"Mauern", "November", "Schwarz", "Requiem": Bereits von den Songtiteln her ist zu sagen, dass in den 37 Spielminuten keine Euphorie aufkommen sollte. Und auch der Albumname selbst gibt die Stoßrichtung vor, die über eine Barriere im Kopf hin zur Spaltung der Gesellschaft führt, bevor alles mit dem großen schwarzen Vogel endet, den einst schon Ludwig Hirsch besang.

Den Geist der Auflösung nimmt die Berliner Band Klez.e in Anlehnung an das im Jahr des Mauerfalls erschienene The-Cure-Album (fast) gleichen Namens auf. Folgerichtig scheint es ein Hauptanliegen zu sein, auf "Desintegration" über weite Strecken eins zu eins wie Robert Smith und seine Kollegen zu klingen.

Wir hören polternde Drums mit Tomtom-Betonung, markante Bassmelodien, streng dem Weltschmerz verschriebene Hallgitarren und flächige Zweifingerkeyboards. Textlich zündet das durchaus nicht immer (man höre bei "Lobbyist" einmal genauer hin), manchmal aber wird ein (wunder) Punkt getroffen: "Draußen vor den Mauern / fängt es an sich zu bewegen / Da steht der Dummheit bester Freund / Er zeigt Flagge mit der Hand."