"Durch mich geht’s ein zur Stadt der ew’gen Qualen [. . .] Ihr, die ihr eingeht, lasst hier jedes Hoffen", steht auf dem Höllentor in der "Göttlichen Komödie". Mit einer Synthese aus melodiöser Leichtigkeit und Noise-Symphonie geleitet Mono die Hörerschaft im titelgebenden Stück von "Requiem For Hell" ritornellhaft ins Inferno. Und auch mit "Death In Rebirth" konzentriert sich das japanische Quartett mehr auf die eigenen Anfänge denn auf den auch in den letzten Jahren gepflegten episch-weiten, von Streichinstrumenten dominierten Klangteppich.

Wie der Dichter bei Dante am Ende seiner Reise vor dem ewigen Licht steht und die Liebe besingt, so verlassen auch Mono die Hölle wieder: "Ely’s Heartbeat", das dem Kind eines Freundes gewidmet ist, ist eine Eloge auf das Leben, die von den Herzschlägen des (damals noch) Ungeborenen eingeleitet wird. Mit dem von französischer wie italienischer Filmmusik angewehten "The Last Scene" klingt das Album elegisch-melancholisch aus, um noch lange nachzuhallen.