Ein Millionär wird von Entführern in Borneo erpresst: Er muss ein Stück Dschungel kaufen, um eine junge Frau vor dem Köpfen zu bewahren. Mit diesem kreativen Ansatz hat Christian Kahl einen spannenden, wenngleich etwas sprunghaft angelegten Thriller geschrieben, der im Grunde im Vergleich zu den realen Tragödien, die sich im Regenwald abspielen (Stichwort Abholung), vergleichsweise harmlos ist, auch wenn der Autor nicht mit brutalen Schilderungen spart. Und so hinterlässt die Geschichte einen – durchaus beabsichtigten – schalen Nachgeschmack beim Leser in seinem Erste-Welt-Zuhause.

Christian Kahl: Das Verschwinden der Luft
Divan; 265 Seiten; 15,90 Euro