Man darf sich den Mann als gut beschäftigt vorstellen. Nach Veröffentlichungen unter diversen Projektnamen zwischen Liger und Islands Of Light, als Mitglied von Swan Fangs und einer Zeit als Label-Betreiber produziert der Wiener Musiker Dino Spiluttini aktuell unter bürgerlichem Namen, wenn er sich im eigenen Studio nicht gerade um den Mix und das Mastering für Acts wie Bruch kümmert.

Sein neues Album, "To Be A Beast", erklärt mit zwölf Klangskulpturen in gerade einer halben Stunde Spielzeit recht eindringlich, dass diese Musik nicht von ungefähr bald auch auf dem Donaufestival zu hören sein wird: Zwischen Drone-(De-)Crescendos, metallisch zitterndem Ambient und einem grundsätzlichen Bekenntnis zu Soundwolken, die im Gleitflug vor dem geistigen Auge vorbeiziehen, geht es um Lärm, der bei allem Pochen und Beben immer harmonische Schönheit und ein Gefühl von Sehnsucht mittransportiert. Das klingt nach Island, könnte realbiografisch aber von einem Norwegen-Urlaub inspiriert worden sein.