Bereits zum zehnten Mal wird heuer Grafenegg sein Musikfestival begehen, dazu passend auch das Motto "Einmalig. Zum 10. Mal." Der Pianist Rudolf Buchbinder zeichnet seit Anbeginn in seiner Funktion als künstlerischer Leiter verantwortlich und widmet das Jubiläumsprogramm "dem uvre des überzeugten Europäers und Humanisten Beethoven".

Multimedia-Eröffnung

Das Festival dauert von 19. August bis 11. September. Die Eröffnung findet mit Beethovens Neunter Symphonie statt. Es spielen das Tonkünstler-Orchester mit seinem Chefdirigenten Yutaka Sado, sowie getreu dem europäischen Gedanken Beethovens, 22 Alumni des European Union Youth Orchestra. Als Vokalsolisten sind Klaus Florian Vogt, René Pape, Camilla Nylund und Elena Zhidkova zu hören. Außerdem werden zwei Werke des Composer in Residence Christian Jost uraufgeführt: Den Auftakt bildet traditionell eine Fanfare, ein Auftragswerk des Grafenegg Festivals. In Josts neuem Werk "An die Hoffnung" steht Beethovens gleichnamiges Lied im Mittelpunkt, das Jost in seine eigene, moderne Klangwelt einbettet. Der Jubiläumstag wird mit einem Festakt eröffnet, für den der Regisseur Michael Sturminger eine Multimedia-Performance mit Sprache, Gesang, Schauspiel, Musik, Film und Elektronik inszeniert. Basierend auf Shakespeares 66. Sonett wird die Geschichte Europas ab der Renaissance erzählt und im Besonderen die Bedeutung der Musik herausgestellt.

Bis zum 11. September präsentiert Grafenegg eine Vielzahl an Klangkörpern und internationalen Künstlern: Das Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst sind am ersten Festivalwochenende mit zwei Konzerten zu Gast. Das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam ist mit Chefdirigent Daniele Gatti und Sol Gabetta am 2. September mit Schumanns Cellokonzert zu hören.

Am dritten Festivalwochenende bringen das Mariinsky Orchester St. Petersburg und Valery Gergiev mit zwei reinen Tschaikowski Programmen russische Klänge nach Grafenegg. Vor dem großen Finale interpretiert die Sächsische Staatskapelle Dresden mit Christian Thielemann am 10. September Bruckners 3. Symphonie. Zum Abschluss des Jubiläumsfestivals spielt Rudolf Buchbinder am 11. September gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern alle fünf Klavierkonzerte von Beethoven. Weiters sind unter anderen das London Symphony Orchestra mit Gianandrea Noseda, das Orchestre National de France mit Christoph Eschenbach, das WDR Sinfonieorchester Köln mit Jukka-Pekka Saraste und Solisten wie Hilary Hahn, Renaud Capuçon und Thomas Quasthoff als Sprecher in Bartóks "Herzog Blaubarts Burg" zu erleben.

Das Tonkünstler-Orchester prägt das Jubiläumsprogramm maßgeblich. Am Pult des Grafenegg Festival-Orchesters stehen etwa Chefdirigent Yutaka Sado und Simone Young. Als Composer in Residence wird Christian Jost das Tonkünstler-Orchester etwa in Beethovens Musik zu Goethes Trauerspiel "Egmont" dirigieren. Sprecher ist Klaus Maria Brandauer.(vf)

Grafenegg Festival

Von 19. August bis 11. September.

Karten und weitere Informationen auf der Website