Wut, Verzweiflung, Humor, Freude: Das neue Album von Katsuhiko Maeda alias World’s End Girlfriend ist ein Tanz emotionaler Elementarkräfte. "Last Waltz" ist das erste Solowerk des Japaners seit sechs Jahren. Stimmungsmäßig pendelt es zwischen pathetischem Wohlklang ("Plein Soleil"), karnevalesker Charade ("Angel Ache") und Dance Maca-bre ("Radioactive Spell Wave").

Das Album synthetisiert nicht nur das bisherige Schaffen Maedas, indem es an frühere Werke wie "Hurtbreak Wonderland" (2007) erinnert, es zitiert auch einige Stücke der letzten Jahre. Die melodiösen Strukturen werden immer wieder auf enigmatische Abwege geführt, von Noiseelementen unterbrochen oder labyrinthisch verästelt.

Wenn sich "Last Waltz" auch als eine Meditation über das Weltenende präsentiert, als eine in Tönen umgesetzte Symphonie des Künstlernamens, so überwiegen dabei doch die lichteren Momente: eine luftige Apokalypse im Dreivierteltakt.

World’s End Girlfriend

Last Waltz

(Virgin Babylon Records)