Auch nach ihrer wohl der politischen Korrektheit geschuldeten Umbenennung von Viet Cong zu Preoccupations bleibt das dem Geist des Post-Punk verpflichtete Quartett aus Calgary unverwechselbar. Der zwischen Sturm, Drang und epischer Wucht oszillierende Sound, der ohne Zugeständnisse an Moden und Trends auskommt, bleibt auch auf dem zweiten selbstbetitelten Album erhalten.

Die Instrumenten-Trias aus Bass, Schlagzeug und Gitarren wird dieses Mal prägender von Synthesizern ergänzt, der schneidende Gitarrensound so von atmosphärischen Soundteppichen konterkariert, und der Bariton von Matt Flegel unterstützt die musikalischen Dokumente solipsistischer Besessenheit auf eindringliche Weise. "Anxiety" beeindruckt mit wuchtigen Akkorden, "Monotony" setzt dem Songtitel entsprechend auf die Überzeugungskraft repetitiver Muster und "Memory" ein Monolith, dessen stoischer Sound eine suggestive Sogwirkung erzeugt.