Die Allah-Las aus Los Angeles werden sehr gerne als Vertreter einer retrofixierten Szene bezeichnet, die Einflüsse aus dem Poparchiv eklektizistisch miteinander vermischt. Auch auf seinem dritten Album "Calico Review" beschwört das Quartett wieder die goldene Pop-Ära der Sixties und Seventies und eignet sich mit seinem betörenden Mix aus West- Coast-Pop, Surf-Sound und Psychedelic Rock als idealer Zufluchtsort für alte und neue Hippies. Dessen ungeachtet bezirzt die Band aber mit einer ebenso ohrenschmeichelnden wie ausgereiften Deutung jener Form von Popmusik, die konjunkturunabhängig funktioniert.

Mit analogem Sound, ein wenig Twang auf den Gitarren, etwas Hall, beseeltem Harmoniegesang, sexy Beats und verträumt-nostalgischen Klängen, die den Allzeitgrößen Byrds, Beatles und Beach Boys auf würdige Weise Reverenz erweisen, gelingt den Allah-Las ein musikalischer Glücksfall. "Calico Review" ist kein routiniert-schaler Aufguss, sondern ein exquisiter Setzkasten-Bausatz, an dem jeder Teil passt.