland: Wings of Fire - Die Insel der Nachtflügler
Loewe Verlag; 345 Seiten; ab 12 Jahren; 15,40 Euro